Der Währungsstratege MUFG, Lloyd Chan, sieht anhaltende geopolitische Spannungen rund um Iran als wichtigen Treiber für die Stärke des US-Dollars. Hohe US-Renditen, robuste Arbeitsmarktdaten und schwindende Erwartungen an Zinssenkungen der US-Notenbank stützen demnach die Attraktivität von Dollar-Anlagen. Längere Störungen der Energieversorgung über die Straße von Hormus gelten dabei als besonders belastend für Asien und verschieben die Risiken in einem von Vorsicht geprägten Marktumfeld zugunsten eines stärkeren Dollars.
"Geopolitische Risiken bleiben der dominierende Treiber der Marktstimmung."
"Die Renditen zweijähriger US-Staatsanleihen bleiben mit über 3,8 Prozent erhöht und liegen damit über dem effektiven Leitzins, während die Märkte für dieses Jahr keine Zinssenkungen mehr einpreisen."
"Zusammen stützen diese Faktoren die Attraktivität von Dollar-Carry-Trades und halten die Nachfrage nach dem Dollar in einem risikoaversen Umfeld hoch."
"In der Folge dürften die Ölpreise erhöht bleiben, wobei die Risiken eher auf weitere Anstiege ausgerichtet sind."