
Die Rio Tinto Group hat an ihrem Kupferstandort Kennecott im US-Bundesstaat Utah eine weitere Solaranlage in Betrieb genommen. Das neue Kraftwerk verfügt über eine Leistung von 25 Megawatt und ergänzt eine bereits bestehende Anlage, sodass die gesamte installierte Solarkapazität des Standorts nun 30 Megawatt beträgt.
Mit der erzeugten Solarenergie kann der Betrieb rechnerisch mehr als 1.000 durchschnittliche US-Haushalte pro Jahr versorgen. Gleichzeitig rechnet der Konzern mit einer Reduzierung der indirekten, strombezogenen Treibhausgasemissionen um rund sechs Prozent. Dies entspricht nach Unternehmensangaben einer Einsparung, die mit dem jährlichen Verzicht auf mehrere tausend Fahrzeuge im Straßenverkehr vergleichbar ist.
Besonderheit des Projekts ist die geschlossene Wertschöpfungskette am Standort. Seit 2022 wird in Kennecott Tellur als Nebenprodukt der Kupferraffination gewonnen. Das Material wird von 5N Plus in Kanada zu Dünnschicht-Halbleitermaterialien verarbeitet und anschließend an First Solar geliefert. Der Solarmodulhersteller nutzt den Rohstoff für die Fertigung der Photovoltaikmodule, die nun direkt am Kennecott-Standort eingesetzt werden.