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EUR/USD bewegt sich seitwärts unter 1,1900; divergierende Erwartungen an die Fed und die EZB bieten Unterstützung

FXStreetFeb 12, 2026 12:57 AM
  • EUR/USD konsolidiert sich in einer Spanne während der asiatischen Sitzung amid gemischten fundamentalen Hinweisen.
  • Die optimistischen US-NFP-Daten dämpfen die Wetten auf weitere Zinssenkungen der Fed und verleihen dem USD etwas Unterstützung.
  • Relativ hawkische Erwartungen an die EZB wirken als Rückenwind für den EUR und das Währungspaar.

Das Paar EUR/USD hat Schwierigkeiten, den nächtlichen Anstieg aus dem Bereich von 1,1835-1,1830 zu nutzen und schwankt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag in einer engen Bandbreite. Die Spotpreise handeln derzeit um die Marke von 1,1875 und bleiben für den Tag nahezu unverändert, während sie sich in Schlagdistanz zu einem über einwöchigen Hoch befinden, das am Dienstag erreicht wurde, amid gemischten Hinweisen.

Die Investoren haben ihre Erwartungen an eine aggressivere geldpolitische Lockerung der US-Notenbank (Fed) nach der Veröffentlichung eines starken Berichts über die US-Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigten (NFP) am Mittwoch gesenkt. Darüber hinaus unterstützen hawkische Kommentare des Präsidenten der Fed von Kansas City, Jeffrey Schmid, der sagte, dass weitere Zinssenkungen das Risiko bergen, dass die hohe Inflation noch länger anhält, den US-Dollar (USD) dabei, über einem fast zweiwöchigen Tief stabil zu bleiben. Dies wird als ein Schlüsselfaktor angesehen, der als Gegenwind für das Paar EUR/USD wirkt.

Die Marktteilnehmer preisen jedoch weiterhin die Möglichkeit von mindestens zwei Zinssenkungen um 25 Basispunkte (bps) der Fed im Jahr 2026 ein. Hinzu kommen Bedrohungen für die Unabhängigkeit der US-Notenbank, die zusammen mit der zugrunde liegenden bullishen Stimmung dazu beitragen, den sicheren Hafen Greenback zu begrenzen. Die gemeinsame Währung hingegen wird durch die wachsende Akzeptanz gestützt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze voraussichtlich für den Rest des Jahres stabil halten wird, was dem Paar EUR/USD Unterstützung verleiht.

Am Donnerstag sind keine relevanten wirtschaftlichen Veröffentlichungen aus der Eurozone zu erwarten, während die US-Wirtschaftsdaten später in der nordamerikanischen Sitzung die üblichen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung umfassen. Der Fokus verschiebt sich nun auf die US-Verbraucherinflationszahlen, die am Freitag veröffentlicht werden. Die entscheidenden Daten werden nach weiteren Hinweisen auf den Zinssenkungspfad der Fed gesucht, der wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Preisbewegungen des USD spielen und dem Paar EUR/USD einen bedeutenden Impuls verleihen wird.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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