
Das Währungspaar AUD/JPY verliert im frühen europäischen Handel am Mittwoch um 109,15 an Boden. Ausländische Mittelzuflüsse in japanische Aktien nach dem überwältigenden Wahlsieg von Premierministerin Sanae Takaichi erhöhen die Nachfrage nach dem Japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Australischen Dollar (AUD).
Andererseits könnten hawkische Äußerungen von Politikern der Reserve Bank of Australia (RBA) den Aussie stützen. RBA-Vizegouverneur Andrew Hauser sagte am Mittwoch, dass die Inflation zu hoch sei und die Entscheidungsträger bereit seien, alles Notwendige zu tun, um sie zu zügeln. Die Märkte preisen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 70 % ein, dass die Zinssätze bei der Sitzung der RBA im Mai auf 4,10 % steigen werden, nach der Veröffentlichung des Inflationsberichts für das erste Quartal (Q1).
Im Tageschart hält sich AUD/JPY gut über dem 100-Tage-EMA und bewahrt die mittelfristige bullische Tendenz. Der Durchschnitt steigt an, was die anhaltende Trendstärke unterstreicht. Der RSI bei 60,70 bleibt im positiven Bereich und zeigt unterstützendes Momentum ohne überkaufte Bedingungen an. Ein täglicher Schlusskurs über dem oberen Band bei 110,80 würde den Anstieg ausweiten. Bei Rücksetzern bietet der 20-Tage-SMA bei 108,00 erste Unterstützung, während der 100-Tage-EMA bei 103,57 die Struktur stützt.
Bollinger-Bänder zeigen, dass der Preis nahe dem oberen Band drückt, während sich das Band verbreitert, was auf zunehmenden bullischen Druck und steigende Volatilität hinweist. Die breitere Tendenz bleibt nach oben gerichtet, während die Volatilitätserweiterung die Trendfortsetzung begünstigt, wobei Rückschläge über den genannten Unterstützungen voraussichtlich flach ausfallen werden.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.