
Der japanische Yen (JPY) driftet am Freitag im asiatischen Handel zum vierten Mal in Folge gegenüber dem festeren US-Dollar (USD) nach unten und rutscht an das untere Ende seiner wöchentlichen Spanne. Regierungsdaten, die heute früher veröffentlicht wurden, zeigten, dass die Haushaltsausgaben in Japan im November wieder anstiegen. Der JPY hat jedoch Schwierigkeiten, Käufer anzuziehen, da Bedenken bestehen, dass der Konsumimpuls nachlassen könnte, wenn die Inflation weiterhin das Lohnwachstum bis Anfang 2026 übersteigt. Dies könnte die Aufgabe der Bank of Japan (BoJ) zur Normalisierung der Geldpolitik weiter komplizieren und den JPY inmitten eines eskalierenden Streits zwischen China und Japan untergraben.
Abgesehen davon stellen Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Situation Japans und eine stabile Performance an den Aktienmärkten weitere Faktoren dar, die auf dem sicheren Hafen JPY lasten. Der USD hingegen verlängert einen zwei Wochen alten Aufwärtstrend und erreicht ein Ein-Monats-Hoch, während sich die Händler vor dem entscheidenden US Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht neu positionieren. Dies hebt das USD/JPY-Paar weiter über die 157,00-Marke. Allerdings könnten Wetten auf weitere Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed), die einen signifikanten Unterschied zu den hawkischen Erwartungen der BoJ darstellen, den USD begrenzen und dem niedrig verzinslichen JPY zugutekommen.
Der 100-perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart steigt sanft bei 156,31 und deutet auf eine anhaltende Aufwärtsneigung hin. Das USD/JPY-Paar hält sich über diesem Maßstab, wobei der Durchschnitt als unmittelbare dynamische Unterstützung fungiert. Die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie steht über der Signallinie und befindet sich wieder im positiven Bereich, mit einem moderat expandierenden Histogramm, das das verbesserte Momentum verstärkt. Der Relative Strength Index (RSI) bei 62 zeigt festen Kaufdruck ohne überkaufte Bedingungen. Wenn das Momentum anhält, könnte das Paar weiter steigen, während ein Rückgang den 100 SMA in den Fokus rücken würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.