
Das Paar USD/JPY verzeichnet moderate Gewinne um 156,70 während der frühen asiatischen Sitzung am Donnerstag. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) ab, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen nachlässt, nachdem geopolitische Spannungen abgenommen haben. Händler werden die US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung später am Donnerstag im Auge behalten. Am Freitag wird der US-Beschäftigungsbericht für Dezember im Fokus stehen.
Die schockierende Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die Vereinigten Staaten (US) am Wochenende hatte nur kurzfristige Auswirkungen auf die meisten Anlageklassen, insbesondere auf Währungen. Darüber hinaus erreichte der Einkaufsmanager-Index (EMI) für die US-Dienstleistungsbranche im Dezember mit 14 Monaten ein Hoch, was zur Aufwärtsbewegung des Greenbacks beitrug.
Daten, die am Mittwoch vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlicht wurden, zeigten, dass der US-Dienstleistungs-EMI im Dezember auf 54,4 von 52,6 im November gestiegen ist. Diese Zahl übertraf die Erwartung von 52,3.
Allerdings könnten dovishe Erwartungen an die US-Notenbank (Fed) den USD gegenüber dem JPY belasten. Händler erwarten zwei Zinssenkungen im Jahr 2026, wobei die erste im April und die zweite spätestens im September erwartet wird.
Andererseits könnte die wachsende Akzeptanz, dass die Bank of Japan (BoJ) an ihrem Kurs zur Normalisierung der Geldpolitik festhält, dem JPY etwas Unterstützung bieten. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte am Montag, dass die japanische Zentralbank die Zinsen weiter anheben wird, wenn sich die wirtschaftlichen und preislichen Entwicklungen im Einklang mit den Prognosen bewegen. Ueda erklärte weiter, dass die Anpassung des Grads der geldpolitischen Unterstützung der Wirtschaft helfen wird, ein nachhaltiges Wachstum zu erreichen, und dass Löhne und Preise voraussichtlich moderat zusammen steigen werden.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.