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Meta-Chef Zuckerberg warnt: Ein Verbot chinesischer KI könnte nach hinten losgehen

CryptopolitanJul 29, 2026 8:11 AM
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Meta-CEO Mark Zuckerberg schlägt vor, dass die USA eine Strategie entwickeln sollten, um mit Chinas künstlicher Intelligenz zu konkurrieren, anstatt sie zu verbieten. In einem kürzlich geführten Interview betonte er, dass verbesserte Technologie und nicht Beschränkungen der Weg sei, die Position der USA als Führungsmacht zu sichern.

Die Diskussionen drehen sich nicht mehr nur darum, wie Nutzer auf KI-Chatbots zugreifen können. Im Mittelpunkt steht nun die Frage, wer die nächste Generation von KI-Plattformen sowie die Entwickler-Ökosysteme und die Infrastruktur gestalten wird. Obwohl die USA in diesem Bereich weiterhin führend sind, übertrifft die rasante Entwicklung chinesischer Modelle die Pläne der politischen Entscheidungsträger.

Amerikanische Modelle dominieren nach wie vor die weltweite Nutzung

Eine Studie der RAND Corporation über den durch KI-Technologien erzeugten Internetverkehr in 135 Ländern ergab, dass große Sprachmodelle in den USA im August 2025 den Großteil von 93 % des weltweiten Internetverkehrs ausmachen würden.

Darüber hinaus wächst der Markt rasant, da die Zahl der Nutzer, die die Websites führender KI-Unternehmen besuchen, von etwa 2,4 Milliarden im April 2024 auf rund 8,2 Milliarden im August 2025 gestiegen ist. Die US-Plattformen wuchsen weiter, während gleichzeitig der Wettbewerb aus China zunahm.

Die Hardware-Überlegenheit der USA untermauert auch ihre Software-Vorherrschaft. Laut den Verkaufszahlen von KI-Chips von Epoch AI dominieren Nvidias H100-äquivalente Beschleuniger weiterhin die weltweit führende KI-Rechenleistung. Das ist einer der Gründe, warum Washington weiterhin auf strenge Exportbestimmungen für Halbleiter setzt, obwohl chinesische KI-Software immer beliebter wird.

DeepSeek hat Chinas internationale Präsenz rasant ausgebaut

Die bedeutendste Veränderung ergab sich, nachdem DeepSeek im Januar 2025 sein R1-Schlussfolgerungsmodell auf den Markt brachte. Laut RAND stieg Chinas Anteil am weltweiten KI-Datenverkehr innerhalb von nur zwei Monaten von knapp 3 % auf fast 13 %, und der Datenverkehr zu Chinas KI-Plattformen kletterte auf rund 460 %.

Chinesische Unternehmen erreichten in 30 Ländern einen Marktanteil von über 10 % und erzielten in 11 Märkten einen Anteil von mindestens 20 % am KI-Traffic, insbesondere in Entwicklungsländern und in Ländern, die eng mit China zusammenarbeiten.

Laut RAND ist ein Faktor für das Wachstum der Kostenfaktor. Chinesische Systeme kosten in der Regel nur ein Sechstel bis ein Viertel vergleichbarer amerikanischer Modelle, während die Verbesserung ihrer Mehrsprachigkeit eine weitere traditionelle Stärke der USA verringert hat.

Die Modelldatenbank von Epoch AI zeigt, dass immer mehr Unternehmen innovative Grundlagenmodelle entwickeln können. Viele der besten Projekte stammen zwar aus US-amerikanischen Laboren, doch der Anteil chinesischer Organisationen an den Markteinführungen bahnbrechender Modelle steigt stetig.

Laut einer Studie von RAND hat China bedeutende Investitionen in die KI-Diplomatie getätigt, kam aber letztendlich zu dem Schluss, dass vor allem Unternehmen, Entwickler und Anwender und weniger staatliche Bemühungen hinter der Einführung von KI stehen.

Exportkontrollen bleiben Washingtons anderes Hebelmittel

Ein Verbot chinesischer KI-Modelle würde die bestehenden Beschränkungen der USA für moderne KI-Chips ergänzen, auch wenn die Ergebnisse dieser Verbote eher uneinheitlich sind.

Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) berichtete, dass die Trump-Administration im Dezember 2025 die Beschränkungen für Lieferungen von Nvidias H200-Beschleunigern nach China gelockert und zu einer Einzelfallprüfung von Anträgen auf Genehmigung von Exporten von H200- und AMD MI325X-Chips übergegangen sei.

Der CSIS enthüllte, dass China seine lokalen Unternehmen am Erwerb der Chips gehindert hat, selbst mit genehmigten US-Lizenzen, und stattdessen die Bedeutung lokaler Alternativen hervorgehoben hat. Dieser Fall verdeutlicht ein komplexeres Problem: Exportkontrollen schränken wahrscheinlich Chinas Zugang zu modernster Hardware ein, fördern aber gleichzeitig die lokale Halbleiterproduktion und den Einsatz generativer KI-Lösungen, die nach ihrer Veröffentlichung nur schwer zu kontrollieren sind.

Zuckerberg und Washington gehen bei der KI-Strategie auseinander

Zuckerbergs Haltung steht im krassen Gegensatz zur gängigen Meinung in Washington.

„Die USA sind weltweit führend im Bereich KI. Wir sind eine KI-Supermacht. China steht an zweiter Stelle.“ – US-Finanzminister Scott Bessent

Bessents Ansichten werden von Innenminister Doug Burgum geteilt.

„Die USA dürfen im KI-Wettrüsten.“ – Innenminister Doug Burgum

Laut Brookings werden wesentliche Punkte übersehen, wenn man KI als simplen Wettbewerb darstellt. Der Vorsprung der USA beruht auf groß angelegten Wirtschaftstätigkeiten, privaten Investitionen und durch Risikokapital finanziertem technologischen Fortschritt, während Chinas Strategie auf einer starken Industriepolitik und dem Aufbau eines autarken Technologie-Ökosystems basiert.

Der größte Vorteil liegt möglicherweise nicht in der Marktpräsenz von Chatbots selbst, sondern vielmehr im dazugehörigen Entwickler-Ökosystem. Verbrauchertrends können sich blitzschnell ändern, doch Unternehmen sind weniger geneigt, KI-Lösungen zu wechseln, sobald Prozesse und Anwendungen integriert sind.

 

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