Silber fällt unter 65 $, aber sich abkühlende US-Inflation begrenzt die Abwärtsbewegung
- Silber fällt am Donnerstag um 0,64% und notiert bei rund 64,90 USD, während Anleger auf die US-Erzeugerpreisdaten warten.
- Die nachlassende US-Inflation im Juli verringert die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September und stützt Edelmetalle.
- Sinkende Renditen von US-Staatsanleihen begrenzen den Druck auf das weiße Metall, während Energierisiken den Inflationsausblick ungewiss halten.
Silber (XAG/USD) notiert am Donnerstag zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts niedriger bei rund 64,90 USD und liegt damit 0,64% im Minus. Das weiße Metall konsolidiert nach seinem jüngsten Anstieg, da sich Anleger vor der Veröffentlichung der US-Erzeugerpreisdaten mit größeren Positionen zurückhalten. Trotz des Pullbacks stützen nachlassende Erwartungen an eine straffere Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) weiterhin Silber.
Die jüngsten Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten (US) untermauerten die Ansicht, dass sich der Preisdruck allmählich abschwächt. Der Verbraucherpreisindex (VPI) verlangsamte sich im Juli auf 3,4% im Jahresvergleich, nach 3,5% im Juni. Unterdessen sank der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiekomponenten ausschließt, wie erwartet von zuvor 2,6% auf 2,5%.
Diese Zahlen verringern die Notwendigkeit für die Fed, die Zinsen rasch anzuheben. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte nun eine Wahrscheinlichkeit von 38% für eine Zinserhöhung im September ein, nach 54% vor einer Woche. Diese Neubewertung des geldpolitischen Ausblicks belastet auch die kurzfristigen Renditen von US-Staatsanleihen, ein Umfeld, das in der Regel nicht renditeträchtige Vermögenswerte wie Silber begünstigt.
Der Fokus richtet sich nun auf den US-Erzeugerpreisindex (EPI) für Juli, der am Donnerstag um 12:30 Uhr GMT veröffentlicht wird. Ein weiteres Zeichen nachlassenden Inflationsdrucks könnte die Erwartungen verstärken, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt, und Silber stützen. Umgekehrt könnte eine positive Überraschung bei den Erzeugerpreisen die Erwartungen an eine weitere geldpolitische Straffung wiederbeleben und zusätzlichen Druck auf das weiße Metall ausüben.
XAG/USD technische Analyse
Im Stundenchart notiert XAG/USD bei 64,88 USD und hält sich über dem einfachen 100-Perioden-Durchschnitt (SMA) bei 64,78 USD sowie dem 200-Perioden-SMA bei 62,41 USD, was den kurzfristigen Bias trotz des jüngsten Rückgangs aus dem Bereich der mittleren 66 USD konstruktiv hält. Der Verlust an Momentum spiegelt sich im Relative-Stärke-Index (RSI) wider, der sich in Richtung der mittleren 40er abschwächt, was eher auf eine Konsolidierungsphase als auf einen klaren bärischen Druck hindeutet, solange der Preis von diesen zugrunde liegenden Durchschnitten gestützt wird.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 100-Perioden-SMA um 64,78 USD, vor der horizontalen Unterstützung nahe 63,00 USD und der tieferen strukturellen Basis, die der 200-Perioden-SMA bei 62,41 USD bietet. Auf der Oberseite müsste XAG/USD die frühere Aufwärtstrend-Unterstützungslinie, die nun als Barriere bei rund 66,65 USD fungiert, zurückerobern, gefolgt vom horizontalen Widerstand nahe 66,80 USD, um die bullische Sequenz in Richtung neuer Hochs wiederzubeleben.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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