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BÖRSEN-TICKER-Optimistische Jahresprognose stützt Ford-Aktie

ReutersFeb 11, 2026 3:04 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.00 Uhr - Ein optimistischer Ausblick ermuntert Anleger trotz eines Milliardenverlustes zum Einstieg bei FordF.N. Die Papiere des US-Autobauers rücken an der Wall Street um rund 1,5 Prozent vor. Ford stellte für das laufende Jahr einen operativen Gewinn (Ebit) im Rahmen der Analystenerwartungen in Aussicht, obwohl der Konzern im vierten Quartal einen Nettoverlust von 11,1 Milliarden Dollar verbucht hatte. Grund für die roten Zahlen waren unter anderem die neuen US-Zölle, Abschreibungen auf das Geschäft mit Elektroautos und ein Brand bei einem Zulieferer. Für das laufende Jahr zeigte sich Konzernchef Jim Farley jedoch zuversichtlich. Er setzt neben einem strikten Sparkurs und Partnerschaften im Ausland auf die schnelle Entwicklung wettbewerbsfähigerer Modelle.

14.20 Uhr - Negativ aufgenommene Geschäftszahlen machen den Aktien des US-Online-Brokers RobinhoodHOOD.O zu schaffen. Die Papiere rutschen um mehr als acht Prozent ab. Der Umsatz des Unternehmens im vierten Quartal lag mit 1,28 Milliarden Dollar rund 4,5 Prozent unter der durchschnittlichen Analystenprognose. Am stärksten unter Druck gerieten die Erlöse in Robinhoods Krypto-Geschäft, die die Erwartungen um gut zwölf Prozent verfehlten. Die Experten der US-Investmentbank JP Morgan verwiesen zudem auf geringere Einlagenzuflüsse sowie ein langsameres Wachstum bei Premium-Abonnenten und neu eröffneten Konten.

14.00 Uhr - Mit Rückenwind vom Anleihemarkt können Immobilienwerte kräftig zulegen. Im Dax.GDAXI stehen die Papiere von VonoviaVNAn.DE rund fünf Prozent im Plus. Im MDax.MDAXI steigen die Aktien von LEG ImmobilienLEGn.DE um 6,2 Prozent. TAG Immobilien TEGG.DE gewinnen fünf Prozent, gefolgt von Deutsche WohnenDWNG.DE mit einem Aufschlag von vier Prozent. Börsianer verweisen auf die aktuell sinkenden Renditen am Anleihemarkt. "Der Bund-Future steigt, also fallen die Zinsen, und die Immobilienwerte gelten ja auch als Zinsbarometer", sagte ein Händler. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen lag mit 2,793 Prozent nahe ihres Vierwochentiefs und folgte damit den US-Pendants. Diese fielen, da schwache US-Wirtschaftsdaten der Fed mehr Spielraum für Zinssenkungen verschafften.

13.15 Uhr - Ein Rückschlag im Zulassungsverfahren für den neuen Grippeimpfstoff von ModernaMRNA.O lässt die Aktien des US-Biotechnologieunternehmens einbrechen. Die Titel verlieren im vorbörslichen Handel an der Wall Street fast elf Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat es abgelehnt, den Zulassungsantrag für den Moderna-Impfstoff mit dem Namen mRNA-1010 zur Prüfung anzunehmen. Als alleinigen Grund nannte die FDA die Wahl des Vergleichspräparats in der für die Zulassung entscheidenden Studie. Sicherheits- oder Wirksamkeitsbedenken wurden dem Unternehmen zufolge nicht geäußert. "Moderna reiht sich in eine wachsende Liste von Biotech-Unternehmen ein, die betonen, dass die FDA die Spielregeln nachträglich geändert hat", schreiben die Experten der Royal Bank of Canada (RBC). "Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass sich die Entscheidung in ein größeres Bild fügt, wie die US-Regierung Impfstoffe im Allgemeinen und die mRNA-Technologie im Besonderen bewertet", sagt RBC-Analyst Luca Issi.

11.20 Uhr - Aktien von Vermögensverwaltern und Brokern geraten unter Druck, da der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz (KI) Sorgen vor einer Verdrängung klassischer Dienstleistungen im Finanzsektor schürt. An der Londoner Börse geht es bei Papieren von St. James's PlaceSJP.L um mehr als zehn Prozent nach unten, die Titel der italienischen FinecoBankFBK.MI fallen um 6,8 Prozent. Die Aktien der Online-Handelsplattformen FlatexFTKn.DE und SwissquoteSQN.S sacken um 8,3 und 3,9 Prozent ab. Der europäische Finanzsektor.SX7E steht 1,7 Prozent tiefer. Börsianer begründen die Kursverluste mit der Ankündigung von Altruist, ein neues Steuerplanungstool in seiner KI-Plattform Hazel einzuführen.

10.45 Uhr - Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran gehen die Ölpreise weiter nach oben. Die Nordseesorte BrentLCOc1 verteuert sich um 1,5 Prozent auf 69,81 Dollar je Fass. US-Öl WTIClc1 kostet mit 64,97 Dollar rund 1,6 Prozent mehr. Der diplomatische Dialog zwischen den beiden Ländern dauere zwar an, die Stimmung bleibe aber fragil, schrieben die Analysten der LSEG. Sie verwiesen auf den anhaltenden Sanktionsdruck, Zolldrohungen und die verstärkte militärische Präsenz der USA in der Region. US-Präsident Donald Trump hatte der Führung in Teheran auch mit Blick auf die jüngste Niederschlagung der Protestbewegung wiederholt mit einem Militärschlag gedroht.

10.10 Uhr - Der Softwarehersteller DassaultDAST.PA vergrault die Anleger mit enttäuschenden Wachstumszahlen und trübt damit die Stimmung im gesamten europäischen Technologiesektor. Die Aktien von Dassault stürzen in Paris um bis zu 21,8 Prozent ab. Der Technologieindex.SX8P fällt um zwei Prozent und führt damit die branchenweiten Verluste an. Bei den Franzosen wuchs der Umsatz im vierten Quartal währungsbereinigt nur um ein Prozent. Die Ergebnisse seien schlimmer ausgefallen, als selbst die größten Pessimisten befürchtet hätten, sagen die Analysten von JP Morgan. Das Umfeld für Softwarefirmen verzeihe momentan keine Fehler. Grund dafür sind anhaltende Sorgen über die Auswirkungen neuerer Modelle Künstlicher Intelligenz auf traditionelle Unternehmen.

09.50 Uhr - Aktien der CommerzbankCBKG.DE weiten ihre Kursverluste nach Vorlage der Geschäftszahlen aus. Die Papiere des Kreditinstituts verlieren bis zu 4,9 Prozent und halten damit die rote Laterne im Dax.GDAXI. Mit 33,53 Euro markieren sie ihren tiefsten Stand seit rund fünfeinhalb Monaten. Zwar seien die Ergebnisse im vierten Quartal stark gewesen, kommentieren die Analysten von JP Morgan. "Die Ziele für 2026 entsprechen jedoch weitgehend dem aktuellen Konsens des Unternehmens, sodass nur begrenzter Spielraum für Aufwertungen besteht." Einem Händler zufolge dürften Anleger bei den Titeln verstärkt Kasse machen, da der Ausblick "alles in allem nicht gut genug" sei.

08.05 Uhr - Der japanische YenJPY= steigt den dritten Tag in Folge. Im Gegenzug verliert der Dollar 0,9 Prozent auf 153,10 Yen. Seit dem Erdrutschsieg von Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende hat die japanische Landeswährung 2,5 Prozent zugelegt. Analysten erwarten jedoch langfristig eine Abschwächung des Yen, da Takaichis Finanzpolitik die ohnehin zuletzt gebeutelte Währung weiter belasten dürfte. Unter anderem sind Steuersenkungen und eine massive Aufrüstung des Militärs geplant.

07.50 Uhr - Nach einer Kaufempfehlung sind die Aktien der Verve GroupVRV.DE im SDax.SDAXI gefragt. Die Papiere des Anbieters für digitale Werbetechnologien steigen bei Lang & Schwarz um 6,1 Prozent. Die Analysten von Berenberg nahmen die Bewertung der Titel mit "Buy" auf und setzten ein Kursziel von fünf Euro. Am Dienstag hatten die Aktien der in Stockholm ansässigen Firma bei 1,306 Euro geschlossen.

07.45 Uhr - Folgende Aktien werden am Mittwoch mit Dividendenabschlag gehandelt:

Deutsche Unternehmen

Angaben in Euro

Schlusskurs

Dividende

TUI AGTUI1n.DE

8,89

0,10

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