
Frankfurt, 06. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.20 Uhr - Eine Gewinnprognose weit unter den Erwartungen schickt die Aktien des US-Krankenversicherers Molina HealthcareMOH.N auf Talfahrt. Das Papier bricht im vorbörslichen US-Handel um 27,7 Prozent ein. Im Sog dessen geben auch die Papiere der Konkurrenten UnitedHealthUNH.N, CenteneCNC.N und HumanaHUM.N zwischen einem und sieben Prozent nach. Molina stellte für 2026 einen bereinigten Gewinn von mindestens fünf Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten hatten mit 13,76 Dollar gerechnet. Die jährliche medizinische Kostenquote soll zudem stärker steigen als geschätzt.
15.00 Uhr - Ein optimistischer Ausblick beschert der Videospiel-Plattform RobloxRBLX.N einen Kurssprung. Die Aktien legen im vorbörslichen US-Handel um mehr als elf Prozent zu. Die gebuchten Umsätze sollen 2026 zwischen 8,28 und 8,55 Milliarden Dollar liegen - weit mehr als von Analysten erwartet. Auch im vierten Quartal fielen die sogenannten Bookings mit 2,22 Milliarden Dollar besser aus als erwartet. Die durchschnittliche Anzahl der täglich aktiven Nutzer stieg im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent auf 144 Millionen. Die Margen sollen in diesem Jahr aufgrund höherer Ausgaben allerdings nicht wachsen. Die Spieleplattform hat in den letzten Jahren stark in die Infrastruktur investiert, um mit dem rasanten Nutzerwachstum Schritt zu halten, und gleichzeitig versucht, die Sicherheitsfunktionen zu verbessern, nachdem es zu Rechtsstreitigkeiten über die Gefährdung von Kindern gekommen war.
14.10 Uhr - Der KupferpreisCMCU3 steuert auf seinen größten Wochenverlust seit zehn Monaten zu. Steigende Lagerbestände und ein erstarkter US-Dollar beschleunigten den Preisverfall. Das rote Metall verbilligte sich auf Wochensicht um mehr als zwei Prozent und liegt bei aktuell 12.906 Dollar je Feinunze bereits mehr als elf Prozent unter seinem Rekordhoch von Ende Januar. Die Kupferbestände an der LMEMCUSTX-TOTAL sind auf dem höchsten Stand seit Mai 2025. An der US-amerikanischen Comex-BörseHG-STX-COMEX sind sie so hoch wie nie. Kupfer sei zusammen mit GoldXAU= und SilberXAG= Teil einer breiten Marktkorrektur geworden, bei der die Auflösung von Long-Positionen die Preise näher an den fairen Wert gebracht hätten, sagen die Analysten von Sucden Financial. "Das dürfte die Preise weiterhin schwanken lassen, insbesondere da die Liquidität im Vorfeld des chinesischen Neujahrsfestes abnimmt."
11.00 Uhr - Die rückläufigen Erträge im Investmentbanking-Handel drücken die Aktien der Societe GeneraleSOGN.PA deutlich ins Minus. Die Papiere fallen an der Pariser Börse um bis zu 4,1 Prozent. Die Investmentbanking-Sparte der französischen Großbank verbuchte im Gegensatz zu den Zuwächsen bei europäischen und amerikanischen Wettbewerbern im vierten Quartal einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent auf 2,41 Milliarden Euro. Insgesamt kletterte der Nettogewinn im vierten Quartal dank Sparmaßnahmen und eines starken Privatkundengeschäfts allerdings um 36 Prozent auf 1,42 Milliarden Euro.
10.40 Uhr - Sorgen um explodierende Kosten für Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) treiben die Anleger auch zum Wochenschluss um. Der europäische Tech-Index.SX8P gibt bis zu 1,3 Prozent nach. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf fast sechs Prozent. Wie die Rivalen GoogleGOOGL.O und MicrosoftMSFT.O legt auch AmazonAMZN.O bei den Investitionen in KI-Infrastruktur kräftig nach. Die Amazon-Papiere fallen im vorbörslichen US-Handel um mehr als neun Prozent.
10.07 Uhr - Der Forschungserfolg bei dem Hoffnungsträger Asundexian verleiht der BayerBAYGn.DE-Aktie Schwung. Die Titel verteuern sich um bis zu 3,2 Prozent und gehören damit zu den stärksten Dax.GDAXI-Werten. "Das Aufatmen unter dem Bayer-Kreuz ist förmlich zu spüren", sagt Frank Sohlleder von ActivTrades. "Einerseits entspannt sich der chronische Glyphosat-Rechtsstreit in den USA zusehends, andererseits liefert die Pharma-Pipeline mit dem Hoffnungsträger Asundexian zur Senkung des Schlaganfallrisikos endlich wieder positive Schlagzeilen." Für Bayer ist der Studienerfolg strategisch wichtig. In der Pharmasparte muss der Konzern den Wegfall des Patentschutzes für den umsatzstarken Blutverdünner Xarelto verkraften, erwartet jedoch ab 2027 wieder ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich.
09.45 Uhr - Nach einer Hochstufung setzen sich die Aktien von RenkR3NK.DE an die MDax.MDAXI-Spitze. Die Titel des Rüstungszulieferers rücken um bis zu 6,1 Prozent vor. Die Analysten von Exane BNP Paribas haben Renk auf "Outperform" von "Neutral" gesetzt. Seit Mitte Januar haben die Papiere mehr als 20 Prozent an Wert eingebüßt. Auf Erholungskurs geht auch Rheinmetall: Die Titel gehören mit einem Plus von fast zwei Prozent zu den stärksten Dax.GDAXI-Werten. Sie sind seit Mitte Januar um fast 17 Prozent eingebrochen.
08.03 Uhr - Folgende Aktien werden am Freitag mit einem Dividendenabschlag gehandelt:
Deutsche Unternehmen Angaben in Euro | Schlusskurs | Dividende |
Siemens Healthineers AGSHLG.DE | 42,60 | 1,00 |
07.37 Uhr - Nach dem deutlichen Kursrutsch startet BitcoinBTC= einen Erholungsversuch. Die wichtigste Cyber-Devise steigt in der Spitze um 5,8 Prozent auf 66.750 Dollar - in der Nacht war die Kryptowährung mit 60.008 Dollar noch auf den tiefsten Stand seit Oktober 2024 gefallen. EtherETH=, die zweitgrößte Kryptowährung in Bezug auf die Marktkapitalisierung, notiert zeitweise 6,7 Prozent fester bei 1970 Dollar. Seit Montag hat Bitcoin fast 15 Prozent an Wert verloren, EtherETH= brach um gut 19 Prozent ein. "Für Bitcoin und Co ist und bleibt es eine Handelswoche des Grauens", sagt Timo Emden von Emden Research. "Die Zinsangst schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger, während Sorgen über Liquiditätsknappheit, institutionelle Kapitalabflüsse und eine ausgeprägte Risikoaversion den Markt belasten." Insbesondere über das Wochenende sollten sich Investoren auf weitere Unwägbarkeiten einstellen, warnt der Experte.
07.06 Uhr - Die mit Spannung erwarteten Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran halten die Ölpreise in Schach. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 verteuern sich am Freitag um 1,6 Prozent auf 68,60 beziehungsweise 64,32 Dollar je Fass. Trotz der Einigung auf den Tagungsort Maskat liegen die Vorstellungen über die Themen weit auseinander: Während die Regierung in Teheran lediglich über ihr Atomprogramm verhandeln will, pocht Washington auch auf Gespräche über das iranische Raketenarsenal und die Unterstützung verbündeter Milizen. Angesichts der unterschiedlichen Vorstellungen seien die Anleger nervös, sagt Daniel Hynes, Analyst bei ANZ. Damit dürfte auch die geopolitische Risikoprämie beim Öl erst einmal bestehen bleibe. Investoren fürchten Versorgungsengpässe, da eine Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran die Öllieferungen bnträchtigen könnte. Etwa ein Fünftel des weltweiten Ölverbrauchs wird durch die Straße von Hormus zwischen dem Oman und dem Iran transportiert.
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