
TOP NEWS:
USA/IRAN - Die USA und der Iran wollen in Oman zu Gesprächen zusammenkommen, um eine weitere Eskalation im Nahen Osten zu verhindern. Trotz der Einigung auf den Tagungsort Maskat liegen die Vorstellungen über die Themen weit auseinander: Während die Regierung in Teheran lediglich über ihr Atomprogramm verhandeln will, pocht Washington auch auf Gespräche über das iranische Raketenarsenal und die Unterstützung verbündeter Milizen. An dem Treffen sollen US-Präsident Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, der US-Sondergesandte Steve Witkoff und der iranische Außenminister Abbas Araghtschi teilnehmen.
DEUTSCHLAND/GOLFSTAATEN - Bundeskanzler Friedrich Merz schließt seine dreitägige Reise durch die Golfregion mit einem Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) ab. Dort will der CDU-Politiker die seit 2004 bestehende strategische Partnerschaft vertiefen. Zuvor hatte Merz in Saudi-Arabien und Katar für eine engere Zusammenarbeit bei der Energieversorgung und Rüstungsexporten geworben. Begleitet wird der Kanzler von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation.
DEUTSCHLAND/EXPORTE/PRODUKTION - Wichtige Konjunkturdaten zeigen, wie sich die deutsche Wirtschaft zuletzt geschlagen hat. Experten erwarten mit Blick auf die anstehenden Zahlen zur Produktion sowie zum deutschen Export im Dezember ein gemischtes Bild: So dürfte die Fertigung um 0,3 Prozent heruntergefahren worden sein. Zugleich erwarten Ökonomen, dass die Ausfuhren zum Jahresende um 1,0 Prozent zugelegt haben. Zuletzt hatte die Industrie mit dem größten Anstieg der Aufträge seit zwei Jahren positiv überrascht und die Hoffnung auf eine Trendwende nach langem Abschwung in dem Sektor genährt.
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FIRMEN UND BRANCHEN:
DAX:
BAYERBAYGn.DE - Der Pharma- und Agrarkonzern hat mit seinem Hoffnungsträger Asundexian einen entscheidenden Forschungserfolg erzielt und damit die Hoffnung auf einen künftigen Milliardenumsatzbringer wiederbelebt. In der abschließenden Auswertung einer zulassungsrelevanten Studie verringerte der Gerinnungshemmer bei Patienten, die bereits einen Schlaganfall erlitten hatten, das Risiko eines erneuten ischämischen Schlaganfalls um 26 Prozent im Vergleich zu einem Placebo, ohne das Risiko schwerer Blutungen zu erhöhen. Die auf einer Fachkonferenz in New Orleans vorgestellten Daten konkretisieren die bereits im November gemeldeten vorläufigen positiven Ergebnisse und gelten als zentral für eine mögliche Zulassung.
FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:
AMAZONAMZN.O - Wie die Rivalen Google und MicrosoftMSFT.O legt auch der Online-Händler bei den Investitionen kräftig nach. Sie würden 2026 voraussichtlich um 50 Prozent auf 200 Milliarden Dollar steigen, kündigte Amazon an. Das Geld solle in den Bau neuer Rechenzentren sowie die Entwicklung von KI-Chips und Kommunikationssatelliten fließen, sagte Konzernchef Andy Jassy. Analysten hatten mit Ausgaben von knapp 145 Milliarden Dollar gerechnet.
BYD1211.HK - Die deutsche Vertriebstochter des chinesischen Autokonzerns will die Zahl ihrer Neuzulassungen 2026 im zweiten Anlauf mindestens verdoppeln. "Wir wollen das erreichen, was wir uns schon vergangenes Jahr vorgenommen haben und die Marke von 50.000 knacken", zitierte das "Handelsblatt" BYD-Deutschlandchef Lars Bialkowski. Im vergangenen Jahr kam BYD in Deutschland laut Daten des Kraftfahrtbundesamtes auf 23.306 Neuzulassungen.
UBERUBER.N - Ein Geschworenengericht in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona hat den Fahrdienstleister am Donnerstag (Ortszeit) wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen Fahrer zu einer Zahlung von 8,5 Millionen Dollar verurteilt. Bei dem Fall handelte es sich um das erste von mehr als 3000 ähnlichen Verfahren gegen Uber, die vor einem US-Bundesgericht zusammengefasst wurden. Solche Pilotverfahren, im US-Recht "bellwether" genannt, dienen dazu, rechtliche Argumentationen zu testen und den Wert von Forderungen für mögliche Vergleiche zu bewerten.
TERMINE:
06:00 - Toyota 7203.T reports Q3 earnings
06:30 - Societe Generale SOGN.PA reports full-year earnings
13:00 - Under Armour UAA.N reports Q3 earnings
13:00 - Philip Morris PM.N reports Q4 earnings
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BLICKPUNKT ZENTRALBANKEN UND KONJUNKTUR:
EZB/EUREP - Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre im Fachjargon als Eurep bekannte Liquiditätslinie laut Insidern für weitere Länder öffnen. Damit soll der Zugang erleichtert und die internationale Rolle des Euro gestärkt werden, wie Reuters von mit der Sache vertrauten Personen erfuhr. Die im Detail noch nicht völlig ausgearbeitete Maßnahme soll voraussichtlich im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz nächste Woche bekannt gegeben werden. Die Eurep-Liquiditätslinie steht derzeit nur acht Nachbarländern der Euro-Zone zur Verfügung, darunter EU-Staaten wie Rumänien und Ungarn sowie Nicht-EU-Staaten wie Albanien, Kosovo und Montenegro.
TERMINE:
08:00 - Germany-Trade
08:00 - Germany-Industrial production
08:00 - United Kingdom-House prices
13:00 - BoE Chief Economist Huw Pill gives presentation to businesses after rates decision
14:30 - United States-Employment
18:00 - Federal Reserve's Jefferson speaks on economy at Brookings Institution
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INDIKATOREN:
Local Time | Country | Indicator | Period | Poll | Prior | Unit |
0800 | DE | Industrial Output m/m | Dec | -0.3 | 0.8 | Percent |
0800 | DE | Trade Balance | Dec | 14.1 | 13.1 | Bln EUR |
0900 | CH | Unemployment Rate, adjusted | Jan | 3 | 3.0 | Percent |
1600 | US | Reuters/Uni Michigan Consumer Sentiment, prelimenary | Feb | 56.4 | Index |
Die Prognosen sind Konsensschätzungen einer Reuters-Umfrage.
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BLICKPUNKT POLITIK:
USA/KUBA - Angesichts des wachsenden Drucks der USA will Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel in der kommenden Woche einen Plan zur Bewältigung der akuten Treibstoffknappheit vorstellen. Die Regierung werde Maßnahmen ergreifen, die zwar nicht dauerhaft seien, aber Anstrengungen erforderten, sagte Diaz-Canel in einer Fernsehansprache. Die US-Blockade beeinträchtige den öffentlichen Verkehr, Krankenhäuser, Schulen und die Wirtschaft massiv. Die USA haben unterdessen ihre humanitäre Hilfe für Kuba aufgestockt und zugleich den Druck auf Öllieferanten erhöht. Der stellvertretende kubanische Außenminister Carlos Fernandez de Cossio bezeichnete diesen Schritt als doppelzüngig.
NORWEGEN/JAGLAND/EPSTEIN - Die norwegische Polizeieinheit für Wirtschaftskriminalität (Oekokrim) hat Ermittlungen gegen den ehemaligen Ministerpräsidenten und Vorsitzenden des Nobelkomitees, Thorbjoern Jagland, eingeleitet. Wie die Behörde mitteilte, besteht der Verdacht auf schwere Korruption im Zusammenhang mit dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Grundlage für den Schritt seien Informationen aus neu veröffentlichten Akten zu dem Fall. Ein Anwalt Jaglands begrüßte die Ermittlungen. Sein Mandant werde vollumfänglich kooperieren. Gegen Jagland wurde bislang keine Anklage erhoben.
CHINA/HONGKONG - Das Strafmaß für den Hongkonger Demokratieaktivisten und Medienunternehmer Jimmy Lai soll am 9. Februar verkündet werden. Dies teilte die Justiz der chinesischen Sonderverwaltungsregion am Freitag mit. Dem 78-Jährigen droht eine lebenslange Haftstrafe. Der Gründer der inzwischen geschlossenen pro-demokratischen Zeitung "Apple Daily" war im Dezember wegen Verschwörung mit ausländischen Mächten und der Veröffentlichung aufwieglerischer Schriften schuldig gesprochen worden. Ihm droht nun eine lebenslange Haftstrafe. Lai hatte auf nicht schuldig plädiert.
USA/DEUTSCHLAND - Bundeskanzler Friedrich Merz wird einer Zeitung zufolge Anfang März erneut zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Merz treffe Trump am 3. März im Weißen Haus, berichtete die "Welt". Es wäre der dritte Besuch des Kanzlers in der US-Hauptstadt seit seinem Amtsantritt im Mai 2025.
USA/RUSSLAND - Angesichts des Auslaufens des letzten großen atomaren Abrüstungsvertrags zwischen den USA und Russland dringt die Regierung in Washington auf eine modernisierte Neuauflage. US-Präsident Donald Trump wolle Experten eine neue Version des New-Start-Abkommens ausarbeiten lassen, teilte seine Sprecherin Karoline Leavitt mit. Eine Übergangsvereinbarung für einen Fortbestand der Regeln gebe es nicht.
USA/UNGARN - US-Präsident Donald Trump hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban vor der Parlamentswahl am 12. April seine Unterstützung zugesichert. Orban sei eine "wahrhaft starke und mächtige Führungspersönlichkeit", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hätten dank Orban unter seiner Regierung einen neuen Höhepunkt erreicht.
TERMINE:
German Chancellor Merz holds talks in Abu Dhabi before heading back to Germany
20:00 - Opening ceremony for the Milano-Cortina 2026 Winter Olympic Games
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SNAPSHOT MÄRKTE:
Der Ausverkauf an der Wall Street hat am Freitag auch die asiatischen Börsen erfasst.
DEVISEN
Währungen | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Euro/DollarEUR= | 1,1798 | +0,2% |
Pfund/DollarGBP= | 1,3567 | +0,3% |
Dollar/FrankenCHF= | 0,7764 | -0,2% |
Euro/Franken | 0,9160 | -0,0% |
Dollar/YenJPY= | 156,76 | -0,2% |
Bitcoin/DollarBTC= | 66.345,50 | +5,2% |
Ethereum/DollarETH= | 1.955,84 | +5,9% |
| Kurs um 07:00 Uhr | EZB-Fixing am 5.02.2026 |
Euro/PfundEURGBP= | 0,8693 | 0,8691 |
US-AKTIEN
Schlusskurse der US-Indizesam Donnerstag | Stand | Veränderung in Prozent |
Dow Jones.DJI | 48.908,72 | -1,2% |
Nasdaq.IXIC | 22.540,59 | -1,6% |
S&P 500.SPX | 6.798,40 | -1,2% |
ASIATISCHE AKTIEN
Asiatische Aktienindizes am Freitag | Kurse um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Nikkei.N225 | 54.140,06 | +0,6% |
Topix.TOPX | 3.686,90 | +0,9% |
Shanghai.SSEC | 4.089,37 | +0,3% |
CSI300.CSI300 | 4.670,78 | +0,0% |
Hang Seng.HSI | 26.664,08 | -0,8% |
Kospi.KS11 | 5.084,82 | -1,5% |
EUROPÄISCHE AKTIEN
Schlusskurse europäischer Aktien-Indizes und -Futures am Donnerstag | Stand |
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Dax.GDAXI | 24.491,06 |
|
EuroStoxx50.STOXX50E | 5.925,70 |
|
SMI.SSMI | 13.466,04 |
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Indikationen | Stand |
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Dax bei Lang & SchwarzDAX=LUSG | 24.401,00 |
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Late/Early-Dax.GDAXIL | 24.486,46 |
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SMI-FutureFSMIc1 | 13.379,00 |
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ANLEIHEN
Anleihe-Futures | Stand |
|
Bund-FutureFGBLc1 | 128,36 |
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T-Bond-FutureUSc1 | 115,63 |
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Gilt-FutureFLGc1 | 90,44 |
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Anleihe-Renditen | Stand | Schluss-Rendite am am 5.02.2026 |
10-jährige BundesanleiheDE10YT=RR | 2,844% | 2,843% |
30-jährige BundesanleiheDE30YT=RR | 3,516% | 3,504% |
10-jährige US-AnleiheUS10YT=RR | 4,190% | 4,210% |
30-jährige US-AnleiheUS30YT=RR | 4,851% | 4,863% |
10-jährige brit. AnleiheGB10YT=RR | 4,568% | 4,561% |
30-jährige brit. AnleiheGB30YT=RR | 5,367% | 5,371% |
Zusatzinfo zu den Anleihemärkten unter: [DBT GVD]
ROHSTOFFE
Energie und Metalle | Preise um 07:00 Uhr | Veränderung in Prozent |
Brent-ÖlLCOc1 ($/Barrel) | 68,36 | +1,2% |
WTI-ÖlCLc1 ($/Barrel) | 64,10 | +1,3% |
US-Erdgas ($/MMBTU) | 3,4680 | -1,2% |
GoldXAU= ($/Feinunze) | 4.898,53 | +2,7% |
KupferCMCU3 ($/Tonne) | 12.868,00 | -0,3% |
Zusatzinfo zu den Rohstoffmärkten unter: .CDE
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(Zusammengestellt von den Reuters-Redaktionen in Frankfurt, Berlin und Danzig. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 030 2201 33711 (für Politik und Konjunktur) 030 2201 33702 (für Unternehmen und Märkte)