
04. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
16.50 Uhr - Spekulationen über eine mögliche Zusammenarbeit mit TeslaTSLA.O-Chef Elon Musk haben die Kurse chinesischer Solarunternehmen angetrieben. Der Branchenindex CSI All Share Solar Power Equipment kletterte um 3,6 Prozent. Aktien des Solargiganten Jinko688223.SS gewannen 20 Prozent. Einem Bericht des Finanzportals Sina Finance zufolge besuchen von Musk entsandte Delegationen mehrere Photovoltaik-Firmen im Land. Auch staatliche Medien berichteten von einem Besuch. Mehrere Unternehmen stritten daraufhin ab, eine Kooperation oder andere Vereinbarungen getroffen zu haben. Musk hatte kürzlich Pläne zum Aufbau eigener großer Solarzellen-Kapazitäten in den USA angekündigt.
15.50 Uhr - Eine pessimistische Prognose belastet die Aktien des US-Süßwarenherstellers MondelezMDLZ.O. Die Titel des Herstellers von Marken wie Milka und Toblerone geben an der Wall Street 4,4 Prozent nach. Mondelez rechnet für 2026 mit einem organischen Nettoumsatzwachstum von bis zu zwei Prozent. Analysten hatten im Schnitt ein Wachstum von 3,84 Prozent prognostiziert. Auch die Gewinnprognose des Unternehmens blieb unter den Markterwartungen zurück. "Die Absatzmengen bei Mondelez sind zurückgegangen, während die Preise weiter angezogen haben - ein Zeichen für die Zurückhaltung der Verbraucher und für die Notwendigkeit, die steigenden Kakaopreise auszugleichen", sagte Michael Gunther vom Analysehaus ConsumerEdge.
15.20 Uhr - Hohe Rindfleischkosten und eine schwächelnde Nachfrage setzen der Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill CMG.N zu und schicken die Aktien auf Talfahrt. Die Papiere verlieren im vorbörslichen US-Geschäft 5,7 Prozent, nachdem der Burrito-Anbieter einen stagnierenden Umsatz und Margendruck für 2026 in Aussicht stellte. Der Ausblick sei enttäuschend und spreche dafür, dass die Nachfrage in der Restaurantbranche noch nicht besser geworden sei, sagen die Analysten von Piper Sandler. Die Preise für Rindfleisch sind in den USA rekordhoch, da die Dürre die Viehzüchter dazu zwang, Rinderherden zu verkleinern.
14.00 Uhr - Spekulationen über eine Abschwächung des Emissionshandels in der EU schieben die Aktien von Chemiekonzernen beinahe auf ein Vier-Jahres-Hoch. Der europäische Branchenindex.SX4P gewinnt in der Spitze 3,8 Prozent und notiert damit so hoch wie seit Anfang März 2022 nicht mehr. Anleger hoffen auf sinkende Kosten für die energieintensive Industrie, sollte die EU-Kommission die Vorgaben für das Klimaschutzinstrument lockern.
10.40 Uhr - Ein enttäuschender Auftragseingang hat dem finnischen Industriekonzern WärtsiläWRT1V.HE einen Kursrutsch eingebrockt. Die Aktien des Energie- und Schiffstechnik-Spezialisten verlieren an der Börse in Helsinki rund vier Prozent. Der Auftragseingang im vierten Quartal lag mit 2,22 Milliarden Euro unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von 2,33 Milliarden Euro ausgegangen waren. Als Grund nannte Wärtsilä die Auswirkungen regulatorischer Änderungen, eines starken Wettbewerbs und der neuen US-Zölle auf sein Energiespeichergeschäft. Die Nachfrage in der Sparte dürfte sich jedoch in den kommenden zwölf Monaten verbessern. "Der globale Bedarf an zuverlässiger Energie steigt stark, da sich Industrien elektrifizieren, die Erderwärmung den Kühlbedarf erhöht und Rechenzentren in beispiellosem Tempo wachsen", sagte Konzernchef Hakan Agnevall.
10.25 Uhr - Die jüngsten Übernahmepläne der spanischen Großbank SantanderSAN.MC haben die Anleger nicht überzeugt. Die Aktien geben an der Börse in Madrid um fast vier Prozent nach. Santander will die US-Regionalbank Webster FinancialWBS.N für 12,2 Milliarden Dollar kaufen und damit in den Kreis der zehn größten Geschäftsbanken in den USA aufsteigen. Das spanische Geldhaus ist seit dem Erwerb der Sovereign Bank im Jahr 2005 auf dem US-Markt aktiv und gehört dort bereits zu den größten Autofinanzierern. Die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley stuften Santander nach der Ankündigung dennoch auf "Equal-Weight" nach zuvor "Overweight" herab. Die Übernahme von Webster dürfte demnach "kaum den Vertrauensvorschuss für eine erfolgreiche Integration in den USA erhalten". Zugleich bezeichnete Morgan Stanley Santanders Prognose für Kostensynergien von 800 Millionen Dollar als "ambitioniert".
09.25 Uhr - Die unerwartet schwache Prognose für das laufende Jahr schickt die Aktien von Novo NordiskNOVOb.CO auf Talfahrt. Die Papiere des dänischen Pharmakonzerns rauschen um bis zu 19,5 Prozent nach unten. Für 2026 rechnet der Hersteller der Abnehmspritze Wegovy mit einem Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn von fünf bis 13 Prozent. Die Prognose liege unter den Konsensschätzungen, im Mittel rund acht Prozent darunter beim Umsatz und neun Prozent darunter beim bereinigten Betriebsgewinn, kommentierten die Analysten von JP Morgan. Dies deute auf einen stärkeren Druck auf das US-Geschäft hin als erwartet.
08.40 Uhr - Ein schwacher Ausblick für das laufende Geschäftsjahr lässt die Aktien des Halbleiterausrüsters PVA TeplaTPEG.DE abrutschen. Die Titel brechen im Frankfurter Frühhandel um knapp zehn Prozent ein. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einem Umsatz von 255 bis 275 Millionen Euro und mit einem Ebitda zwischen 26 und 31 Millionen Euro. "Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 liegt deutlich unter den Schätzungen, trotz eines soliden Auftragseingangs, was die Aktien belasten dürfte", sagt ein Händler.
08.00 Uhr - Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran lassen Anleger erneut bei GoldXAU= zugreifen. Eine Feinunze verteuert sich um rund drei Prozent auf bis zu 5090 Dollar. "Gold ist wieder über die wichtige Marke von 5000 Dollar geklettert, da die geopolitischen Spannungen nach dem Abschuss einer iranischen Drohne durch US-Streitkräfte die Attraktivität des Metalls als sicherer Hafen erhöht haben", sagt Jigar Trivedi, Analyst bei IndusInd Securities. Das US-Militär hatte am Dienstag eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Nach dem jüngsten Ausverkauf hatte Gold am Vortag mit einem Plus von 5,9 Prozent den größten Tagesgewinn seit 2008 verzeichnet. Auch andere Edelmetalle legen zu. SilberXAG= verteuert sich in der Spitze um 5,6 Prozent auf 89,90 Dollar.
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