
04. Feb (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.25 Uhr - Die jüngsten Übernahmepläne der spanischen Großbank SantanderSAN.MC haben die Anleger nicht überzeugt. Die Aktien geben an der Börse in Madrid um fast vier Prozent nach. Santander will die US-Regionalbank Webster FinancialWBS.N für 12,2 Milliarden Dollar kaufen und damit in den Kreis der zehn größten Geschäftsbanken in den USA aufsteigen. Das spanische Geldhaus ist seit dem Erwerb der Sovereign Bank im Jahr 2005 auf dem US-Markt aktiv und gehört dort bereits zu den größten Autofinanzierern. Die Experten der US-Investmentbank Morgan Stanley stuften Santander nach der Ankündigung dennoch auf "Equal-Weight" nach zuvor "Overweight" herab. Die Übernahme von Webster dürfte demnach "kaum den Vertrauensvorschuss für eine erfolgreiche Integration in den USA erhalten". Zugleich bezeichnete Morgan Stanley Santanders Prognose für Kostensynergien von 800 Millionen Dollar als "ambitioniert".
09.25 Uhr - Die unerwartet schwache Prognose für das laufende Jahr schickt die Aktien von Novo NordiskNOVOb.CO auf Talfahrt. Die Papiere des dänischen Pharmakonzerns rauschen um bis zu 19,5 Prozent nach unten. Für 2026 rechnet der Hersteller der Abnehmspritze Wegovy mit einem Rückgang bei Umsatz und Betriebsgewinn von fünf bis 13 Prozent. Die Prognose liege unter den Konsensschätzungen, im Mittel rund acht Prozent darunter beim Umsatz und neun Prozent darunter beim bereinigten Betriebsgewinn, kommentierten die Analysten von JP Morgan. Dies deute auf einen stärkeren Druck auf das US-Geschäft hin als erwartet.
08.40 Uhr - Ein schwacher Ausblick für das laufende Geschäftsjahr lässt die Aktien des Halbleiterausrüsters PVA TeplaTPEG.DE abrutschen. Die Titel brechen im Frankfurter Frühhandel um knapp zehn Prozent ein. Das Unternehmen rechnet für 2026 mit einem Umsatz von 255 bis 275 Millionen Euro und mit einem Ebitda zwischen 26 und 31 Millionen Euro. "Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 liegt deutlich unter den Schätzungen, trotz eines soliden Auftragseingangs, was die Aktien belasten dürfte", sagt ein Händler.
08.00 Uhr - Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran lassen Anleger erneut bei GoldXAU= zugreifen. Eine Feinunze verteuert sich um rund drei Prozent auf bis zu 5090 Dollar. "Gold ist wieder über die wichtige Marke von 5000 Dollar geklettert, da die geopolitischen Spannungen nach dem Abschuss einer iranischen Drohne durch US-Streitkräfte die Attraktivität des Metalls als sicherer Hafen erhöht haben", sagt Jigar Trivedi, Analyst bei IndusInd Securities. Das US-Militär hatte am Dienstag eine iranische Drohne im Arabischen Meer abgeschossen. Nach dem jüngsten Ausverkauf hatte Gold am Vortag mit einem Plus von 5,9 Prozent den größten Tagesgewinn seit 2008 verzeichnet. Auch andere Edelmetalle legen zu. SilberXAG= verteuert sich in der Spitze um 5,6 Prozent auf 89,90 Dollar.
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