
03. Feb (Reuters) - Das Aluminiumverpackungsunternehmen Ball Corp BALL.N hat am Dienstag die Schätzungen der Analysten für Umsatz und Gewinn im vierten Quartal übertroffen, was auf die starke Nachfrage nach seinen wiederverwertbaren Bechern und Flaschen seitens der Konsumgüterhersteller zurückzuführen ist.
Ball Corp liefert Verpackungen an große Lebensmittel- und Getränkehersteller in ganz Nordamerika, darunter auch den Konservenhersteller Del Monte, und prognostizierte für 2026 ein Gewinnwachstum von mehr als 10 Prozent. Die Aktien des Unternehmens stiegen im vorbörslichen Handel um etwa 3 Prozent.
Da die Verbraucher mit dem Inflationsdruck zu kämpfen haben, verlegen sich viele auf günstigere, zu Hause zubereitete Mahlzeiten, was die Nachfrage nach Konserven ankurbelt und den Verpackungsumsatz von Unternehmen wie Ball Corp. unterstützt.
Gleichzeitig profitiert die Ball Corp. weiterhin von den wachsenden Nachhaltigkeitstrends, da ihre Aluminiumbecher und -flaschen bei Kunden, die umweltfreundliche Alternativen zu Plastik und verzinntem Stahl suchen, immer beliebter werden.
Das Unternehmen meldete einen Anstieg der weltweiten Aluminiumverpackungslieferungen um 6 Prozent im Berichtsquartal, verglichen mit einem Anstieg von 3,9 Prozent in den vorangegangenen drei Monaten.
Der Umsatz mit Getränkeverpackungen in Nord- und Mittelamerika belief sich auf 1,57 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 1,29 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Ball Corp. hatte im November erklärt, dass die direkten Auswirkungen der US-Stahl- und Aluminiumzölle überschaubar bleiben (link), unterstützt durch eine lokale Beschaffungsstrategie.
Im Dezember stimmte das Unternehmen dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der Getränkedosenproduktion von Benepack in Europa für rund 184 Millionen Euro zu, um seine regionale Präsenz zu stärken.
Ball Corp meldete für das vierte Quartal einen Nettoumsatz von 3,35 Milliarden US-Dollar, der damit über der durchschnittlichen Schätzung der Analysten von 3,11 Milliarden US-Dollar lag, wie aus den von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht.
Das Unternehmen erzielte in den drei Monaten bis zum 31. Dezember einen bereinigten Gewinn von 91 Cents pro Aktie und lag damit über der Schätzung von 89 Cents.
(1 Dollar = 0,8478 Euro)