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BÖRSEN-TICKER-KI-Weltengenerator von Google setzt Spieleentwickler unter Druck

ReutersJan 30, 2026 7:27 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

20.20 Uhr - Googles jüngster Vorstoß im Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) lässt die Aktien der US-Spieleentwickler einbrechen. Die Titel von Unity SoftwareU.N, RobloxRBLX.N und Take-Two InteractiveTTWO.O verlieren zwischen fast zehn und mehr als 20 Prozent. Die AlphabetGOOGL.O-Tochter Google hat mit "Project Genie" ein KI-Werkzeug veröffentlicht, mit dem Nutzer interaktive virtuelle Welten erzeugen können. "Im Gegensatz zu erkundbaren Erlebnissen in statischen 3D-Momentaufnahmen erzeugt Genie 3 den Weg nach vorne in Echtzeit, während man sich bewegt und mit der Welt interagiert", teilte Google mit. Dies könne die Art und Weise grundlegend verändern, wie Videospiele seit mehr als einem Jahrzehnt entwickelt werden, sagte Joost van Dreunen, Spieleexperte an der NYU Stern School of Business. "Wir werden eine echte Transformation sehen, sobald KI-basiertes Design beginnt, Erlebnisse zu schaffen, die wirklich eigenständig sind, statt lediglich traditionelle Arbeitsabläufe zu beschleunigen."

13.12 Uhr - Nach der Nominierung von Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der US-Notenbank Fed grenzen die US-Aktienindex-Futures ihre Verluste leicht ein. Die Wall Street dürfte knapp im Minus starten. Die Amtszeit des bisherigen Fed-Chefs Jerome Powell läuft im Mai aus. Trump hat ihn immer wieder scharf kritisiert und vergeblich zu kräftigen Zinssenkungen gedrängt. Der 55-jährige Ökonom Warsh hat sich in jüngster Zeit hinter die Forderungen des Präsidenten gestellt.

11.07 Uhr - Der Preisrutsch bei den Edelmetallen beschleunigt sich. SilberXAG= fällt unter die erst vor einer Woche überwundene 100-Dollar-Marke und verliert in der Spitze 17,4 Prozent auf 95,88 Dollar je Feinunze. GoldXAU= verbilligt sich um bis zu 8,1 Prozent auf 4958 Dollar je Feinunze. Erst am Montag hatte der Preis für das Edelmetall die 5000-Dollar-Marke überschritten und war zuletzt bis auf 5594,82 Dollar je Feinunze gestiegen. Spekulationen auf einen restriktiveren Fed-Chef als gedacht nach dem Ausscheiden von Jerome Powell im Mai und die leichte Erholung des Dollar.DXY setzen den Edelmetallen nach der jüngsten Rekordrally zu.

10.50 Uhr - Gewinnmitnahmen machen dem KupferpreisCMCU3 zu schaffen. Das Industriemetall verbilligt sich um knapp vier Prozent auf 13.083 Dollar je Tonne. Am Donnerstag hatte Kupfer mit 14.527,50 Dollar noch auf einem Rekordhoch notiert. Zusätzlich befeuert wird der Verkauf durch die wieder etwas festere US-Währung.DXY, die in Dollar gehandelte Rohstoffe für Inhaber anderer Währungen teurer macht. Der Dollar-Index klettert am Freitag um bis zu 0,5 Prozent auf 96,74 Punkte - am Dienstag war er noch auf ein Vier-Jahres-Tief von 95,551 Zähler gefallen.

09.35 Uhr - Nach einem positiven Analystenkommentar setzen sich die Aktien von Auto1AG1G.DE an die MDax.MDAXI-Spitze. Die Titel des Online-Gebrauchtwagenhändlers steigen bis zu 6,5 Prozent auf 29,28 Euro und machen damit ihre Vortagesverluste mehr als wett. Die Analysten von JP Morgan sehen weiteres Wachstumspotenzial und erhöhen ihre Ebitda-Schätzungen für 2026 und 2027 um zehn beziehungsweise neun Prozent. Sie setzten die Titel bis zur Vorlage der Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 am 26. Februar auf ihre "Positive Catalyst Watch" und erhöhten das Kursziel auf 50 (42) Euro.

07.25 Uhr - Nach den zuletzt deutlichen Verlusten kann die US-Währung etwas Boden gut machen. Der Dollar-Index.DXY, der zu Wochenbeginn noch auf ein Vier-Jahres-Tief gefallen war, gewinnt bis zu 0,5 Prozent auf 96,74 Punkte. Der EuroEUR= gibt 0,4 Prozent auf 1,1924 Dollar nach. Gestützt wird der Greenback durch die Erwartung einer baldigen Klarheit über den Kandidaten für den Vorsitz der US-Notenbank Fed. Präsident Donald Trump kündigte an, am Freitag seinen Kandidaten für die Nachfolge von Fed-Chef Jerome Powell zu benennen. Der frühere Notenbank-Gouverneur Kevin Warsh hat sich offenbar als Favorit herauskristallisiert. Auf der Liste stehen vier Personen. Alle befürworten niedrigere Zinsen, was Trump zur Bedingung gemacht hatte. Warsh werde scheinbar als Kandidat eingeschätzt, dem es möglicherweise gelingen könnte, die Unabhängigkeit der Fed zu bewahren, schreibt Commerzbank-Analyst Michael Pfister. Zusätzlichen Auftrieb erhält der Dollar von der Einigung im US-Haushaltsstreit. Trump bestätigte am Donnerstag (Ortszeit) eine entsprechende Vereinbarung zwischen Republikanern und Demokraten im Senat.

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