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HANDELSTAG-Volatilitätsschub, Tech-Wrack

ReutersJan 29, 2026 10:00 PM

- von Jamie McGeever

- Volatilität durchzog die Weltmärkte am Donnerstag, als Befürchtungen über einen US-Schlag gegen den Iran (link) und die Gefahr eines weiteren Stillstands der US-Regierung (link) Öl und Metalle erschütterten, während die Angst vor einer KI-Blase (link) die Tech-Aktien belastete und den Nasdaq und den S&P 500 (link) ins Minus drückte.

Mehr dazu weiter unten. In meiner heutigen Kolumne befasse ich mich mit der Pressekonferenz von Jerome Powell, dem Vorsitzenden der Federal Reserve, am Mittwoch, und warum es aufschlussreich war, was er zur Unabhängigkeit der Fed (link) nicht gesagt hat, und nicht, was er zur Wirtschaft gesagt hat.

Wenn Sie mehr Zeit zum Lesen haben, empfehle ich Ihnen hier einige Artikel, die Ihnen helfen, die heutigen Ereignisse an den Märkten zu verstehen.

  1. Trump erwägt Iran-Schläge, um erneute Proteste zu provozieren, sagen Insider (link)

  2. US-Handelsdefizit steigt im November so stark wie seit fast 34 Jahren nicht mehr (link)

  3. Trump und Demokraten versuchen, den Stillstand der Wirtschaft abzuwenden, nachdem das Finanzierungsgesetz im Senat gescheitert ist (link)

  4. Die Ergebnisse der großen Technologieunternehmen zeigen, dass die Anleger nach den Gewinnen aus den hohen KI-Ausgaben verlangen (link)

  5. Europas Euro-Sorgen spiegeln das Dilemma des US-Dollars wider..: Mike Dolan (link)

Die wichtigsten Marktbewegungen von heute

  • STOCKS: Wall Street fällt, Nasdaq -0,7%. Indonesien (link) -10% zu einem Zeitpunkt, bevor er seine Verluste eindämmt, der deutsche DAX (link) -2%.

  • SEKTOREN/AKTIEN: US-Technologiewerte geben um 2% nach, aber Kommunikationssoftware +3%. SAP -15%, Microsoft (link) -10%. Apple +4% im nachbörslichen Handel nach den Q4-Ergebnissen.

  • DEVISEN: Dollar (link) wieder in der Defensive, Bitcoin -6%.

  • ANLEIHEN: Die Renditen von Staatsanleihen sinken um 2-3 Basispunkte, die Kurve wird steiler.

  • ROHSTOFFE/METALLE: Öl (link) steigt um bis zu 5%. Gold und Silber erreichen neue Höchststände, schließen dann niedriger. Kupfer (link) ebenfalls auf Rekordhoch.

Die Gesprächspunkte von heute

Öl im Höhenflug

Der Ölpreis schießt in die Höhe, angetrieben von erneuten geopolitischen Risikosorgen, insbesondere den Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die Rohölsorte Brent überschritt am Donnerstag zum ersten Mal seit Juli die Marke von 70 Dollar pro Barrel, WTI-Rohöl erreichte den höchsten Stand seit September.

Anhaltend hohe Energiepreise werden den politischen Entscheidungsträgern Sorgen bereiten. Die jährlichen Ölpreisveränderungen sind seit 2024 disinflationär und lagen zu Beginn dieses Jahres bei -25 Prozent. Jetzt sind es -5 Prozent. Da die Erschwinglichkeitskrise bei den Zwischenwahlen in den USA ein wichtiges Thema sein dürfte, könnte auch Präsident Donald Trump nervös werden.

Volatilität schürt Verwerfungen

Der Handel am Donnerstag war durch starke Kursschwankungen in allen Anlageklassen gekennzeichnet, wobei die Ausschläge an den Rohstoffmärkten besonders extrem waren. Gold, Silber und Kupfer stiegen auf neue Höchststände, brachen dann aber wieder ein - Gold und Silber schlossen den Tag niedriger.

Sie scheinen unter dem Gewicht der spekulativen Exzesse zu leiden, die in letzter Zeit zu ihren atemberaubenden Kursgewinnen geführt haben, insbesondere der Edelmetallsektor. Volatilität und Preisverwerfungen haben sich in dieser Woche auch auf den Dollar und die Devisenmärkte ausgewirkt. Die Stimmung an den Aktienmärkten ist nicht immun.

Tech-Wrack

Beginnt die KI-Blase zu platzen? Die Aktien einiger der weltweit größten Technologieunternehmen stürzten am Donnerstag ab, da sich die Anleger Sorgen machten, ob die Hunderte von Milliarden, die in die künstliche Intelligenz investiert werden, angemessene Erträge abwerfen werden. Microsoft und SAP verzeichneten zweistellige Verluste.

Wie die Analysten der Carlyle Group anmerken, zeigt die Geschichte der transformativen Technologie, dass die KI-Blase entweder abflauen oder platzen wird. Aber das ist Teil des Prozesses, so dass ein gewisser Schmerz vorprogrammiert ist. "Die Quintessenz ist, dass Blasen für technologische Revolutionen endemisch sind"

Was könnte die Märkte morgen bewegen?

  • Japan: Einzelhandelsumsätze (Dezember)

  • Japanische Industrieproduktion (Dezember)

  • Japan Tokio Inflation (Januar)

  • Taiwan BIP (Q4, vorläufiges Ergebnis)

  • BIP der Eurozone (Q4, Flash)

  • Deutschland Arbeitslosigkeit (Januar)

  • Inflation in Deutschland (Januar, flash)

  • Inflation der Erzeugerpreise in den USA (Dezember)

  • US Chicago PMI (Januar)

  • U.S.-Gewinnzahlen, u.a. Exxon Mobil, Chevron, American Express, Verizon

  • Atlanta Fed Präsident Alberto Musalem spricht

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