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BÖRSEN-TICKER-Zollwarnung von Vans- und Timberland-Mutter VF vergrault Anleger

ReutersJan 28, 2026 4:14 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

16.55 Uhr - Pessimistische Aussagen von VF CorpVFC.N zum Thema Zolleffekte vergraulen die Anleger. Die Aktien rutschen um mehr als acht Prozent ab. Der Bekleidungskonzern mit Marken wie Vans, North Face und Timberland hatte eigentlich eine überraschend optimistische Umsatzprognose für das laufende Quartal abgegeben. Allerdings äußerte die Konzernleitung anschließend, dass die Zölle "gerade erst anfangen, das Geschäft zu treffen". VF hatte bereits mehrere Schritte unternommen, um die Auswirkungen der Zölle abzumildern, darunter die Erhöhung der Produktion und des Versands sowie vereinzelte Preisanpassungen. 85 Prozent der Produkte für den US-Markt werden in Südostasien sowie Mittel- und Südamerika hergestellt.

Wegen der hohen Nachfrage nach den Marken North Face und Timberland rechne der Vorstand für das vierte Geschäftsquartal mit einem Umsatz, der stagniert oder um bis zu zwei Prozent zulegt, teilte VF am Mittwoch mit. Analysten hatten derweil einen Rückgang von 2,6 Prozent prognostiziert. Im abgelaufenen dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26, das das Weihnachtsgeschäft umfasst, steigerte der Mutterkonzern den Umsatz auf 2,88 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen von 2,76 Milliarden. Die Erlöse mit North Face und Timberland wuchsen dabei um jeweils acht Prozent.

15.40 Uhr - Das US-Börsenbarometer S&P 500.SPX erreicht einen weiteren Meilenstein und steigt erstmals über 7000 Punkte. Der Index legt zur Eröffnung an der Wall Street um 0,3 Prozent auf bis zu 7002,28 Zähler zu. Für Rückenwind am US-Aktienmarkt sorgen festere Chip-Aktien, die nach ermutigenden Zahlen von ASMLASML.AS in die Depots der Anleger wandern. Zudem hoffen Börsianer auf positive Zahlen bei den anstehenden Big-Tech-Bilanzen.

15.15 Uhr - Eine Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA zu einem Augenimplantat treibt die Aktien von GlaukosGKOS.N an. Die Papiere des Medizintechnik-Unternehmens legen im vorbörslichen US-Geschäft um vier Prozent zu. Dem Unternehmen zufolge erlaubt die FDA Ärzten künftig, das Implantat "iDose TR" nach Gebrauch zu entfernen und durch ein neues zu ersetzen. Das Implantat gibt ein Medikament gegen den Grünen Star (Glaukom) ab, um den Augeninnendruck zu senken.

15.00 Uhr - Ein überraschend starker Ausblick für das dritte Quartal treibt die Aktien von SeagateSTX.O an. Die Papiere des Festplattenherstellers legen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als zehn Prozent zu. Im Sog dessen gewinnen auch die Papiere des Konkurrenten Western DigitalWDC.O mehr als acht Prozent. Seagate-Chef Dave Mosley zufolge treibt die Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Anwendungen das Geschäft an.

14.10 Uhr - Die anhaltende Dollar.DXY-Schwäche hat dem GoldpreisXAU= einen neuen Meilenstein beschert. Das Edelmetall verteuert sich um bis zu 2,4 Prozent auf 5311,31 Dollar je Feinunze und liegt damit erstmals über 5300 Dollar. Ein schwacher Greenback macht in Dollar gehandelte Rohstoffe billiger und steigert dadurch die Nachfrage. Erst am Montag hatte der Goldpreis die historische 5000-Dollar-Marke geknackt. Laut den Analysten der Deutschen Bank ist es denkbar, dass Gold 2026 über 6000 Dollar steigt. Im vergangenen Jahr verteuerte sich das Edelmetall um rund 65 Prozent, zum Jahreswechsel nahm die Rally weiter Fahrt auf. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei SilberXAG=, PlatinXPT= und PalladiumXPD=. Experten führen den Run auf Edelmetalle unter anderem auf geopolitische Konfliktherde, Käufe der Zentralbanken und Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed zurück.

12.15 Uhr - Der Ausverkauf beim Dollar hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Der Dollar-Index.DXY, der die Währung zu anderen wichtigen Devisen misst, gibt bis zu 0,4 Prozent auf 95,86 Punkte nach. "Vergangene Woche, als es den Anschein hatte, dass Anleger den USA insgesamt den Rücken kehrten, gerieten auch Aktien und Staatsanleihen unter Druck. Jetzt ist es eher eine Dollar-Geschichte", sagt Nordea-Chefanalyst Jan von Gerich. Am Donnerstagabend hatten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump den Dollar auf den tiefsten Stand seit Anfang 2022 gedrückt. "Dem Dollar geht es großartig", sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, ob der Dollar zuletzt zu stark gefallen sei. "Häufig stemmen sich Politiker gegen abrupte Währungsbewegungen. Wenn der Präsident Gleichgültigkeit signalisiert oder die Bewegung sogar gutheißt, ermutigt das Dollar-Verkäufer, weiter Druck zu machen", erläutert Steve Englander, Chefstratege bei Standard Chartered.

12.00 Uhr - Ein Gewinnrückgang beim französischen Luxusgüterkonzern LVMHLVMH.PA setzt die gesamte Luxusbranche unter Druck. Die Aktien der Dachgesellschaft von Marken wie Louis Vuitton und Tiffany fallen an der Börse in Paris um fast sieben Prozent. Rivalen wie KeringPRTP.PA, Salvatore FerragamoSFER.MI, HermesHRMS.PA, MonclerMONC.MI und Brunello CucinelliBCU.MI verlieren in deren Sog zwischen 1,5 und fünf Prozent. LVMH setzte im vierten Quartal zwar mehr um als von Analysten erwartet. Der operative Gewinn für das Gesamtjahr sank jedoch um neun Prozent. Die Margen wurden unter anderem durch Währungseffekte, US-Zölle auf Alkoholexporte und den rekordhohen Goldpreis belastet. Konzernchef Bernard Arnault schlug zugleich einen vorsichtigen Ton an: Angesichts der anhaltenden geopolitischen Krisen und der wirtschaftlichen Unsicherheit gebe es "allen Grund zur Vorsicht". "Wenn sich der zentrale Taktgeber am Markt vorsichtig zeigt, wirft das natürlich einen Schatten auf den gesamten Sektor", kommentiert Barclays-Analystin Carole Madjo.

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