
Frankfurt, 28. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
15.15 Uhr - Eine Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA zu einem Augenimplantat treibt die Aktien von GlaukosGKOS.N an. Die Papiere des Medizintechnik-Unternehmens legen im vorbörslichen US-Geschäft um vier Prozent zu. Dem Unternehmen zufolge erlaubt die FDA Ärzten künftig, das Implantat "iDose TR" nach Gebrauch zu entfernen und durch ein neues zu ersetzen. Das Implantat gibt ein Medikament gegen den Grünen Star (Glaukom) ab, um den Augeninnendruck zu senken.
15.00 Uhr - Ein überraschend starker Ausblick für das dritte Quartal treibt die Aktien von SeagateSTX.O an. Die Papiere des Festplattenherstellers legen im vorbörslichen US-Geschäft um mehr als zehn Prozent zu. Im Sog dessen gewinnen auch die Papiere des Konkurrenten Western DigitalWDC.O mehr als acht Prozent. Seagate-Chef Dave Mosley zufolge treibt die Nachfrage nach Speicherlösungen für KI-Anwendungen das Geschäft an.
14.10 Uhr - Die anhaltende Dollar.DXY-Schwäche hat dem GoldpreisXAU= einen neuen Meilenstein beschert. Das Edelmetall verteuert sich um bis zu 2,4 Prozent auf 5311,31 Dollar je Feinunze und liegt damit erstmals über 5300 Dollar. Ein schwacher Greenback macht in Dollar gehandelte Rohstoffe billiger und steigert dadurch die Nachfrage. Erst am Montag hatte der Goldpreis die historische 5000-Dollar-Marke geknackt. Laut den Analysten der Deutschen Bank ist es denkbar, dass Gold 2026 über 6000 Dollar steigt. Im vergangenen Jahr verteuerte sich das Edelmetall um rund 65 Prozent, zum Jahreswechsel nahm die Rally weiter Fahrt auf. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei SilberXAG=, PlatinXPT= und PalladiumXPD=. Experten führen den Run auf Edelmetalle unter anderem auf geopolitische Konfliktherde, Käufe der Zentralbanken und Spekulationen auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank Fed zurück.
12.15 Uhr - Der Ausverkauf beim Dollar hat sich am Mittwoch fortgesetzt. Der Dollar-Index.DXY, der die Währung zu anderen wichtigen Devisen misst, gibt bis zu 0,4 Prozent auf 95,86 Punkte nach. "Vergangene Woche, als es den Anschein hatte, dass Anleger den USA insgesamt den Rücken kehrten, gerieten auch Aktien und Staatsanleihen unter Druck. Jetzt ist es eher eine Dollar-Geschichte", sagt Nordea-Chefanalyst Jan von Gerich. Am Donnerstagabend hatten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump den Dollar auf den tiefsten Stand seit Anfang 2022 gedrückt. "Dem Dollar geht es großartig", sagte Trump auf die Frage eines Journalisten, ob der Dollar zuletzt zu stark gefallen sei. "Häufig stemmen sich Politiker gegen abrupte Währungsbewegungen. Wenn der Präsident Gleichgültigkeit signalisiert oder die Bewegung sogar gutheißt, ermutigt das Dollar-Verkäufer, weiter Druck zu machen", erläutert Steve Englander, Chefstratege bei Standard Chartered.
12.00 Uhr - Ein Gewinnrückgang beim französischen Luxusgüterkonzern LVMHLVMH.PA setzt die gesamte Luxusbranche unter Druck. Die Aktien der Dachgesellschaft von Marken wie Louis Vuitton und Tiffany fallen an der Börse in Paris um fast sieben Prozent. Rivalen wie KeringPRTP.PA, Salvatore FerragamoSFER.MI, HermesHRMS.PA, MonclerMONC.MI und Brunello CucinelliBCU.MI verlieren in deren Sog zwischen 1,5 und fünf Prozent. LVMH setzte im vierten Quartal zwar mehr um als von Analysten erwartet. Der operative Gewinn für das Gesamtjahr sank jedoch um neun Prozent. Die Margen wurden unter anderem durch Währungseffekte, US-Zölle auf Alkoholexporte und den rekordhohen Goldpreis belastet. Konzernchef Bernard Arnault schlug zugleich einen vorsichtigen Ton an: Angesichts der anhaltenden geopolitischen Krisen und der wirtschaftlichen Unsicherheit gebe es "allen Grund zur Vorsicht". "Wenn sich der zentrale Taktgeber am Markt vorsichtig zeigt, wirft das natürlich einen Schatten auf den gesamten Sektor", kommentiert Barclays-Analystin Carole Madjo.
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