
Frankfurt, 23. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
10.50 Uhr - Ein plötzlicher Kursanstieg der japanischen Landeswährung gegenüber dem Dollar hat Spekulationen über eine mögliche Währungsintervention ausgelöst. Der Dollar fiel am Morgen um bis zu 0,6 Prozent auf 157,41 YenJPY=, nachdem er zuvor 0,5 Prozent fester notiert hatte. Aktuell notiert der Dollar 0,2 Prozent schwächer bei 158,02 Yen. Laut Händlern an Devisenterminals in Singapur wurde die Bewegung möglicherweise dadurch ausgelöst, dass die japanischen Behörden die Devisenkurse bei den Banken überprüften. Der japanische Finanzminister Satsuki Katayama lehnte es ab, auf Gerüchte über mögliche Zinssatzüberprüfungen zu antworten, sagte aber, dass die Behörden den Devisenmarkt mit hoher Priorität beobachteten. Seit Sanae Takaichi im Oktober Ministerpräsidentin wurde, steht der Yen unter Druck. Er ist um gut fünf Prozent Prozent gefallen. Die japanische Notenbank ließ die Leitzinsen nach einer Anhebung im Dezember am Freitag unverändert.
10.31 Uhr - Die Aktien von AdidasADSGn.DE finden sich zum Wochenschluss mit einem Abschlag von 2,5 Prozent am Dax.GDAXI-Ende wieder. Die Analysten von RBC haben den deutschen Sportartikelhersteller auf "Sector Perform" von "Outperform" heruntergenommen. Das Brokerhaus erwartet, dass die bevorstehende Prognose von Adidas für das Geschäftsjahr 2026 konservativ ausfallen wird. Die Papiere von PumaPUMG.DE notieren im MDax.MDAXI 2,3 Prozent schwächer.
10.20 Uhr - Anleger folgen einer Kaufempfehlung der UBS und greifen bei Siemens EnergyENR1n.DE zu. Die Aktien stehen mit einem Plus von mehr als zwei Prozent an der Dax.GDAXI-Spitze. Die Analysten setzten die Titel hoch auf "Buy" von "Sell".
09.50 Uhr - Ein Ergebniseinbruch 2025 und die Verfehlung der eigenen Prognose macht den Aktien von BASFBASFn.DE zu schaffen. Die Titel geben im Dax.GDAXI bis zu 2,4 Prozent nach und gehören damit zu den schwächsten Werten. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) bei BASF fiel 2025 auf 6,6 Milliarden Euro nach 7,2 Milliarden im Vorjahr - ohne das an den Finanzinvestor Carlyle verkaufte Coatingsgeschäft. Analysten hatten im Schnitt 6,7 Milliarden Euro erwartet. BASF selbst war zuletzt von einem Ergebnis am unteren Ende der Prognosespanne von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro ausgegangen. Die Zahlen zeigten Licht und Schatten, sagt ein Händler. Beim Free Cashflow übertraf der Ludwigshafener Chemieriese die Erwartungen deutlich.
07.45 Uhr - Das schwindende Vertrauen in US-Anlagen treibt die Edelmetallpreise am Freitag auf neue Rekordstände. GoldXAU= verteuert sich in der Spitze um 0,6 Prozent auf 4967,03 Dollar je Feinunze, die psychologisch wichtige 5000-Dollar-Marke ist damit in Reichweite. Der Preis für SilberXAG= steht mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 99,37 Dollar je Feinunze kurz vor der 100-Dollar-Marke. PlatinXPT= notiert um bis zu 2,1 Prozent höher bei 2684,43 Dollar je Feinunze. Das Vertrauen in die USA und deren Vermögenswerte sei erschüttert und das treibe das Kapital in Edelmetalle, sagt Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com. Die unberechenbare US-Außen- und Handelspolitik wie auch die mögliche Aushöhlung der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed durch US-Präsident Donald Trump haben viele Investoren in den vergangenen Monaten verunsichert. Der Dollar-Index.DXY ist seit Anfang 2025 um mehr als neun Prozent gefallen. Dadurch werden die in US-Dollar gehandelten Metalle für ausländische Käufer günstiger.
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