
Frankfurt, 20. Jan (Reuters) - Die jüngsten Entwicklungen im US-Streit um Grönland haben an der Wall Street einen Ausverkauf ausgelöst. Der Dow-Jones-Index.DJI der Standardwerte notierte zum Eröffnung am ersten Handelstag nach dem Feiertag Martin Luther King Day rund 1,5 Prozent tiefer bei 48.694 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500.SPX und der Index der Technologiebörse Nasdaq.IXIC verloren in etwa genauso viel auf 6846 und 23.130 Zähler.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag damit gedroht, weitere Zölle gegen acht europäische Staaten zu verhängen, bis den USA der Kauf Grönlands gestattet wird. "Die Schlagzeilen sorgen für Verunsicherung über die weitere Entwicklung", sagte David Lundgren, Chefstratege bei der Investmentfirma Little Harbor Advisors. "Zudem sehen wir eine breitere Umschichtung weg von den Magnificent Seven hin zu Neben- und Mittelwerten, und möglicherweise auch eine stärkere Abkehr vom US-Markt hin zu bislang schwächer gelaufenen Auslandsmärkten."
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem NovavaxNVAX.O. Die Titel des Impfstoffherstellers rückten nach der Ankündigung eines Lizenzdeals mit dem Pharmariesen PfizerPFE.N um knapp drei Prozent vor.
Gefragt waren auch die Papiere von NetflixNFLX.O, die um rund 1,5 Prozent zulegten. Wenige Stunden vor Bekanntgabe seiner Geschäftszahlen hat der Streamingdienst ein überarbeitetes Übernahmeangebot für den Rivalen Warner Bros DiscoveryWBD.O vorgelegt.
Um gut vier Prozent nach unten ging es hingegen für den Mischkonzern 3MMMM.N. Der Hersteller von Klebeband, Post-it-Notizzetteln und Elektrowerkzeugen hat eine pessimistische Prognose für 2026 abgegeben.
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