
Singapur, 20. Jan (Reuters) - Die Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Kontrolle über Grönland notfalls mit neuen Zöllen zu erzwingen, hat am Dienstag die Furcht vor einem neuen Handelskrieg geschürt. An den asiatischen Börsen drückte dies auf die Stimmung. Anleger flüchteten in als sicher geltende Anlagen wie den Schweizer Franken und Gold. Zudem gewann der sogenannte "Sell America"-Handel an Fahrt, bei dem Investoren US-Aktien, den Dollar und US-Staatsanleihen verkaufen. "Auch wenn es zu einer Deeskalation kommt, wird diese Episode viele dazu veranlassen, an der Glaubwürdigkeit eines jeden Abkommens mit Trump zu zweifeln, so dass die Unsicherheit über die Zölle hoch bleiben wird", sagte Henry Cook, Europa-Volkswirt bei MUFG. Der japanische Nikkei-Index.N225 gab 1,1 Prozent auf 52.992,02 Punkte nach. Hier belasteten zusätzlich Sorgen vor den Wahlen im kommenden Monat. Die von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in Aussicht gestellten Steuersenkungen und Mehrausgaben könnten die Staatsfinanzen weiter belasten. Die Börse in Shanghai.SSEC verlor 0,3 Prozent.
DEVISEN
Am Devisenmarkt gewann der Dollar geringfügig auf 157,96 YenJPY= und legte leicht auf 6,9606 YuanCNY= zu. Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7964 FrankenCHF= vor. Parallel dazu blieb der EuroEUR= fast unverändert bei 1,1656 Dollar und zog leicht auf 0,9282 FrankenEURCHF= an.
ROHSTOFFE
Am Rohstoffmarkt stagnierte die Rohöl-Sorte Brent bei 64,01 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte kaum verändert bei 59,41 Dollar. Der GoldpreisXAU= notierte kaum verändert bei 4670 Dollar je Feinunze und hielt sich damit in der Nähe seines am Montag erreichten Rekordhochs.
WALL STREET
Der US-Standardwerteindex Dow Jones.DJI hatte sich am Freitag mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 49.359,33 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500.SPX notierte kaum verändert bei 6.940,01 Zählern, und der technologielastige Nasdaq.IXIC stagnierte bei 23.515,39 Stellen.
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