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BÖRSEN-TICKER-Versorger fallen wegen geplanter Stromkosten-Bremse

ReutersJan 16, 2026 6:02 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

18.50 Uhr - Pläne der US-Regierung zur Begrenzung der Stromkosten setzen die Aktien von Energieversorgern unter Druck. Die Papiere von Constellation EnergyCEG.O rutschen um rund zehn Prozent ab. Talen EnergyTLN.O fallen um 7,5 Prozent, während VistraVST.N um 5,6 Prozent nachgeben. Wie Reuters erfuhr, wollen US-Bundesstaaten mit der Regierung unter anderem eine Vereinbarung zu Preisobergrenzen für künftige Auktionen im zentralen PJM-Stromnetz treffen. Zudem sollen neue Rechenzentrumsbetreiber wie AmazonAMZN.O und GoogleGOOGL.O einen größeren Teil der Kosten für den Netzausbau übernehmen.

13.55 Uhr - Ein Nachfrageeinbruch im nordamerikanischen Markt setzt dem US-Düngemittelhersteller MosaicMOS.N zu. Die Aktien rutschen im vorbörslichen US-Handel um rund acht Prozent ab. Auch die Papiere des deutschen Rivalen K+SSDFG.DE verlieren 2,9 Prozent. Laut Mosaic ging der Nachfragerückgang im vierten Quartal weit über die normale saisonale Schwäche hinaus. Die Phosphatlieferungen in Nordamerika seien im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent gefallen. Das schwierige Marktumfeld habe die Ergebnisse des Quartals "erheblich beeinträchtigt", hieß es.

10.39 Uhr - Die Autowerte kommen zum Wochenschluss auf keinen grünen Zweig. Im Dax.GDAXI verlieren die Papiere von VolkswagenVOWG_p.DE, BMWBMWG.DE, Mercedes-BenzMBGn.DE, PorscheP911_p.DE und Daimler TruckDTGGe.DE zwischen 1,6 und 1,2 Prozent. Sie gehören damit zu den schwächsten Werten im deutschen Leitindex. Der europäische Branchenindex.SXAP gibt 1,5 Prozent nach. Der Lkw-Bauer Daimler Truck hat wegen der schwachen Nachfrage auf seinem wichtigsten Markt USA im vergangenen Jahr deutlich weniger Nutzfahrzeuge verkauft. Der Absatz sank um acht Prozent auf 422.510 Einheiten. Dem Autobauer Porsche machte vor allem ein Absatzeinbruch in China zu schaffen. Er verkaufte im vergangenen Jahr zehn Prozent weniger Autos als im Vorjahr. Insgesamt lieferte die Volkswagen-Tochter knapp 280.000 Wagen an die Kunden aus - die Verkäufe lagen damit erstmals seit 2020 unter der Marke von 300.000 Stück.

10.13 Uhr - Nach einer Herunterstufung machen die Anleger um NormaNOEJ.DE einen großen Bogen. Die Aktien des Auto- und Industriezulieferers verlieren in der Spitze 7,5 Prozent und sind damit schwächster SDax.SDAXI-Wert. Die Analysten von Metzler haben die Titel auf "Hold" von "Buy" heruntergenommen. Das Management müsse nun in einigen Schlüsselbereichen greifbare Fortschritte erzielen, hieß es in dem Kommentar. Dazu zählten unter anderem Transaktionen im Bereich Industrielle Anwendungen, die schnell integriert werden könnten und Synergien lieferten wie auch eine Stabilisierung des herausfordernden Geschäfts in der EMEA-Region.

09.51 Uhr - Die geplante Übernahme durch Worthington SteelWS.N kommt bei den Aktionären von Klöckner & COKCOGn.DE gut an. Die Papiere des Stahl- und Metallverarbeiters schießen im SDax.SDAXI um bis zu 29,6 Prozent auf 11,16 Euro in die Höhe. Das ist der höchste Stand seit dreieinhalb Jahren. Am Donnerstag hatte die Aktie bei 8,61 Euro geschlossen. Worthington bietet laut Klöckner im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots an alle Aktionäre 11,00 Euro pro Klöckner-Aktie. Es sei eine Mindestannahmequote von 65 Prozent vorgesehen. Der Wert der Transaktion beläuft sich insgesamt auf 2,1 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat empfehlen die Annahme. Der Deal komme nicht überraschend, sei aber dennoch eine sehr positive Nachricht, vor allem mit Blick auf das Gebot im Vergleich zum Ausgangskurs, sagt ein Händler. Die Papiere von Worthington Steel gewannen im nachbörslichen US-Handel über drei Prozent.

08.10 Uhr - Diskussionen über eine mögliche gemeinsame Intervention Japans mit den Vereinigten Staaten zur Stärkung der japanischen LandeswährungJPY= schieben den Yen an. Der Dollar fällt zeitweise um 0,4 Prozent auf 157,99 Yen. Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, sie schließe keine Option aus, um der Yen-Schwäche entgegenzuwirken. Die Landeswährung hatte Mitte der Woche zum Dollar den tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren erreicht. Eine im vergangenen September mit den USA unterzeichnete gemeinsame Erklärung sei "äußerst bedeutsam und enthalte Formulierungen zu Interventionen", sagt sie auf einer Pressekonferenz. Der jüngste Kursverfall des Yen bringe das japanische Finanzministerium einer tatsächlichen Intervention deutlich näher, erläuterte Tony Sycamore vom Broker IG.

07.29 Uhr - Spekulationen auf eine geringere Nachfrage aus dem wichtigen Verbraucherland China setzen dem Kupferpreis am Freitag zu. Das IndustriemetallCMCU3 verliert bis zu zwei Prozent auf 12.843 Dollar je Tonne. Schwächere Kreditdaten und Pläne Chinas, branchenspezifische Zinssätze anstelle der Leitzinsen zu senken, weckten Konjunktursorgen. Einer Reuters-Umfrage zufolge dürfte sich das Wirtschaftswachstum Chinas im Jahr 2026 auf 4,5 Prozent verlangsamen und im Jahr 2027 das gleiche Tempo beibehalten. Seit Jahresbeginn hat Kupfer in der Spitze bereits gut sieben Prozent zugelegt - am Mittwoch erreichte das Industriemetall einen Rekordwert von 13.407 Dollar je Tonne.

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