
Frankfurt, 15. Jan (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
13.45 Uhr - Die Pläne von MaerskMAERSKb.CO, ihren Schiffsverkehr über eine wichtige Schifffahrtsroute wieder aufzunehmen, kommen bei den Anlegern nicht gut an. Die Aktien der dänischen Reederei rutschen an der Börse in Kopenhagen um fast 7,5 Prozent ab. Seit mehr als zwei Jahren hatten Reedereien die Passage durch das Rote Meer und den Suezkanal gemieden und ihre Schiffe stattdessen auf der längeren Route um Afrika herumgeschickt - zu entsprechend höheren Preisen. Grund waren Angriffe jemenitischer Huthi-Rebellen auf Schiffe, die diese als Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern im Gazastreifen bezeichneten. Eine Waffenruhe in dem Konflikt hatte zuletzt die Hoffnung auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs geweckt. Die Entscheidung von Maersk ändert auch für den deutschen Konkurrenten Hapag-LloydHLAG.DE die Situation. Das Unternehmen plane zwar "in den kommenden Tagen" nicht, die Route wieder selbst zu befahren, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Allerdings beobachte es die Vorgänge rund um die wichtige Route. Die Hapag-Aktie gibt nach den Aussagen 3,5 Prozent nach.
12.30 Uhr - Kräftige Vermögenszuflüsse von BlackRockBLK.N gefallen den Anlegern. Die Aktien ziehen im vorbörslichen US-Handel um 1,7 Prozent an. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat im vierten Quartal mehr verdient als erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 13,16 Dollar, während Analysten laut LSEG-Daten mit 12,21 Dollar gerechnet hatten. Starke Zuflüsse in börsengehandelte Fonds (ETFs) und eine wachsende Nachfrage nach günstigeren Indexprodukten trieben das verwaltete Vermögen auf einen Rekordwert von 14,04 Billionen Dollar.
11.20 Uhr - Ermutigende Geschäftszahlen und ein optimistischer Ausblick geben den Aktien britischer Vermögensverwalter Auftrieb. Die Papiere von AshmoreASHM.L legen um 11,7 Prozent auf 204 Pence zu. Der Konzern meldet für das abgelaufene Quartal ein Wachstum des verwalteten Vermögens um acht Prozent auf 52,5 Milliarden Dollar. Die Titel von RathbonesRAT.L steigen um 2,5 Prozent auf 2050 Pence, nachdem das verwaltete Vermögen um 2,3 Prozent auf 115,6 Milliarden Pfund zulegte. Die Aktien von SchrodersSDR.L gewinnen 8,5 Prozent auf 453,2 Pence. Das Unternehmen teilte mit, der bereinigte Betriebsgewinn für das Geschäftsjahr 2025 werde die Erwartungen übertreffen.
11.10 Uhr - Ein mauer Ausblick des britischen Hausbaukonzerns Taylor WimpeyTW.L vergrault die Anleger. Die Aktien fallen um bis zu 5,2 Prozent auf den tiefsten Stand seit November. Die operative Gewinnmarge, die 2025 bei elf Prozent gelegen hatte, soll in diesem Jahr schrumpfen. Geschuldet sei dies dem schwächeren Auftragsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres und niedrigeren Preisen bei Großaufträgen. Analysten hätten im Durchschnitt mit einer gewissen Margenerholung gerechnet, sagte Oli Creasey, Leiter der Immobilienanalyse bei Quilter Cheviot. "Die Prognose einer weiteren Verschlechterung entspricht nicht den Erwartungen des Marktes."
10.50 Uhr - Die Einstellung der Ermittlungen durch das US-Justizministerium in einem Geldwäscheskandal treibt die Aktien der SwedbankSWEDa.ST in die Höhe. Die Titel des schwedischen Finanzinstituts gewinnen bis zu 6,8 Prozent. Der Abschluss – und das Ausbleiben einer Geldstrafe – sei ein eindeutig positives Ergebnis, heißt es in einem Kommentar der Citi. Das US-Justizministerium gab keine Gründe an, warum die Ermittlungen eingestellt wurden. Die Swedbank geriet in einen regionalen Geldwäscheskandal, der seinen Ursprung bei der Danske BankDANSKE.CO hatte.
09.57 Uhr - Der Rekordgewinn von TSMC2330.TW im vierten Quartal macht Anlegern Lust auf Tech-Aktien. Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger profitiert stark vom Boom bei Künstlicher Intelligenz. Der europäische Branchenindex.SX8P rückt um bis zu drei Prozent vor. Die Titel der niederländischen Chip-Firma ASMLASML.AS steigen in der Spitze um 7,6 Prozent auf einen Rekordwert von 1167 Euro. ASM InternationalASMI.AS springen um gut zehn Prozent in die Höhe, BE SemiconductorBESI.AS gewinnen 6,5 Prozent. Im MDax.MDAXI rücken AixtronAIXGn.DE um 4,2 Prozent vor.
07.40 Uhr - Angesichts nachlassender Sorgen vor einem unmittelbaren US-Angriff auf den Iran gerät der Ölpreis ins Rutschen. Das Nordseeöl BrentLCOc1 und das US-Öl WTICLc1 geben in der Spitze rund dreieinhalb Prozent auf 64,23 beziehungsweise 59,84 Dollar je Fass nach. An den vergangenen drei Handelstagen waren die Preise um gut fünf Prozent nach oben geschnellt. Anleger fürchten im Fall eines Militärschlags Versorgungsengpässse. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch erklärt, er sehe nach seinen Drohungen gegen den Iran einen Rückgang des gewaltsamen Vorgehens der iranischen Führung gegen Demonstranten. Hiroyuki Kikukawa von Nissan Securities geht davon aus, dass WTI vorerst im Bereich von 55 bis 65 Dollar gehandelt werden dürfte - auch wenn die geopolitischen Risiken hoch blieben und unvorhergesehene Ereignisse das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stören könnten.
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