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BÖRSEN-TICKER-Bericht über Untersuchung drückt UnitedHealth

ReutersJan 12, 2026 7:37 PM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

20.30 Uhr - Ein Medienbericht über eine Untersuchung des US-Senats setzt die Aktien von UnitedHealthUNH.N unter Druck. Die Papiere des Krankenversicherers geben rund 1,5 Prozent nach. Dem "Wall Street Journal" (WSJ) zufolge wird dem Unternehmen vorgeworfen, die Zahl der Diagnosen in die Höhe getrieben zu haben, um die staatlichen Zahlungen im Rahmen seines Medicare-Advantage-Programms zu erhöhen. Bei diesem Programm erhalten die Versicherer höhere Sätze für Patienten mit kostspieligen Erkrankungen. Der Bericht des Senats enthalte jedoch keine formellen Empfehlungen und werfe dem Unternehmen kein Fehlverhalten vor. Eine Stellungnahme von UnitedHealth lag zunächst nicht vor. Laut dem WSJ läuft bereits seit Mai 2025 eine strafrechtliche Ermittlung des US-Justizministeriums gegen den Konzern wegen Betrugsverdachts.

20.20 Uhr - Ein überraschender Wechsel an der Finanzspitze schickt die Aktien der Sprachlern-Plattform DuolingoDUOL.O auf Talfahrt. Die Papiere des Unternehmens aus Pennsylvania rutschen um sieben Prozent ab. Finanzchef Matt Skaruppa, der den Börsengang von Duolingo begleitet hatte, wird dem Unternehmen zufolge nach fast sechs Jahren seinen Posten räumen. Seine Nachfolgerin werde zum 23. Februar die bisherige Aufsichtsrätin Gillian Munson. Auf die Aktie drücken zudem überraschend schwache vorläufige Buchungszahlen für das vierte Quartal. Sie lagen mit 329,5 Millionen bis 335,5 Millionen Dollar zwar am oder leicht über dem oberen Ende der eigenen Prognosespanne des Unternehmens, Analysten hatten jedoch mit 334,2 Millionen Dollar gerechnet.

20.10 Uhr - Eine Eskalation im Übernahmekampf um Warner Bros DiscoveryWBD.O schickt die Aktie des Medienkonzerns auf Talfahrt. Die Titel geben an der Wall Street um knapp zwei Prozent nach. Der Rivale Paramount SkydancePSKY.O hat eine Klage eingereicht, um mehr Informationen über das konkurrierende Übernahmeangebot von NetflixNFLX.O zu erzwingen. Zudem will Paramount eigene Direktoren für den Verwaltungsrat von Warner Bros nominieren. Die Paramount-Aktien legen um ein halbes Prozent zu, während Netflix mehr oder weniger auf der Stelle treten. Warner hatte vergangene Woche das jüngste Angebot von Paramount zurückgewiesen und den Aktionären geraten, für den Deal mit Netflix zu stimmen.

16 Uhr - Ein trüber Ausblick auf das Weihnachtsgeschäft setzt die Aktien der US-Einzelhändler unter Druck. Die Titel von Abercrombie & FitchANF.N brechen nach einer Prognosesenkung um fast 19 Prozent ein. Die US-notierten Papiere des deutschen Sandalenherstellers BirkenstockBIRK.N geben nach einem verhaltenen Umsatzausblick um rund 1,5 Prozent nach. Die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts der Inflation und der Folgen der Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump dämpfte im vergangenen Quartal die Nachfrage. Gegen den Trend legen die Aktien von LululemonLULU.O zu. Der kanadische Sportmode-Anbieter erwartet, dass Umsatz und Gewinn im Schlussquartal 2025 am oberen Ende der bisherigen Prognose liegen werden.

10.38 Uhr - Die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Deckel für Kreditkartenzinsen setzt der Aktie der britischen Großbank BarclaysBARC.L zu. Die Titel fallen in der Spitze um knapp fünf Prozent. Trump hatte eine Obergrenze von zehn Prozent für Kreditkartenzinsen gefordert und den Unternehmen eine Frist bis zum 20. Januar gesetzt. Ein solcher Deckel würde die US-Verbraucherbank von Barclays durch sinkende Einnahmen und einen erzwungenen Ausstieg aus risikoreicheren Kreditkartenportfolios empfindlich treffen, konstatierten die Analysten von AlphaValue. Der Gesamteinfluss auf den Konzern sei jedoch begrenzt.

10.15 Uhr - Die Aussicht auf eine milliardenschwere Übernahme treibt AbivaxABVX.PA an. Die Aktien der französischen Biotech-Firma springen in Paris in der Spitze mehr als 30 Prozent nach oben. Zuvor hatte die Zeitung "La Lettre" berichtet, der US-Pharmariese Eli LillyLLY.N sei weiter an einer Übernahme von Abivax interessiert und bereit, 15 Milliarden Euro zu zahlen. Eine Stellungnahme von Abivax lag zunächst nicht vor. Für Abivax war es der größte Kurssprung seit dem 23. Juli. Damals war die Aktie nach positiven Ergebnissen einer Spätphasen-Studie für das Medikament Obefazimod um mehr als 500 Prozent gestiegen. Der Wirkstoff wird zur Behandlung der Darmerkrankung Colitis ulcerosa eingesetzt. "Nach den positiven Daten aus der Phase-III-Studie bei Colitis ulcerosa ist Abivax ein äußerst attraktives Ziel für Fusionen und Übernahmen im Spätstadium", konstatierte das Analysehaus Kepler Cheuvreux.

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