tradingkey.logo

BÖRSEN-TICKER-Fusionsgespräche mit Rio Tinto lassen Glencore abheben

ReutersJan 9, 2026 9:54 AM

- Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:

10.22 Uhr - Die sich anbahnende Mega-Fusion zwischen den Bergbaukonzernen GlencoreGLEN.L und Rio TintoRIO.L sorgt für ordentlich Gesprächsstoff an den Aktienmärkten. Die Titel von Glencore steigen an der Londoner Börse um bis zu 9,9 Prozent, Rio Tinto geben 2,6 Prozent nach. Geprüft werde eine Übernahme von Glencore durch Rio Tinto im Zuge eines Aktientauschs, teilten die beiden Unternehmen in der Nacht zum Freitag mit. "Die Struktur einer möglichen Fusion dieser beiden Unternehmen ist unklar und dürfte komplex sein, aber wir glauben, dass es einen Weg zu einer signifikanten Wertschöpfung für beide gibt," schrieben die Analysten von Jefferies. Einige Experten sind jedoch auch skeptisch: Es bestehe das Risiko, dass zu viel bezahlt werde, sagte Tim Hillier vom Vermögensverwalter Allan Gray mit Blick auf Rio Tinto. Es ist der zweite Anlauf für eine Annäherung innerhalb von gut einem Jahr.

09.54 Uhr - Nach der Bestätigung der Margenprognose für das Geschäftsjahr 2025 geht es für die Aktien von TeamViewerTMV.DE bergauf. Die Titel des Spezialisten für Fernwartungssoftware gehören mit einem Plus von rund fünf Prozent zu den stärksten Werten im MDax.MDAXI. TeamViewer verbuchte für 2025 einen Pro-forma-Umsatz von 767 Millionen Euro und bekräftigte seine Prognose für eine bereinigte Ebitda-Marge von 44 Prozent. Das Unternehmen habe im vierten Quartal eine "stärkere Performance als erwartet" gezeigt, die auf eine Erholung der Geschäfte zurückzuführen sei, erläutert Harald Hof, Analyst bei mwb Research.

09.13 Uhr - Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts hat sich der Dollar.DXY kaum bewegt. Der Index der US-Währung notierte mit 98,99 Punkten minimal im Plus. Der EuroEUR= verlor 0,1 Prozent auf 1,1646 Dollar. Die Jobdaten für Dezember dürften einen Großteil der durch den jüngsten Regierungsstillstand entstandenen Datenunklarheit beseitigen. Die Experten der Helaba rechnen mit einem soliden Wert - "einen Grund, die Zinssenkungserwartungen zu forcieren, sehen wir nicht". Gespannt warten die Investoren ebenfalls auf die mögliche Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu den von US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr verhängten Sonderzöllen. Der Supreme Court könnte noch im Tagesverlauf das Urteil über deren Rechtmäßigkeit verkünden. Es geht vor allem um die Frage, ob Trump bei den Abgaben gegen zahlreiche Länder seine Befugnisse auf Kosten des Kongresses überschritten hat.

07.34 Uhr - Die anhaltenden Proteste im Iran verunsichern die Anleger am Ölmarkt. Die Preise für BrentLCOc1 und WTICLc1 legen um gut ein Prozent auf 62,26 beziehungsweise 57,98 Dollar je Fass zu. Schon am Vortag hatte sich Öl um mehr als drei Prozent verteuert. "Der Iran ist trotz aller Sanktionen ein wichtiger Ölproduzent, und Instabilität dort könnte auch die Ölproduktion im Mittleren Osten gefährden", sagt Jochen Stanzl von der Consorsbank. Im Dezember brach im Iran die größte Protestwelle seit drei Jahren aus. Hintergrund sind die wachsende Not im Zuge der kriselnden Wirtschaft, eine galoppierende Inflation und Einschränkungen der politischen und sozialen Freiheiten. Getrieben wird der Ölpreis auch durch die ungewisse Lage in Venezuela. Nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolàs Maduro durch die USA forderte US-Präsident Donald Trump vollen Zugang zum Ölsektor des Landes. Analysten zufolge dürfte der Ölpreis jedoch nicht allzu heftig anziehen. Insgesamt stiegen die globalen Lagerbestände, und das Überangebot bleibe der Hauptfaktor, der den Preis deckeln könnte, heißt es in einem Kommentar des Vermögensberaters Haitong Futures.

Weitere Marktberichte unter Doppelklick .CDE .FDE .NDE .TDE 
Haftungsausschluss: Die auf dieser Website bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungs- und Informationszwecken und stellen keine Finanz- oder Anlageberatung dar

Verwandte Artikel

Tradingkey
KeyAI