Frankfurt, 29. Aug (Reuters) - Es folgt der Börsen-Ticker zu wichtigen Kursbewegungen an den internationalen Finanzmärkten und ihren Ursachen:
14.10 Uhr - Ein schwacher Ausblick des US-Chipherstellers Marvell TechnologyMRVL.O vergrault die Anleger. Die Aktien stürzen im vorbörslichen US-Geschäft um 15 Prozent ab, was den Börsenwert bei Eröffnung um knapp zehn Milliarden Dollar drücken würde. Die Nachfrageprognose für Rechenzentren blieb aufgrund unregelmäßiger Verkäufe seiner maßgeschneiderten KI-Chips hinter den hochgesteckten Erwartungen zurück. Marvell mangele es im Vergleich zu Konkurrenten an Größe, sagt Analyst Kinngai Chan von Summit.
13.20 Uhr - Schwindende Hoffnungen auf einen Waffenstillstand in der Ukraine sorgen am Aktienmarkt für eine größere Nachfrage nach Rüstungswerten. Bundeskanzler Friedrich Merz zweifelt mittlerweile an einem Treffen zwischen den Staatschefs Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj. Offensichtlich komme dies nicht mehr zustande, sagt Merz. Der europäische Luft-, Raumfahrt- und Rüstungsindex.SXPARO zieht um ein Prozent an. In Frankfurt steigen Aktien von RheinmetallRHMG.DE um 4,3 Prozent an die Dax-Spitze, die Anteilsscheine des Rüstungszulieferers HensoldtHAGG.DE und des Panzergetriebe-Herstellers RenkR3NK.DE legen um je 2,9 Prozent zu. An der Londoner Börse steigen die Papiere von Rolls-RoyceRR.L und BabcockBAB.L um je ein Prozent.
12.40 Uhr - Die Aussicht auf eine mögliche neue Steuer schickt die Aktien britischer Großbanken auf Talfahrt. Die Papiere von NatwestNWG.L, LloydsLLOY.L und BarclaysBARC.L verlieren zwischen gut vier und fast sechs Prozent. Die Londoner Denkfabrik Institute for Public Policy Research (IPPR) hatte der britischen Regierung eine Besteuerung der Zinsen empfohlen, die Banken für ihre Einlagen bei der Zentralbank Bank of England (BoE) erhalten. Aus dem Anleihekaufprogramm der BoE fließen den Banken derzeit rund 22 Milliarden Pfund (26 Milliarden Euro) pro Jahr zu. "Was als Konjunkturprogramm begann, ist nun eine massive Verschwendung von Steuergeldern", erläuterte Carsten Jung, Chefökonom bei der IPPR.
10.00 Uhr - Die weltgrößte Kryptobörse Binance hat den Handel mit Futures nach einer Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Dienst war zuvor wegen eines nicht näher beschriebenen Problems kurzzeitig ausgesetzt worden. Betroffen seien bestimmte Termingeschäfte gewesen, die in sogenannten Stablecoins abgerechnet werden. Dabei handelt es sich um an den Dollar gekoppelte Digitalwährungen. Das Problem sei nun behoben und der Handel mit allen Futures funktioniere wieder ohne Einschränkungen, teilte das Unternehmen mit.
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