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NAHOST-TICKER-Indirekte Kritik des Roten Kreuzes an Trump - "Kriegsregeln respektieren"

ReutersApr 6, 2026 5:02 PM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

18.39 Uhr - Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (ICRC) kritisiert indirekt US-Präsident Donald Trump. "Staaten müssen die Regeln des Krieges sowohl in ihren Worten als auch in ihren Taten respektieren und deren Einhaltung sicherstellen", heißt es in einer Erklärung der ICRC-Präsidentin Mirjana Spoljaric. Die Welt dürfe sich nicht einer politischen Kultur beugen, die den Tod über das Leben stelle. Gezielte Drohungen, sei es in Wort oder Tat, gegen wichtige zivile Infrastruktur und Nuklearanlagen, dürften nicht zur neuen Norm der Kriegsführung werden. Die Erklärung bezog sich auf die Feindseligkeiten in Nahost, es wurden aber keine Regierungen namentlich genannt. US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt seine Rhetorik gegen den Iran verschärft. Er drohte, "die Hölle" über das Land hereinbrechen zu lassen und sprach von "verrückten Bastarden" und "Tieren". Bei den Angriffen der USA und Israels sind im Iran Kraftwerke, Wasserversorgung, Krankenhäuser, Straßen, Brücken, Wohnhäuser, Schulen und Universitäten unter Beschuss geraten. Der Iran hat darauf mit Angriffen auf Ziele in der gesamten Region reagiert.

18.11 Uhr - US-Präsident Donald Trump äußert sich respektlos über den Iran. Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes kein Kriegsverbrechen sein soll, sagt Trump, weil sie "Tiere" seien. Trump behauptet zudem, die USA hätten einen Regimewechsel im Iran hin zu einer moderateren Führung im Land erreicht. Beobachter haben indes darauf verwiesen, dass nach der Tötung des iranischen geistlichen Oberhaupts, Ajatollah Ali Chamenei, kurz nach Ausbruch des Krieges, nun wohl die Revolutionsgarden größeren Einfluss hätten und diese radikaler seien. Offiziell ist der Sohn Chameneis, Motschtaba Chamenei, zum neuen geistlichen Oberhaupt ernannt worden. Er trat bislang aber selten in Erscheinung.

17.13 Uhr - US-Präsident Donald Trump bezeichnet die von ihm gesetzte Frist für ein Abkommen mit dem Iran bis Dienstagabend als endgültig. Der iranische Vorschlag zur Beendigung der Kämpfe sei zwar bedeutsam, aber nicht gut genug, fügt er hinzu.

16.56 Uhr - Der Iran übermittelt Pakistan seine Antwort auf den US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges und lehnt darin einen Waffenstillstand ab. Stattdessen betone die Regierung in Teheran die Notwendigkeit eines dauerhaften Kriegsendes, meldet die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Die Antwort bestehe aus zehn Punkten. Dazu zählten ein Ende der Konflikte in der Region, ein Protokoll für die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus, die Aufhebung von Sanktionen sowie der Wiederaufbau, heißt es weiter.

14.40 Uhr - Die Ölpreise geben im volatilen Handel leicht nach. Investoren warten auf Klarheit über den Stand der Gespräche zwischen den USA und dem Iran und bleiben wegen anhaltender Lieferausfälle durch Angriffe auf die Schifffahrt vorsichtig. Die Nordsee-Sorte Brent verbilligt sich um 0,33 Prozent auf 108,67 Dollar je Barrel. Die US-Sorte WTI gibt um 0,86 Prozent auf 110,58 Dollar nach. Der Iran lehnt eine sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus ab, nachdem US-Präsident Donald Trump Teheran im Falle einer ausbleibenden Einigung mit der "Hölle" gedroht hat.

14.20 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden greifen nach Angaben staatlicher Medien das amphibische US-Angriffsschiff LHA-7 an und zwingen es zum Rückzug in den südlichen Indischen Ozean. Zudem attackieren die Garden ein Containerschiff mit der Kennung "SDN7", das nach ihren Angaben zu Israel gehört. Der genaue Ort dieses zweiten Angriffs wird nicht genannt.

14.01 Uhr - Israel greift den größten iranischen Petrochemie-Komplex in Asalujeh an. Dies sei ein schwerer wirtschaftlicher Schlag für Teheran, sagt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz. In der Anlage South Pars seien mehrere Explosionen zu hören gewesen, meldet die Nachrichtenagentur Fars. Unternehmen, die Asalujeh mit Strom, Wasser und Sauerstoff versorgen, seien angegriffen worden, meldet die Nachrichtenagentur Tasnim. Die Petrochemie-Anlage selbst sei jedoch nicht beschädigt worden. Die Stromversorgung aller petrochemischen Einheiten in Asalujeh sei unterbrochen.

13.55 Uhr - Der Krieg im Iran weitet sich nach Einschätzung Russlands räumlich und wirtschaftlich aus. Der gesamte Nahe Osten stehe wegen der amerikanischen und israelischen Angriffe auf die Islamische Republik in Flammen, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. US-Präsident Donald Trump droht in sozialen Medien mit Angriffen auf iranische Kraftwerke und Brücken, sollte die Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Auf diese Äußerungen von Reuters angesprochen, erklärt Peskow, der Kreml wolle diese nicht direkt kommentieren. Die Spannungen nähmen jedoch zu und die Aggression gegen den Iran habe sehr negative Folgen für die Weltwirtschaft.

13.45 Uhr - In der israelischen Hafenstadt Haifa werden vier Menschen getötet. Israelischen Medien zufolge schlägt eine iranische Rakete in ein Wohnhaus ein. Die Leichen seien nach stundenlangen, intensiven Such- und Rettungsarbeiten aus den Trümmern geborgen worden, teilt das israelische Militär mit.

11.44 Uhr - Der Iran hat einem Sprecher des Außenministeriums zufolge seine Antworten auf die jüngsten Vorschläge zur Beendigung des Krieges ausgearbeitet. Die Details würden zu gegebener Zeit bekanntgegeben, sagt Esmaeil Baghaei auf die Frage eines iranischen Journalisten zu den laufenden Bemühungen um einen Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA. Teheran habe eine Reihe von Forderungen auf Grundlage nationaler Interessen bereits kommuniziert. "Der Iran zögert nicht, klar zum Ausdruck zu bringen, was er als seine legitimen Forderungen ansieht, und dies sollte nicht als Zeichen eines Kompromisses interpretiert werden, sondern vielmehr als Ausdruck seines Selbstbewusstseins bei der Verteidigung seiner Positionen", sagt Baghaei in einer Pressekonferenz. Verhandlungen sollten nicht mit Ultimaten, Drohungen, oder Kriegsverbrechen einhergehen.

11.10 Uhr - Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad Eslami, wirft der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) Tatenlosigkeit vor. Das ermutige zu Aggressionen gegen Atomanlagen wie das Kraftwerk Buschehr, schreibt Eslami in einem Brief an den IAEA-Direktor. Das einzige funktionierende Atomkraftwerk des Landes sei bislang viermal angegriffen worden. Das sei ein klarer Bruch des Völkerrechts, bloße Besorgnisbekundungen der UN-Behörde reichten nicht aus.

09.19 Uhr - Der Iran hat einem Insider zufolge den von Pakistan ausgearbeiteten Plan zur Beendigung des Krieges erhalten. Dieser werde derzeit geprüft. Der Iran lasse sich aber nicht unter Druck setzen und werde sich auf keine Ultimaten einlassen, sagt der Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Straße von Hormus werde für eine vorübergehende Waffenruhe nicht geöffnet. Nach Einschätzung des Irans seien die USA zu einem dauerhaften Waffenstillstand nicht bereit.

08.55 Uhr - Der Iran und die USA haben einem Insider zufolge einen von Pakistan ausgearbeiteten Plan zur Beendigung der Kriegshandlungen erhalten. Dieser könnte bereits am Montag in Kraft treten und die Straße von Hormus wieder öffnen, sagt eine mit den Vorschlägen vertraute Person. Pakistan habe den Rahmenplan ausgearbeitet und diesen über Nacht mit dem Iran und den USA ausgetauscht. Der Plan sehe einen zweistufigen Ansatz vor, der eine sofortige Waffenruhe und anschließend ein umfassendes Abkommen vorsehe. "Alle Punkte müssen noch heute vereinbart werden", sagt der Insider. Die vorläufige Vereinbarung solle in Form einer Absichtserklärung erfolgen, die elektronisch via Pakistan, den einzigen Kommunikationskanal in den Gesprächen, finalisiert werde.

07.55 Uhr - Ein Friedensabkommen im Krieg zwischen den USA und dem Iran muss nach Ansicht der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) die freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus garantieren. Die wichtigste Ölroute der Welt dürfe von keinem Land als Geisel genommen werden, sagt Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des VAE-Präsidenten. Ein Abkommen, das das iranische Atomprogramm sowie den Einsatz von Raketen und Drohnen nicht eindämme, bereite den Weg für einen noch gefährlicheren Nahen Osten, warnt er. Die VAE wollten zwar ein Ende des Krieges, lehnten aber einen Waffenstillstand ab, der die eigentlichen Ursachen der Instabilität ungelöst lasse, erklärt Gargasch weiter.

06.56 Uhr - Bei einem Angriff Israels und der USA auf Teheran sind iranischen staatlichen Medien zufolge sechs Kinder ums Leben gekommen. Die Medien berufen sich auf Rettungsdienste.

05.45 Uhr - Südkorea muss nach den Worten von Präsident Lee Jae Myung wegen der Blockade der Straße von Hormus ein gewisses Risiko bei Rohölimporten aus dem Nahen Osten in Kauf nehmen. Es gebe nicht viele alternative Routen, sagt Lee. Ein vollständiger Lieferstopp hätte schwerwiegende Auswirkungen auf die Versorgung. Die Regierung in Seoul berät daher mit Förderländern wie Saudi-Arabien, dem Oman und Algerien über andere Transportwege. Zudem plant das Industrieministerium den Einsatz von fünf Schiffen unter südkoreanischer Flagge im Roten Meer und erwägt, staatliche Ölreserven an private Raffinerien freizugeben.

04.30 Uhr - Bei einem Angriff auf ein Wohngebiet südöstlich von Teheran wurden mindestens 13 Menschen getötet. Dies meldet die iranische Nachrichtenagentur Fars. Unterdessen diskutieren die USA, der Iran und regionale Vermittler weiter über eine mögliche 45-tägige Waffenruhe, die zu einem dauerhaften Ende des Krieges führen könnte. Dies berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider aus den USA, Israel und der Region.

03.45 Uhr - Der staatliche irakische Ölvermarkter Somo fordert von seinen Kunden innerhalb von 24 Stunden Pläne für die Verladung von Rohöl. Dies geht aus einem von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument des Ölvermarkters hervor. Hintergrund sind Medienberichte, denen zufolge der Iran den Irak von jeglichen Beschränkungen für den Transit durch die Straße von Hormus ausgenommen hat. Mit der raschen Übermittlung der Ladepläne solle die Kontinuität und Stabilität der Ölexporte gewährleistet werden, heißt es in dem Schreiben von Somo.

02.00 Uhr - Bei einem Angriff der USA und Israels in der iranischen Stadt Ghom südlich von Teheran sind einem Agenturbericht zufolge mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtet die halbstaatliche Nachrichtenagentur SNN unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Region.

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