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Benzinpreise steigen erneut kräftig - Diesel auf Rekordhoch

ReutersApr 2, 2026 1:16 PM

- Die Benzinpreise sind auch am zweiten Tag der neuen Tankstellenregelung kräftig gestiegen. Der bundesweite Durchschnittspreis für einen Liter Diesel erreichte kurz nach Mittag ein Rekordhoch von 2,415 Euro, wie der Automobilclub ADAC am Donnerstag in München mitteilte. Damit stieg Diesel um 11,8 Cent im Vergleich zu kurz vor zwölf Uhr. Der Durchschnittspreis pro Liter Super E10 erhöhte sich zur Mittagszeit um 9,8 Cent auf 2,198 Euro.

Damit stiegen die Preise noch deutlicher als Mittwoch. Am 1. April hatte sich der Liter Diesel mittags im Durchschnitt um 7,4 Cent auf 2,375 Euro erhöht. Bei Super E10 gab es einen ähnlichen Anstieg um 7,6 Cent auf 2,175 Euro.

Seit Anfang April dürfen Tankstellen nur noch um 12.00 Uhr die Spritpreise erhöhen. Sie dürfen sie aber mehrmals pro Tag senken. Mit dieser Regel will die Bundesregierung den Preisanstieg in Folge des Iran-Krieges dämpfen und häufige Veränderungen verhindern. Der ADAC stellte am Mittwoch die Wirksamkeit der Regelung in Frage. "Stattdessen führt die geringere Flexibilität von Mineralölkonzernen offenbar eher dazu, dass Unsicherheiten wie ein gegebenenfalls steigender Ölpreis vorweggenommen werden", sagte ein Sprecher.

Auch die Bundesregierung hat bereits signalisiert, dass die Regelung nicht ausreicht. Sie prüfe zahlreiche weitere Optionen. Entscheidungen werden nach Ostern erwartet. Als potenzielle weitere Maßnahmen gelten, Kohlekraftwerke wieder ans Netz und bestimmte Gaskraftwerke aus der Reserve zu holen. Auch die Lkw-Maut könnte gesenkt oder die Pendlerpauschale erhöht werden. Eine reduzierte Mehrwertsteuer an Tankstellen wäre ebenfalls denkbar. Die SPD hat zudem eine Übergewinnsteuer für Energiekonzerne ins Spiel gebracht, ebenso einen Preisdeckel an Tankstellen. Regierungskreisen wird auch eine direkte Entlastung der Bürger erwogen. Konkret wird geprüft, ob für Autofahrer die Kfz-Steuer sinken kann.

Die Deutsche BahnDBN.UL teilte auf Anfrage mit, im Fernverkehr lägen die Buchungen derzeit an einzelnen Tagen im zweistelligen Prozentbereich über den Erwartungen. "Ein Grund dafür sind auch die hohen Spritpreise. Die erhöhte Nachfrage ist vor allem auf den Verbindungen zwischen den Metropolen erkennbar." Die hohen Spritpreise machten auch das Deutschlandticket attraktiver. Allerdings sei in S-Bahnen, Regionalzügen und Bussen noch keine deutlich höhere Nachfrage zu spüren. "Unsere Statistiken liefern dazu noch keine belastbaren Aussagen."

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