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NAHOST-TICKER-Macron: Gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus unrealistisch

ReutersApr 2, 2026 10:42 AM

- Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

12.35 Uhr - Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. "Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormus durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien", sagt Macron während einer Reise nach Südkorea vor Journalisten. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei, erklärt Macron weiter. "Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen."

11.25 Uhr - Im Iran ist nach amtlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, dem vorgeworfen wurde, an einem Angriff auf eine geheime Militäreinrichtung beteiligt gewesen zu sein. Er sei für schuldig befunden worden, in die Sperranlage in Teheran eingedrungen zu sein, meldet die Justiz-Nachrichtenagentur Mizan. Er habe die Einrichtung beschädigt, einen Brand gelegt und versucht, Waffen und Munition zu entwenden. Der Mann habe die Taten während eines Verhörs zugegeben. Sein Einspruch sei zurückgewiesen und das Urteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden. Ein Justizvertreter hatte im März erklärt, Fälle im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Januar seien abgeschlossen und die Urteile würden nun vollstreckt.

10.30 Uhr - Iranische Staatsmedien verbreiten eine Nachricht von Armeechef Amir Hatami. Er fordert demnach die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu überwachen. Die Truppen müssten bereit sein, jede Art von Angriff abzuwehren, wird der Kommandeur zitiert. "Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten." Die staatlichen Medien veröffentlichen dazu ein Video ohne Ton, das Hatami in einem Raum mit drei weiteren Armeekommandeuren zeigt. Per Video sind in dem Raum zudem etwa ein Dutzend weitere Personen hinzugeschaltet. Es lässt sich zunächst nicht überprüfen, wann die Aufnahme entstanden ist.

10.05 Uhr - Der Wiederaufbau des iranischen Stahlwerks Chusestan wird nach einem Luftangriff in der vergangenen Woche bis zu einem Jahr dauern. Frühestens könne die Anlage in sechs Monaten den Betrieb wieder aufnehmen, erklärt ein Vertreter der Werksführung laut einem Nachrichtenorgan der iranischen Justiz. Alle Module und Stahlöfen seien beschädigt worden. Der Wiederaufbau solle mit heimischen Mitteln erfolgen. Das Werk war nach iranischen Angaben im Zuge der israelischen und amerikanischen Luftangriffe getroffen worden.

09.00 Uhr - Der Iran hat angekündigt, den Krieg im Nahen Osten so lange fortzusetzen, bis die USA und Israel aufgeben. Die Islamische Republik werde den Kampf weiterführen, bis ihre Gegner ihre "Reue und Kapitulation" erklärten, sagt Militär-Sprecher Ebrahim Solfakari laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Er droht zudem mit "einschneidenderen, umfassenderen und zerstörerischeren" Angriffen. Damit reagierte er auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte erklärt, die Fähigkeiten des Iran seien "im Wesentlichen dezimiert". Die USA hätten ihre Ziele bald vollständig erreicht und würden den Iran in den nächsten zwei bis drei Wochen "extrem hart" treffen. Die Einschätzungen der USA und Israels zu den militärischen Fähigkeiten des Iran seien "unvollständig", sagt Solfakari dazu.

03.19 Uhr - Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe gekommen. "Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagt Trump bei seiner angekündigten Ansprache. Man sei fast am Ziel. "Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan." Der Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, betont der Präsident. "Wir werden sie extrem hart treffen in den nächsten zwei bis drei Wochen."

00.36 Uhr - Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht trotz des Iran-Krieges und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten keine Gefahr für Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland. "Diese Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist mir wichtig: Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert", sagt die CDU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin "Focus". Die Energielieferketten seien diversifiziert. Weniger als acht Prozent des europäischen LNG-Imports kämen aus dem Persischen Golf, beim Öl seien es nur rund fünf Prozent. Auch bei Kerosin und Diesel stünden ausreichende Mengen zur Verfügung. Anders sehe es in Asien aus, das erheblich von der Golfregion abhänge. Deutschland gebe daher gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft behutsam einen Teil seiner Reserven frei, um die Knappheiten im asiatischen Raum und damit auch die internationalen Rohölpreise zu dämpfen.

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