20. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
10.40 Uhr - Italien verhandelt nach dem Ausfall von Gaslieferungen aus Katar infolge iranischer Angriffe mit mehreren Ländern über eine zusätzliche Versorgung. Man sei unter anderem mit den USA, Aserbaidschan und Algerien im Gespräch, sagt Energieminister Gilberto Pichetto Fratin. Italien sei sich mit der Europäischen Union einig, dass die EU nicht zum Kauf von russischem Gas zurückkehren solle, unterstreicht der Minister. Italien ist stark abhängig von Gasimporten und vom Ausfall von Lieferungen aus Katar besonders betroffen - wie auch Belgien, Südkorea und China.
10.00 Uhr - Die Ölraffinerie im israelischen Haifa ist nach dem iranischen Raketenangriff vom Donnerstag beschädigt und wird nach Konzernangaben erst in einigen Tagen ihren Betrieb wiederaufnehmen. Die beschädigte Infrastruktur sei Eigentum eines Dritten, teilt der Raffinerie- und Petrochemiekonzern Oil Refineries ORL.TA mit. Die externe Infrastruktur sei für den Betrieb der Raffinerie unerlässlich sei.
09.15 Uhr - Im Iran ist der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, bei einem Angriff der USA und Israels getötet worden. Das berichtet das staatliche iranische Fernsehen.
09.00 Uhr - China ruft alle am Golf-Konflikt beteiligten Parteien auf, eine stabile und ungehinderte Ölversorgung zu gewährleisten. Der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, nennt jedoch keine Länder. Er äußert sich nach einer Erklärung von US-Finanzminister Scott Bessent, der am Donnerstag gesagt hat, die USA könnten die Sanktionen gegen iranisches Öl auf See aufheben, um die Ölpreise niedrig zu halten.
07.20 Uhr - Der Iran hat trotz der anhaltenden Angriffe Israels und der USA nach eigenen Angaben keinen Mangel an Raketen. Die Produktion von Raketen laufe trotz des Krieges weiter, teilen die iranischen Revolutionsgarden mit. Es gebe keine Engpässe bei den Vorräten.
05.50 Uhr - Die kuwaitische Ölraffinerie Mina Al-Ahmadi ist am frühen Morgen von mehreren Drohnen angegriffen worden. Dabei sei in einigen Anlagen ein Feuer ausgebrochen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Ölkonzern KPC. Verletzte wurden demnach zunächst nicht gemeldet. Die Feuerwehr sei sofort im Einsatz gewesen. Mehrere Anlagen seien vorsorglich abgeschaltet worden, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.
04.10 Uhr - Israel hat dem israelischen Militär zufolge eine neuen Angriffswelle auf den Iran gestartet. "Die IDF hat soeben mit einer Welle von Angriffen gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran begonnen", teilt ein Militärsprecher mit. Gleichzeitig melden Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate am frühen Morgen Raketenangriffe. US-Präsident Donald Trump hatte Israel am Donnerstag davor gewarnt, seine Angriffe auf die iranische Erdgasinfrastruktur zu wiederholen.
02.35 Uhr - Der Ölpreis könnte laut Angaben von Ölvertretern in Saudi-Arabien auf über 180 Dollar pro Barrel steigen, falls die Störungen durch den Iran-Krieg bis Ende April anhalten. Dies berichtet die US-Zeitung "Wall Street Journal".
00.50 Uhr - Kanzler Friedrich Merz erwartet durch den Iran-Krieg einen leichten Anstieg der Inflation. Er verweist nach Ende des EU-Gipfels auf eine entsprechende Einschätzung der Europäischen Zentralbank. "Wenn dieser Konflikt schnell beendet ist, dann lassen sich die Auswirkungen relativ schnell auch abschließend beurteilen und bewerten", fügt er hinzu. Wenn der Krieg länger dauere, sei die weitere Entwicklung auch der Inflation aber nur schwer abschätzbar.
00.09 Uhr - Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben nach eigenen Angaben ein von der libanesischen Hisbollah und dem Iran finanziertes und betriebenes Terrornetzwerk zerschlagen und dessen Mitglieder festgenommen. Dem Netzwerk werden Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und die Bedrohung der nationalen Sicherheit vorgeworfen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur. "Das Netzwerk war im Land unter dem Deckmantel einer Scheinfirma tätig und versuchte, die Volkswirtschaft zu unterwandern sowie externe Vorhaben auszuführen, die die Finanzstabilität des Landes bedrohten", berichtet die Nachrichtenagentur.