19. Mrz (Reuters) - Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
21.50 Uhr - Die USA haben eine neue Lizenz für den Verkauf von russischem Öl erlassen, um die durch den Nahost-Konflikt gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Die neue Regelung ersetzt eine frühere und ist bis zum 11. April gültig, teilt das US-Finanzministerium mit. Geschäfte mit Nordkorea, Kuba und der Krim sind davon jedoch ausgeschlossen.
21.02 Uhr - Die Benzinpreise in den USA steigen im laufenden Monat um mehr als 30 Prozent und nähern sich der psychologisch wichtigen Marke von vier Dollar pro Gallone (etwa 0,91 Euro je Liter). Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Ende Februar klettert der Durchschnittspreis an den Zapfsäulen nach Angaben des Automobilclubs AAA um rund 90 Cent auf 3,88 Dollar je Gallone. Benzin werde voraussichtlich in der kommenden Woche die Marke von vier Dollar erreichen und könnte auf 4,10 Dollar und mehr steigen, schreibt der Analyst Patrick De Haan vom Portal GasBuddy auf der Plattform X. Vor den Kongresswahlen im November ist die Teuerung ein zentrales Thema in den USA.
20.46 Uhr - Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot reist am Freitag überraschend nach Israel. Wie das Außenministerium in Paris mitteilt, will Barrot mit der israelischen Führung über die regionale Sicherheit, humanitäre Hilfe und eine Deeskalation im Nahen Osten sprechen. Er trifft aus Beirut ein, wo er sich um eine Waffenruhe im Libanon bemüht hat.
20.13 Uhr - Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zufolge das iranische Erdgasfeld South Pars im Alleingang angegriffen. US-Präsident Donald Trump habe Israel darum gebeten, von weiteren derartigen Einsätzen abzusehen, sagt Netanjahu bei einer Pressekonferenz. Trump selbst hat erklärt, er habe nichts von dem Angriff gewusst. Israelische Regierungsvertreter, die nicht namentlich genannt werden wollten, haben der Nachrichtenagentur Reuters dagegen gesagt, der Einsatz sei mit den USA abgesprochen gewesen.
19.53 Uhr - Der Iran ist nach Darstellung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht mehr in der Lage, Uran anzureichern oder ballistische Raketen herzustellen. Es sei noch zu früh, um sagen zu können, ob sich die iranische Bevölkerung gegen die Regierung erheben werde, sagt Netanjahu auf einer Pressekonferenz.
19.46 Uhr - Portugal macht den Weg frei für eine vorübergehende Begrenzung der Strompreise für Haushalte und die meisten Unternehmen. Der Großhandelspreis auf der Iberischen Halbinsel liege derzeit jedoch weit unter dem dafür nötigen Schwellenwert, teilt die Regierung mit. Der Mechanismus soll greifen, wenn die Endkundenpreise um mehr als 70 Prozent steigen oder mehr als zweieinhalbmal so hoch liegen wie der Fünf-Jahres-Durchschnitt. In einem solchen Fall würde eine Energiekrise ausgerufen, erklärte Präsidialminister Antonio Leitao Amaro. Dies ermögliche Maßnahmen wie Preissenkungen unter die Produktionskosten. Die Preisobergrenzen wären an Sparvorgaben geknüpft: Haushalte müssten ihren Verbrauch auf 80 Prozent des Vorjahresniveaus senken, Unternehmen auf 70 Prozent. Portugal bezieht 79 Prozent seines Stroms aus Erneuerbaren.
19.05 Uhr - Ein israelischer Angriff im Südlibanon legt nach Angaben des staatlichen libanesischen Stromversorgers ein wichtiges Umspannwerk lahm. Durch den Angriff seien verschiedene Teile des Werks in Bint Dschbeil beschädigt worden, teilt das Unternehmen mit. Dies beeinträchtige die Stromversorgung in der Stadt und den umliegenden Orten. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.
17.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump will wohl doch keine weiteren Soldaten für den Krieg gegen den Iran in den Nahen Osten entsenden. "Ich schicke nirgendwo Truppen hin", sagt Trump im Weißen Haus vor der Presse auf eine entsprechende Frage. "Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicher nicht sagen. Aber ich schicke keine Truppen." Die Äußerung steht im Widerspruch zu einem Reuters-Bericht vom Vortag, wonach die US-Regierung die Entsendung von Tausenden Soldaten zur Verstärkung des Einsatzes gegen den Iran erwägt. Reuters berief sich dabei auf einen US-Regierungsvertreter sowie drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
17.35 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben Raffinerien in Israel mit Raketen angegriffen. Die Anlagen in Haifa und Aschdod seien getroffen worden, teilt die Eliteeinheit mit. Das israelische Energieministerium hat nur von einem Angriff auf die Ölraffinerie in Haifa gesprochen.
17.30 Uhr - Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilt die iranischen Angriffe auf die Gasinfrastruktur in Katar. Solche rücksichtslosen Angriffe hätten das Risiko, die Region am Persischen Golf weiter in die Krise zu stürzen, sagt Starmer seinem Büro zufolge in einem Telefonat mit dem Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad al-Thani. Großbritannien werde weiterhin an der Seite Katars und seiner Verbündeten am Golf stehen, sichert Starmer demnach zu.
17.19 Uhr - Die iranischen Revolutionsgarden melden die Beschädigung eines F-35-Kampfjets der USA. Der US-Sender CNN berichtete zuvor unter Berufung auf Insider, eine F-35 habe nach einem mutmaßlichen Treffer durch iranische Kräfte eine Notlandung absolviert. Eine Stellungnahme des US-Militärs liegt zunächst nicht vor.
17.14 Uhr - Auf eine Frage eines Journalisten zu den Kosten des Krieges sagt US-Präsident Donald Trump, seine Regierung werde "aus vielen Gründen" zusätzliche Mittel benötigen. Einem Medienbericht zufolge ersucht das Verteidigungsministerium um 200 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg.
17.07 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, keine Energiefelder anzugreifen. Eine Stellungnahme Netanjahus liegt zunächst nicht vor. Er soll im Laufe des Abends eine eigene Pressekonferenz abhalten.
17.04 Uhr - Die US-Regierung berichtet von Überläufern auf iranischer Seite. Finanzminister Scott Bessent zufolge finden sie auf allen Ebenen statt. Präsident Donald Trump ergänzt, dass man viele Fälle von Fahnenflucht beim Militär sehe.
16.56 Uhr - Die USA werden Präsident Donald Trump zufolge nirgendwo Truppen einsetzen. Er habe eigentlich gedacht, dass die Folgen des Angriffs auf den Iran schwerwiegender sein würden, sagt er vor der Presse. Trump spricht anlässlich eines Treffens mit der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im Weißen Haus.
16.52 Uhr - Die USA haben einem Medienbericht zufolge keine Pläne, einen Ausfuhrstopp für Rohöl zu verhängen. Dies habe die US-Regierung am Morgen bei einem Treffen mit Vertretern des Öl-Branchenverbandes American Petroleum Institute (API) erklärt, berichtet ein Reporter des Nachrichtenportals Politico auf dem Kurznachrichtendienst X.
16.48 Uhr - Das Büro von Benjamin Netanjahu kündigt eine Pressekonferenz des israelischen Regierungschefs für 19.30 Uhr MEZ an. Es wäre seine zweite seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar.
16.40 Uhr - Dem israelischen Energieministerium zufolge sind die Raffinerien in der nördlichen Küstenstadt Haifa bei einem Angriff getroffen worden. Die Schäden seien "nicht signifikant", heißt es. Nach Angaben der Polizei liegen keine Berichte über Verletzte vor.
16.25 Uhr - EU-Ratspräsident Antonio Costa und UN-Generalsekretär Antonio Guterres haben auf dem EU-Gipfel in Brüssel davor gewarnt, die regelbasierte internationale Ordnung abzuwickeln. "Viele internationale Akteure stellen die internationale Ordnung infrage, doch unsere Erfahrung zeigt, dass es in Wirklichkeit keine Alternative dazu gibt", sagt Costa. "Die Alternative wäre Chaos", fügt er hinzu und kritisiert indirekt Russland, Israel und die USA. "Die Alternative wäre der Krieg in der Ukraine. Die Alternative wäre der Krieg im Nahen Osten. Die Alternative wäre die dramatische humanitäre Lage im Gazastreifen." Auch in mehreren Ländern Afrikas würde sich die Lage noch verschlimmern." Die EU sei zentral bei der Verteidigung der bisherigen Weltordnung, sagt Guterres.
14.50 Uhr - Der israelische Angriff auf das iranische Gasfeld South Pars ist Insidern zufolge mit den USA koordiniert gewesen. Dies sagen drei israelische Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, er habe nichts von der Attacke gewusst. Israel werde das Gasfeld voraussichtlich nicht erneut angreifen, hieß es weiter. Die israelische Regierung hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Angriff bekannt.
14.30 Uhr - Die Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Katar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich "in seinen kühnsten Träumen" nicht vorstellen können, dass Katar und die Region derart angegriffen würden – "insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan".
14.20 Uhr - Führende europäische Staaten und Japan zeigen sich grundsätzlich bereit, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Man werde sich an entsprechenden Bemühungen beteiligen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu stabilisieren. Dazu wolle man mit Förderländern an einer Erhöhung der Produktion arbeiten und begrüße die Freigabe strategischer Ölreserven.
13.50 Uhr - Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Weltluftfahrtverbands IATA die Preise für Flüge hochtreiben. "Es wird dabei keine Gewinner geben", sagte IATA-Chef Willie Walsh der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Veranstaltung in Brüssel. Die globale Nachfrage sei derzeit noch robust, aber höhere Ticketpreise könnten sie dämpfen. Sollte der Konflikt andauern und zu Engpässen bei Kerosin führen, könnten Fluggesellschaften zudem ihre Kapazitäten kürzen.
13.19 Uhr - Die Kriegsziele der USA gegen den Iran sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth seit Beginn der Angriffe am 28. Februar unverändert. Ziel sei weiterhin die Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen, der Rüstungsindustrie und der Marine, sagt Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister tituliert, vor der Presse. Zudem solle verhindert werden, dass der Iran jemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Die USA lägen dabei im Plan.
13.15 Uhr - Bei Luftangriffen auf ein Hauptquartier der irakischen Miliz PMF (Popular Mobilization Forces) östlich von Mossul ist Sicherheitskreisen zufolge ein Mensch getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden. Auch südlich von Kirkuk sei ein Stützpunkt der Miliz getroffen worden, über dem Rauch aufsteige. Die PMF ist ein Bündnis unter anderem aus schiitischen Milizen im Irak, die vom Iran unterstützt werden.
13.03 Uhr - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Telefonaten mit seinen Amtskollegen in der Türkei, Ägypten und Pakistan jeweils zu engerer regionaler Zusammenarbeit aufgerufen. Angesichts der jüngsten Angriffe auf die iranische Infrastruktur mahnte er zur Wachsamkeit, wie staatliche Medien berichten. Gleichzeitig droht ein Militärsprecher mit einer "viel härteren" Antwort, sollten erneut iranische Energieanlagen ins Visier genommen werden. Angriffe auf Einrichtungen der USA und ihrer Verbündeten würden dann bis zu deren vollständiger Zerstörung fortgesetzt.
12.44 Uhr - Der Iran hat staatlichen Medien zufolge 97 Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, für Israel zu arbeiten. Sie wurden als "Soldaten Israels" bezeichnet. Sie seien im Rahmen eines Sicherheitseinsatzes festgenommen worden, bei dem seit Kriegsbeginn Hunderte Menschen wegen angeblicher Verbindungen zu Israel und den USA inhaftiert wurden. Zudem meldeten die staatlichen Medien unter Berufung auf den Polizeichef der Provinz Albors die Festnahme von 41 weiteren Personen. Diesen wird zur Last gelegt, Videos an oppositionelle Medienkanäle im Ausland geschickt zu haben.
08.45 Uhr - Der Iran fordert von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen der US-Luftangriffe Entschädigung. Die VAE hätten US-Angriffe auf iranisches Gebiet ermöglicht, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Nournews aus einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen (UN), Amir Saeid Irawani, an UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Die Duldung der Angriffe sei ein "völkerrechtswidriger Akt, der die staatliche Verantwortung nach sich zieht", heißt es demnach in dem Schreiben. Die Regierung in Teheran sei der Ansicht, die VAE hätten eine internationale Verpflichtung zur Wiedergutmachung. Dies schließe eine Entschädigung für alle entstandenen materiellen und moralischen Schäden ein. Eine Stellungnahme der VAE oder der USA lag zunächst nicht vor.
07.55 Uhr - Eine Ölraffinerie in der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu ist Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Auswirkungen seien jedoch minimal gewesen, verlautete aus Branchenkreisen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor eine Warnung und Evakuierungsaufforderung für mehrere Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte Samref-Raffinerie, die gemeinsam vom saudi-arabischen Ölriesen Saudi Aramco2222.SE und dem US-Konzern Exxon MobilXOM.N betrieben wird. Der Hafen von Yanbu am Roten Meer ist derzeit die einzige Exportmöglichkeit für Rohöl aus den arabischen Golfstaaten. Der Iran hat die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird, fast vollständig blockiert. Eine Stellungnahme von Saudi Aramco lag zunächst nicht vor.
05.17 Uhr - Über der Militärbasis Fort McNair in Washington werden einem Medienbericht zufolge unbekannte Drohnen gesichtet. Auf dem Stützpunkt wohnen US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit der Situation vertraute Personen. Die Herkunft der Drohnen ist den Angaben zufolge unklar. Die Vorfälle lösen Überlegungen aus, die beiden Minister zu verlegen - dies geschieht jedoch bisher nicht. Das US-Militär beobachtet nach Angaben der Zeitung potenzielle Bedrohungen derzeit besonders aufmerksam. Hintergrund ist die erhöhte Alarmbereitschaft wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Das Pentagon lehnt eine Stellungnahme aus Sicherheitsgründen ab. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht nicht unabhängig verifizieren.
03.36 Uhr - Der wegen des Iran-Krieges zurückgetretene oberste US-Sicherheitsbeauftragte Joe Kent steht einem Medienbericht zufolge unter FBI-Ermittlungen. Ihm werde vorgeworfen, geheime Informationen weitergegeben zu haben, meldet das Onlineportal Semafor unter Berufung auf drei Insider. Die Untersuchung habe bereits vor seinem Rücktritt als Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung am Dienstag begonnen. Das FBI lehnt eine Stellungnahme ab.
00.35 Uhr - Das Pentagon bittet das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges im Iran. Dies berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter.