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NAHOST-TICKER-QatarEnergy: Reparatur von LNG-Anlagen dauert bis zu fünf Jahre

ReutersMar 19, 2026 1:43 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

14.30 Uhr - Die Reparatur der durch iranische Angriffe beschädigten Flüssiggasanlagen in Katar wird nach Angaben von QatarEnergy drei bis fünf Jahre dauern. Betroffen seien Anlagen, die 17 Prozent der Exportkapazität des Unternehmens ausmachten, sagt Konzernchef Saad al-Kaabi der Nachrichtenagentur Reuters. Er habe sich "in seinen kühnsten Träumen" nicht vorstellen können, dass Katar und die Region derart angegriffen würden – "insbesondere von einem brüderlichen muslimischen Land im Monat Ramadan".

14.20 Uhr - Führende europäische Staaten und Japan zeigen sich grundsätzlich bereit, die Sicherheit in der Straße von Hormus zu gewährleisten. Man werde sich an entsprechenden Bemühungen beteiligen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Japan. Die Gruppe verurteilt die iranischen Angriffe und fordert ein sofortiges Ende der Attacken. Zudem kündigen die Staaten an, die Energiemärkte zu stabilisieren. Dazu wolle man mit Förderländern an einer Erhöhung der Produktion arbeiten und begrüße die Freigabe strategischer Ölreserven.

13.50 Uhr - Der Krieg im Nahen Osten wird nach Einschätzung des Weltluftfahrtverbands IATA die Preise für Flüge hochtreiben. "Es wird dabei keine Gewinner geben", sagte IATA-Chef Willie Walsh der Nachrichtenagentur Reuters am Rande einer Veranstaltung in Brüssel. Die globale Nachfrage sei derzeit noch robust, aber höhere Ticketpreise könnten sie dämpfen. Sollte der Konflikt andauern und zu Engpässen bei Kerosin führen, könnten Fluggesellschaften zudem ihre Kapazitäten kürzen.

13.19 Uhr - Die Kriegsziele der USA gegen den Iran sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth seit Beginn der Angriffe am 28. Februar unverändert. Ziel sei weiterhin die Zerstörung der iranischen Raketenabschussrampen, der Rüstungsindustrie und der Marine, sagt Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister tituliert, vor der Presse. Zudem solle verhindert werden, dass der Iran jemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange. Die USA lägen dabei im Plan.

13.15 Uhr - Bei Luftangriffen auf ein Hauptquartier der irakischen Miliz PMF (Popular Mobilization Forces) östlich von Mossul ist Sicherheitskreisen zufolge ein Mensch getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden. Auch südlich von Kirkuk sei ein Stützpunkt der Miliz getroffen worden, über dem Rauch aufsteige. Die PMF ist ein Bündnis unter anderem aus schiitischen Milizen im Irak, die vom Iran unterstützt werden.

13.03 Uhr - Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat in Telefonaten mit seinen Amtskollegen in der Türkei, Ägypten und Pakistan jeweils zu engerer regionaler Zusammenarbeit aufgerufen. Angesichts der jüngsten Angriffe auf die iranische Infrastruktur mahnte er zur Wachsamkeit, wie staatliche Medien berichten. Gleichzeitig droht ein Militärsprecher mit einer "viel härteren" Antwort, sollten erneut iranische Energieanlagen ins Visier genommen werden. Angriffe auf Einrichtungen der USA und ihrer Verbündeten würden dann bis zu deren vollständiger Zerstörung fortgesetzt.

12.44 Uhr - Der Iran hat staatlichen Medien zufolge 97 Menschen festgenommen, denen vorgeworfen wird, für Israel zu arbeiten. Sie wurden als "Soldaten Israels" bezeichnet. Sie seien im Rahmen eines Sicherheitseinsatzes festgenommen worden, bei dem seit Kriegsbeginn Hunderte Menschen wegen angeblicher Verbindungen zu Israel und den USA inhaftiert wurden. Zudem meldeten die staatlichen Medien unter Berufung auf den Polizeichef der Provinz Albors die Festnahme von 41 weiteren Personen. Diesen wird zur Last gelegt, Videos an oppositionelle Medienkanäle im Ausland geschickt zu haben.

08.45 Uhr - Der Iran fordert von den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen der US-Luftangriffe Entschädigung. Die VAE hätten US-Angriffe auf iranisches Gebiet ermöglicht, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Nournews aus einem Brief des iranischen Botschafters bei den Vereinten Nationen (UN), Amir Saeid Irawani, an UN-Generalsekretär Antonio Guterres. Die Duldung der Angriffe sei ein "völkerrechtswidriger Akt, der die staatliche Verantwortung nach sich zieht", heißt es demnach in dem Schreiben. Die Regierung in Teheran sei der Ansicht, die VAE hätten eine internationale Verpflichtung zur Wiedergutmachung. Dies schließe eine Entschädigung für alle entstandenen materiellen und moralischen Schäden ein. Eine Stellungnahme der VAE oder der USA lag zunächst nicht vor.

07.55 Uhr - Eine Ölraffinerie in der saudi-arabischen Hafenstadt Yanbu ist Ziel eines Luftangriffs geworden. Die Auswirkungen seien jedoch minimal gewesen, verlautete aus Branchenkreisen. Die iranischen Revolutionsgarden hatten zuvor eine Warnung und Evakuierungsaufforderung für mehrere Ölanlagen in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar veröffentlicht. Sie galt auch für die attackierte Samref-Raffinerie, die gemeinsam vom saudi-arabischen Ölriesen Saudi Aramco2222.SE und dem US-Konzern Exxon MobilXOM.N betrieben wird. Der Hafen von Yanbu am Roten Meer ist derzeit die einzige Exportmöglichkeit für Rohöl aus den arabischen Golfstaaten. Der Iran hat die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird, fast vollständig blockiert. Eine Stellungnahme von Saudi Aramco lag zunächst nicht vor.

05.17 Uhr - Über der Militärbasis Fort McNair in Washington werden einem Medienbericht zufolge unbekannte Drohnen gesichtet. Auf dem Stützpunkt wohnen US-Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit der Situation vertraute Personen. Die Herkunft der Drohnen ist den Angaben zufolge unklar. Die Vorfälle lösen Überlegungen aus, die beiden Minister zu verlegen - dies geschieht jedoch bisher nicht. Das US-Militär beobachtet nach Angaben der Zeitung potenzielle Bedrohungen derzeit besonders aufmerksam. Hintergrund ist die erhöhte Alarmbereitschaft wegen des Krieges der USA und Israels gegen den Iran. Das Pentagon lehnt eine Stellungnahme aus Sicherheitsgründen ab. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht nicht unabhängig verifizieren.

03.36 Uhr - Der wegen des Iran-Krieges zurückgetretene oberste US-Sicherheitsbeauftragte Joe Kent steht einem Medienbericht zufolge unter FBI-Ermittlungen. Ihm werde vorgeworfen, geheime Informationen weitergegeben zu haben, meldet das Onlineportal Semafor unter Berufung auf drei Insider. Die Untersuchung habe bereits vor seinem Rücktritt als Chef des Nationalen Zentrums für Terrorismusbekämpfung am Dienstag begonnen. Das FBI lehnt eine Stellungnahme ab.

00.35 Uhr - Das Pentagon bittet das Weiße Haus um die Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress über mehr als 200 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Krieges im Iran. Dies berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter.

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