
Gold (XAU/USD) hat Schwierigkeiten, von den bescheidenen Gewinnen der letzten zwei Tage zu profitieren und bewegt sich während der asiatischen Sitzung am Freitag in einer engen Handelsspanne um die psychologische Marke von 5.000 USD. Händler scheinen nun zögerlich zu sein und entscheiden sich, auf die wichtigen US-Makrodaten – den vorläufigen BIP-Bericht für das vierte Quartal und den Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) – zu warten, bevor sie neue Richtungswetten eingehen. Die entscheidenden Daten werden eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Erwartungen über den Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) spielen, was wiederum die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) antreiben und dem renditelosen gelben Metall einen bedeutenden Impuls verleihen wird.
In der Zwischenzeit zeigten die Protokolle der geldpolitischen Sitzung des FOMC im Januar, dass die Zentralbank es nicht eilig hat, die Zinssätze weiter zu senken, während die Beamten auch die Möglichkeit einer Zinserhöhung diskutierten, falls die Inflation nicht zurückgeht. Darüber hinaus signalisierten die eingehenden Daten einen bemerkenswert widerstandsfähigen US-Arbeitsmarkt, der zusammen mit den hawkischen Kommentaren von Fed-Beamten die Anleger dazu zwang, ihre Wetten auf eine aggressivere Lockerung der Geldpolitik zu reduzieren. Die Neubewertung der Zinssenkungen der Fed führte wiederum dazu, dass der USD auf den höchsten Stand seit dem 23. Januar stieg und sich als ein entscheidender Faktor herausstellte, der als Gegenwind für Gold wirkt, obwohl der Abwärtsdruck angesichts steigender geopolitischer Spannungen begrenzt zu sein scheint.
US-Präsident Donald Trump warnte Iran am Donnerstag, dass es einen Deal über sein Atomprogramm machen müsse, oder es wirklich schlimme Dinge passieren werden, und setzte eine Frist von 10 bis 15 Tagen. Als Antwort teilte Iran dem UN-Generalsekretär Antonio Guterres mit, dass es keinen Krieg suche, aber militärische Aggression nicht tolerieren werde. Iran fügte hinzu, dass alle Stützpunkte und Vermögenswerte einer feindlichen Kraft in der Region legitime Ziele wären, wenn sie angegriffen würden. Dies erhöht das Risiko einer militärischen Konfrontation und eines breiteren Konflikts im Nahen Osten, was weiterhin das sichere Gold stützen könnte. Der gemischte fundamentale Hintergrund erfordert daher Vorsicht, bevor aggressive Richtungswetten platziert werden.
Das XAU/USD-Paar verteidigte am Donnerstag den 100-Stunden-Simple Moving Average (SMA) und sprang davon ab. Dennoch erfordert das Fehlen von Anschlusskäufen und die in den letzten zwei Tagen beobachtete seitwärts gerichtete Preisbewegung Vorsicht für bullische Händler. Der SMA liegt derzeit bei 4.965,41 USD und bietet nahe Unterstützung.
In der Zwischenzeit bleibt die MACD-Linie unter der Signallinie und unter null, während das negative Histogramm sich verengt, was auf nachlassenden bärischen Druck hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) steht bei 53 (neutral) und stimmt mit einem vorsichtigen Erholungston überein.
Ein Halten über dem steigenden 100-Perioden-SMA würde die intraday Risiken nach oben verschieben, und ein MACD-Bull-Crossover mit einem Rückgang über die Nulllinie würde die Argumentation für eine Fortsetzung stärken. Umgekehrt würde ein Verlust des Momentums beim MACD zusammen mit einem RSI-Rollback aus dem mittleren 50er-Bereich die Erholung anfällig machen und könnte dazu führen, dass der Preis den gleitenden Durchschnitt als Unterstützung erneut testet, bevor sich die Richtung wieder festigt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.