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China verhängt Zölle auf EU-Milchprodukte - aber viel niedriger als befürchtet

ReutersFeb 12, 2026 9:10 AM

- China verhängt Zölle von bis zu 11,7 Prozent auf Milchprodukte aus der Europäischen Union. Dies sei Folge einer 18-monatigen Untersuchung zu europäischen Subventionen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Peking mit. Die Zölle treten zum 13. Februar in Kraft und gelten für fünf Jahre.

Die neuen Abgaben liegen in einer Spanne zwischen 7,4 und 11,7 Prozent. Die nun final festgelegten Sätze sind deutlich niedriger als die in einer vorläufigen Entscheidung vom Dezember zunächst verhängten Zölle von 21,9 bis 42,7 Prozent. Die Regierung in Peking hatte die Untersuchung als Reaktion auf EU-Zölle auf chinesische Elektroautos angeordnet.

Der Wert der von der Untersuchung betroffenen Importe aus der EU belief sich 2024 auf 589 Millionen Dollar. Wichtige Exporteure in der EU sind Frankreich, Italien, Dänemark und die Niederlande. Im Visier waren ungesüßte Milch und Sahne sowie Frisch- und Weichkäse, darunter auch bekannte französische Sorten wie Roquefort und Camembert.

Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von zwei Monaten, dass China Zölle für Produkte aus der EU senkt, die nach der Einführung von EU-Abgaben auf Elektroautos ins Visier genommen wurden.

Hierzulande ist die DMK Deutsche Milchkontor GmbH betroffen, mit einem Zoll von 9,5 Prozent. Sie ist nach eigenen Angaben Deutschlands größte Molkereigenossenschaft und verarbeitet jährlich rund 5,1 Milliarden Kilogramm Milch. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Niedersachsen.

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