
Gold (XAU/USD) steigt am Mittwoch, da ein schwächerer US-Dollar (USD) die Preise unterstützt. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird XAU/USD bei etwa 5.103 USD gehandelt, was einem Anstieg von etwa 1,45% im Tagesverlauf entspricht, während die Aufmerksamkeit auf den verzögerten US-Arbeitsmarktbericht gerichtet ist.
Der Bericht zur Beschäftigungssituation im Januar, der ursprünglich für letzten Freitag geplant war, wurde aufgrund der teilweisen Schließung der US-Regierung verschoben und soll nun um 13:30 GMT veröffentlicht werden. Ökonomen erwarten, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) im Januar um 70.000 steigen, nach 50.000 im Dezember. Die durchschnittlichen Stundenlöhne werden voraussichtlich um 0,3% MoM und 3,6% YoY steigen, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich unverändert bei 4,4% bleibt.
Die Daten könnten einen frischen richtungsweisenden Impuls für das Edelmetall liefern, da jede negative Überraschung auf dem Arbeitsmarkt oder bei den Lohnzahlen die Erwartungen stärken würde, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze eher früher als später wieder senken könnte. Dies würde wahrscheinlich den USD weiter belasten und das nicht verzinsliche Metall unterstützen.
Im Gegensatz dazu könnte ein stärker als erwarteter Arbeitsmarktbericht kurzfristigen Druck auf das Edelmetall ausüben, indem er die Erwartungen an frühe Zinssenkungen der Fed dämpft und dem Greenback einen vorübergehenden Auftrieb verleiht.
Allerdings wird ein Rückgang wahrscheinlich begrenzt bleiben, da breitere makroökonomische Treiber, einschließlich anhaltender geopolitischer und wirtschaftlicher Risiken sowie starker Nachfrage der Zentralbanken, die Gesamtprognose für das Metall weiterhin stützen.

Aus technischer Sicht hält XAU/USD eine milde bullische Tendenz aufrecht, da die Käufer allmählich an Schwung gewinnen, nachdem sie erfolgreich die psychologische Marke von 5.000 USD verteidigt haben.
Auf dem 4-Stunden-Chart schwebt der Preis knapp unter dem oberen Bollinger-Band bei 5.117,43 USD, und ein nachhaltiger Durchbruch über dieses Niveau würde wahrscheinlich den aktuellen Anstieg verlängern.
Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 61, steigt und bleibt im bullischen Bereich, was auf ein verbessertes Momentum hinweist. Auf der Abwärtsseite wird die erste Unterstützung am 20-Perioden-Simple Moving Average (SMA) gesehen, der auch das mittlere Bollinger-Band bei etwa 5.019,75 USD markiert.
Die Bollinger-Bänder verengen sich, was auf eine Kontraktion der Volatilität und eine Konsolidierungsphase hinweist. Die Trendstärke bleibt schwach, mit einem ADX von 10,56, was darauf hindeutet, dass eine nachhaltige Richtungsbewegung wahrscheinlich einen neuen Katalysator erfordert, wobei der US Nonfarm Payrolls-Bericht im Fokus steht.
Ein Scheitern, das obere Band zu durchbrechen, könnte einen Rückgang in Richtung der Unterstützungszone von 5.019,75 USD bis 4.922,06 USD auslösen. Umgekehrt würde ein entscheidender Ausbruch nach oben wahrscheinlich die Bandexpansion fördern und den kurzfristigen Kurs nach oben richten.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.