
Muskat, 06. Feb (Reuters) - Im Oman haben inmitten erheblicher Spannungen die Gespräche zwischen dem Iran und den USA begonnen. Das meldete die iranische Nachrichtenagentur SNN am Freitagvormittag. In Muskat sind Beratungen zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, geplant.
Die Positionen der beiden Staaten liegen weit auseinander. Die USA wollen über das Atomprogramm des Irans, seine ballistischen Raketen und die Unterstützung bewaffneter Gruppen in der Region sprechen. Der Iran hatte mehrfach erklärt, er werde nur über sein Atomprogramm und eine Lockerung der Sanktionen verhandeln. Das Programm für ballistische Raketen sei eine rote Linie, die nicht überschritten werden dürfe. Überlagert wird das Treffen von Trumps Drohung mit einem Militärschlag gegen den Iran. In die Region haben die USA bereits etliche Kriegsschiffe entsandt.
Erst im Juni 2025 hatte Israel mit Unterstützung der USA Atomanlagen im Iran angegriffen. Der massive Beschuss endete nach zwölf Tagen mit einer Waffenruhe. Nach iranischen Angaben wurde die wichtigste Atomanlage Fordo schwer beschädigt. Trump erklärte seinerzeit, die US-Angriffe hätten das iranische Atomprogramm "vollständig und total ausgelöscht".
In Trumps erster Präsidentschaft waren die USA 2018 einseitig aus dem 2015 historischen geschlossenen Atomabkommen ausgestiegen, das den Iran am Bau von Atomwaffen hindern sollte. Der Iran sah sich darauf nicht mehr an Auflagen gebunden und forcierte seine Urananreicherung.