
Gold (XAU/USD) baut auf der Erholung des Vortages aus dem Bereich von 4.400 USD, dem niedrigsten Stand seit dem 6. Januar, auf und gewinnt während der asiatischen Sitzung am Dienstag an Boden. Der Rohstoff hat jedoch Schwierigkeiten, das Momentum auszunutzen, und kürzt einen Teil der Intraday-Gewinne auf den Bereich von 4.856 USD aufgrund einer Kombination negativer Faktoren. Die Nominierung von US-Präsident Donald Trump von Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) hat einen wichtigen Unsicherheitsfaktor beseitigt. Hinzu kommt, dass der positive US ISM Manufacturing PMI, der am Montag veröffentlicht wurde, dem US-Dollar (USD) hilft, seine jüngsten Erholungsgewinne von einem Vierjahrestief zu bewahren, was wiederum als Gegenwind für das Edelmetall angesehen wird.
In der Zwischenzeit deuten Anzeichen einer Deeskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm des Iran, zusammen mit dem Handelsabkommen zwischen den USA und Indien sowie der Entscheidung der CME Group, die Margin-Anforderungen für Edelmetall-Futures zu erhöhen, auf weitere bärische Entwicklungen für Gold hin. Dies, zusammen mit einer allgemein positiven Stimmung an den Aktienmärkten, erfordert Vorsicht für die XAU/USD-Bullen, bevor sie sich für weitere Gewinne positionieren. Daher wird es ratsam sein, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass der jüngste scharfe Korrekturrückgang von der Marke von 5.600 USD, dem Rekordhoch der letzten Woche, seinen Lauf genommen hat. Die US JOLTS Job Openings-Daten könnten später während der nordamerikanischen Sitzung einen Anstoß geben.
Der Rohstoff zeigte Widerstand unter dem 50-Tage-Simple Moving Average (SMA) und sprang am Montag vom 50%-Retracement-Niveau der Rallye von Juli 2025 bis Januar 2026 ab. Die aufwärts gerichtete Neigung des SMA deutet darauf hin, dass Rückgänge unterstützt werden könnten. Hinzu kommt, dass das XAU/USD-Paar derzeit über dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Niveau, das im Bereich von 4.645-4.650 USD liegt, gehalten wird und in der Nähe Unterstützung bieten sollte. Darüber hinaus liegt der Relative Strength Index (RSI) bei 51,91 und steigt, was auf ein stabilisierendes Momentum hindeutet.
Allerdings steht die MACD-Linie unter der Signallinie und unter null, was einen bärischen Ton verstärkt. Das negative Histogramm weitet sich aus und deutet auf ein zunehmendes Abwärtsmomentum hin. In der Zwischenzeit könnte jede weitere Bewegung nach oben das 23,6%-Retracement bei 4.995,94 USD ins Visier nehmen, während das Versagen, die erste Unterstützung zu halten, die Erholung anfällig für weitere Konsolidierung machen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.