
13. Jan (Reuters) - Venezuelas staatlicher Energiekonzern PDVSA fährt Insidern zufolge seine Ölproduktion wieder hoch. Damit reagiere das Unternehmen auf die Wiederaufnahme der Exporte unter US-Aufsicht, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Ein dritter Tanker habe die Küste Venezuelas verlassen. Zuvor hatte ein striktes US-Embargo die Ausfuhren des Opec-Mitglieds fast vollständig zum Erliegen gebracht und dazu geführt, dass Millionen von Barrel in Tanks an Land und auf Schiffen festsaßen.
Eines der Schiffe steuerte laut LSEG-Schiffsdaten ein Terminal auf den Bahamas an. Bereits am Montag hatten zwei Supertanker mit je rund 1,8 Millionen Barrel an Bord venezolanische Gewässer verlassen. Dies könnten die ersten Lieferungen im Rahmen einer Vereinbarung über 50 Millionen Barrel zwischen Caracas und Washington sein. Wegen der vollen Lager in Venezuela war die Gesamtproduktion in der vergangenen Woche auf rund 880.000 Barrel pro Tag (bpd) gefallen, nachdem sie Ende November noch bei 1,16 Millionen bpd gelegen hatte.
Um die Öllieferungen ist unterdessen ein Wettrennen entbrannt. Die globalen Handelshäuser Trafigura und Vitol erhielten in der vergangenen Woche US-Lizenzen für Verhandlungen über venezolanisches Öl. PDVSA und das Weiße Haus reagierten zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahme. Die Wiederaufnahme der Exporte folgt auf die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die USA. Zuvor hatte lediglich der US-Konzern ChevronCVX.N Öl aus seinen Joint Ventures im Land exportieren dürfen.