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Streit um Trumps Visa-Pläne - Investoren fordern Aufklärung von Amazon & Co.

ReutersDec 18, 2025 1:22 AM

- Eine gewerkschaftsnahe Investorengruppe fordert von den US-Konzernen AmazonAMZN.O, der Google-Mutter AlphabetYGOG.NLB und WalmartWMT.O Aufklärung über die finanziellen Folgen von Donald Trumps Einwanderungspolitik. In Briefen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen, verlangt die SOC Investment Group Auskunft darüber, wie die Unternehmen mit einer geplanten Gebühr von 100.000 Dollar für Arbeitsvisa umgehen wollen. Die Gruppe will zudem wissen, wie sich Trumps Politik auf die für den Einzelhandel wichtigen Lieferketten in der Landwirtschaft und im Transportwesen auswirkt.

Hintergrund ist eine geplante Anordnung von US-Präsident Trump, die eine Gebühr von 100.000 Dollar für Anträge auf sogenannte H-1B-Visa für hochqualifizierte Fachkräfte vorsieht. Bislang liegen die Gebühren bei wenigen tausend Dollar. Das Programm ist insbesondere für Technologiekonzerne von entscheidender Bedeutung, um Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Allein in der ersten Jahreshälfte 2025 erhielten Amazon und Alphabet zusammen mehr als 15.000 solcher Visa-Genehmigungen.

Die SOC-Gruppe, die nach eigenen Angaben Anteile an allen drei Unternehmen hält, hat in der Vergangenheit bereits erfolgreich Konzerne zu mehr Transparenz bei anderen Themen gedrängt. "Wenn sie nicht in der Lage sind, mit der Nachfrage oder dem Wettbewerb Schritt zu halten, weil sie nicht die richtigen Leute einstellen können, stellt dies eine langfristige Bedrohung für den Unternehmenswert dar", sagte SOC-Chefin Tejal Patel zu Reuters. Amazon lehnte eine Stellungnahme ab, von den anderen Unternehmen war zunächst keine zu erhalten.

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