Snowflake-Ergebnisvorschau: Aktie dieses Jahr fast 50 % im Plus, während Wall Street ein Höchstkursziel von 500 Dollar vergibt
Snowflake wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal am 2. September bekannt geben. Analysten erwarten einen Umsatz von rund 1,48 Milliarden US-Dollar, gestützt durch eine robuste Nachfrage nach Cloud-Migration und generativer KI. Angesichts eines Kursanstiegs von fast 50 % seit Jahresbeginn und einer hohen Bewertung liegt die Messlatte für das Unternehmen jedoch hoch. Entscheidend für die Kursentwicklung werden neben dem Produktumsatz vor allem die Kennzahlen RPO, NRR sowie eine mögliche Anhebung der Jahresprognose sein. Der Optionsmarkt preist bereits eine Schwankung von zehn Prozent ein, was auf kurzfristige Abwärtsrisiken hindeutet.

TradingKey - Snowflake (SNOW) wird seine Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 nach US-Börsenschluss am 2. September bekannt geben. Da die Aktie seit Jahresbeginn um fast 50 % zugelegt hat und sich zeitweise ihrem 52-Wochen-Hoch näherte, sind die Markterwartungen hinsichtlich der Wachstumsaussichten deutlich gestiegen.
FactSet erwartet für das zweite Quartal von Snowflake einen Umsatz von rund 1,48 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, bei einem voraussichtlichen bereinigten Gewinn je Aktie von 0,46 US-Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor eine Produktumsatzprognose von 1,415 bis 1,420 Milliarden US-Dollar abgegeben, was einem Wachstum von 30 % im Jahresvergleich entspricht. Dies bedeutet, dass der Markt die Messlatte für die Performance in diesem Quartal effektiv hoch gelegt hat.
Kann der Produktumsatz ein Wachstum von über 30 % aufrechterhalten?
Bereits im Vorquartal hatte Snowflake eine erneute Beschleunigung des Wachstums signalisiert. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erreichte der Produktumsatz des Unternehmens 1,33 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 34 % gegenüber dem Vorjahr und damit deutlich mehr als die Wachstumsrate von rund 30 % in den vorangegangenen Quartalen. Das Unternehmen führte diese Entwicklung auf fortlaufende Fortschritte bei der Cloud-Migration von Unternehmen sowie eine gestiegene Kundennachfrage nach Datenverarbeitung im Zusammenhang mit generativer KI und intelligenten Agenten zurück.
Anders als bei traditioneller Abonnementssoftware rechnet Snowflake primär auf Basis der tatsächlichen Nutzung durch die Kunden ab. Je mehr KI-Anwendungen Unternehmen entwickeln, desto mehr Daten müssen sie speichern, organisieren und abrufen, was letztlich den Verbrauch von Rechenressourcen auf der Plattform erhöht. Der Produktumsatz ist daher die entscheidende Kennzahl zur Beurteilung der Frage, ob Snowflake tatsächlich von KI-Investitionen profitieren kann.
Das Management rechnete für das zweite Quartal zuvor mit einem Produktumsatz von rund 1,4 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Sollten die tatsächlichen Ergebnisse dieses Niveau deutlich übertreffen, würde dies darauf hindeuten, dass die Wachstumsbeschleunigung aus dem ersten Quartal von gewisser Dauer ist. Fällt die Wachstumsrate hingegen unter 30 %, könnte am Markt erneut die Sorge aufkommen, dass KI-Projekte in der Testphase feststecken und in Produktivumgebungen noch keine ausreichend stabilen Ausgaben generiert haben.
Noch wichtiger ist mit Blick auf die Jahresprognose, dass Snowflake seine Vorhersage für den Produktumsatz im Geschäftsjahr 2027 zuvor von 5,66 Milliarden US-Dollar auf 5,84 Milliarden US-Dollar angehoben hatte, wodurch die erwartete Wachstumsrate im Jahresvergleich von 27 % auf 31 % stieg.
Für Snowflake, dessen aktuelle Bewertung bereits deutlich gestiegen ist, reicht ein Quartalsergebnis im Rahmen der bestehenden Prognose möglicherweise nicht aus, um die Anleger vollständig zufriedenzustellen. Der Markt erhofft sich vielmehr eine erneute Anhebung der Jahresprognose durch das Management – insbesondere ob der Produktumsatz die Marke von 6 Milliarden US-Dollar erreichen kann. Eine deutliche Anhebung der Jahresprognose würde signalisieren, dass KI-Workloads von Unternehmen die Nutzung der Plattform voraussichtlich auch in der zweiten Jahreshälfte weiter antreiben werden.
RPO und NRR: Schlägt sich die KI-Nachfrage in tatsächlichem Verbrauch nieder?
Neben dem Umsatz werden die RPO und die NRR zwei zentrale Kennzahlen zur Bewertung der Wachstumsqualität von Snowflake in diesem Quartalsbericht sein.
Im ersten Quartal erreichten die RPO von Snowflake 9,21 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies deutet darauf hin, dass das Volumen der von Kunden im Voraus gebuchten Verträge weiterhin rasch wächst. Unterdessen zählte das Unternehmen 779 Kunden mit einem Produktumsatz von mehr als 1 Million US-Dollar in den letzten zwölf Monaten – ein Plus von 29 % gegenüber dem Vorjahr, was zeigt, dass die Großkundenbasis weiter expandiert.
Wenn die RPO im zweiten Quartal weiterhin um mehr als 30 % zulegen und die Zahl der umsatzstarken Kunden weiter steigt, erhält der Markt ein klareres Signal, dass Unternehmenskunden KI-Funktionen nicht nur testen, sondern ihre Investitionen in die Dateninfrastruktur ausweiten.
Die Bedeutung der NRR ist noch unmittelbarer. Im ersten Quartal lag die Netto-Umsatzbindungsrate (NRR) von Snowflake bei 126 %, was bedeutet, dass die Ausgaben von Bestandskunden ohne Berücksichtigung von Neukunden weiterhin schnell gewachsen sind. Für Snowflake hängt die Frage, ob die NRR stabil bleiben kann, direkt davon ab, ob seine KI-Funktionen dem Unternehmen helfen, seinen Anteil am Kundenbudget auszuweiten.
Produkte wie Cortex Code und Snowflake Intelligence sind derzeit mit dieser Aufgabe betraut. Ihre Nutzerzahlen allein sind nicht der entscheidende Faktor; was die Bewertung wirklich beeinflusst, ist die Frage, ob die Nutzung dieser Tools durch die Kunden den Verbrauch auf der Plattform durch Datenabfragen, Modelltraining und den Betrieb von KI-Agenten steigert.
Wenn die NRR im zweiten Quartal bei rund 126 % bleibt oder sich sogar erholt, wird der Markt noch stärkere Gründe haben, Snowflake als direkten Profiteur der KI-Ausgaben von Unternehmen zu betrachten.
Bullischer Konsens an der Wall Street wächst, während hohe Bewertungen die Gewinne auf die Probe stellen
Vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen zeigt sich die Wall Street generell optimistisch. Analysten gehen weitgehend davon aus, dass Unternehmen die Datenmigration beschleunigen und die Infrastruktur für generative KI-Anwendungen ausbauen, weshalb Snowflake als entscheidende Plattform, die Unternehmensdaten, KI-Modelle und Anwendungen verbindet, weiterhin vom Wachstum bei KI-Workloads profitieren dürfte.
Laut Daten von TipRanks stufen 28 von 31 Analysten, die Snowflake in den vergangenen 12 Monaten beobachtet haben, die Aktie mit „Kaufen“ ein. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 360,07 US-Dollar mit einem Höchstziel von 500 US-Dollar, was zeigt, dass die Wall Street hinsichtlich des langfristigen Wachstumspotenzials des Unternehmens weiterhin optimistisch gestimmt ist.

Quelle: TipRanks
Allerdings spiegelt die aktuelle Bewertung bereits hohe Wachstumserwartungen wider. Gemessen am erwarteten Umsatz der nächsten 12 Monate liegt das Forward-Kurs-Umsatz-Verhältnis von Snowflake bei etwa 16 und damit deutlich höher als bei den meisten etablierten Softwareunternehmen. Dies bedeutet, dass der Markt eine KI-getriebene Beschleunigung des Produktumsatzwachstums bereits eingepreist hat. Selbst wenn die Geschäftsentwicklung des Unternehmens die ursprüngliche Prognose erfüllt, könnte die SNOW-Aktie aufgrund unerfüllter Erwartungen unter Druck geraten, falls Produktumsatz, NRR oder der Ganzjahresausblick keine größere positive Überraschung liefern.
Auch der Optionsmarkt spiegelt vor den Quartalszahlen eine vorsichtige Haltung wider. Die aktuelle Marktpreisgestaltung impliziert, ausgehend von einem Aktienkurs nahe 322,50 US-Dollar, eine potenzielle Kursbewegung von etwa 10 % nach Bekanntgabe der Zahlen. Ein zuletzt relativ aktiver Handel mit kurzfristigen Put-Optionen deutet darauf hin, dass sich einige Anleger im Voraus gegen Abwärtsrisiken absichern.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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