Goldpreis-Prognose: Kann Gold weiter steigen, während die Fed-Zinserhöhungserwartungen anziehen und sich der US-Iran-Konflikt zuspitzt?
Im asiatischen Handel am 31. August setzten die Goldpreise (XAUUSD) ihren Abwärtstrend fort und fielen kurzzeitig unter 4.400 US-Dollar. Haupttreiber sind falkenhafte Äußerungen von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole, die Zinserhöhungserwartungen für September anheizten und zu steigenden Anleiherenditen sowie einem stärkeren US-Dollar führten. Zusätzlich schürten Nahostkonflikte und steigende Ölpreise Inflationssorgen. Technisch dominiert kurzfristig das bärische Momentum, wobei die Marke von 4.400 US-Dollar und der 20-Tage-Durchschnitt als zentrale Unterstützungen dienen. Ein Unterschreiten könnte tiefere Korrekturen bis 4.330 US-Dollar auslösen, während eine Stabilisierung Erholungspotenzial Richtung 4.500 US-Dollar eröffnet.

TradingKey – Im asiatischen Handel am 31. August setzten die Goldpreise heute (XAUUSD) ihren Rückgang vom vergangenen Freitag fort und fielen im Tagesverlauf kurzzeitig unter 4.400 US-Dollar auf ein Tief von 4.396,36 US-Dollar. Am vergangenen Freitag schlossen die Goldpreise mit einem Minus von über 3 %, da die falkenhafte Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium die Erwartungen an eine Zinserhöhung im September deutlich anheizte. Zudem schürten die erneute Eskalation des militärischen Konflikts zwischen den USA und dem Iran am Wochenende sowie die steigenden internationalen Ölpreise die Inflationssorgen weiter, was das Aufwärtspotenzial von Gold stark belastete. Allerdings deutet die technische Analyse darauf hin, dass der Goldpreis weiterhin Aufwärtspotenzial aufweist.
Warum der Goldpreis fällt
Aus fundamentaler Sicht liegen die Hauptgründe für den jüngsten Rückgang des Goldpreises in den restriktiven Signalen von Warsh auf dem Wirtschaftssymposium in Jackson Hole und der erneuten Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran.
Warsh erklärte am vergangenen Freitag, dass die Währungshüter weiterhin „noch Arbeit vor sich haben“, falls die Federal Reserve nicht sicher sein kann, dass die zugrunde liegende Inflation schnell genug zu ihrem 2-%-Ziel zurückkehrt. Obwohl Warsh eine Zinserhöhung im September nicht explizit ankündigte, war dies sein bisher deutlichster Hinweis auf einen Zinsschritt seit seinem Amtsantritt als Fed-Chef.
Die Märkte passten ihre Zinserwartungen rasch an. Nach der Rede von Warsh stieg die Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung im September schnell von zuvor etwa 35 % auf rund 60 %. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen stieg am vergangenen Freitag um etwa 11 Basispunkte auf 4,34 %, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen rückte auf nahezu 4,72 % vor und der US-Dollar-Index kletterte um rund 0,6 %. Für unverzinstes Gold erhöhte der gleichzeitige Anstieg der Anleiherenditen und des US-Dollars die Opportunitätskosten der Goldhaltung erheblich, was den Goldpreis am vergangenen Freitag um mehr als 3 % nach unten drückte.

Quelle: CME Group
Unterdessen zeigten die Spannungen zwischen den USA und dem Iran am Wochenende Anzeichen einer erneuten Zuspitzung. Militärische Aktionen zwischen den USA und dem Iran verstärkten die Sorgen des Marktes vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten, während Risiken für die Schifffahrt und die Energieversorgung in der Straße von Hormus wieder in den Blickpunkt rückten. Angetrieben davon stiegen die internationalen Rohölpreise, wobei die Sorte Brent wieder über 90 US-Dollar kletterte. Sollten Transportstörungen in der Straße von Hormus die weltweiten Ölpreise anhaltend nach oben treiben, könnte dies auch die US-Inflationserwartungen steigen lassen, was die Zinserwartungen des Marktes bezüglich der Fed-Politik beeinflussen und den Goldpreis weiter unter Druck setzen würde.
Technische Analyse des Goldpreises

Tageschart des Goldpreises, Quelle: TradingView
Beim Blick auf den Tageschart des Goldpreises zeigt sich, dass Gold zuvor von knapp 4.300 US-Dollar rasch anstieg und in der Spitze nahezu 4.700 US-Dollar erreichte, nahe 4.700 US-Dollar jedoch keinen nachhaltigen Ausbruch erzielen konnte. Falkenhafte Äußerungen von Warsh dienten den Bullen als Katalysator für Gewinnmitnahmen; der Goldpreis stürzte am vergangenen Freitag an einem einzigen Tag um mehr als 3 % ab und testete an diesem Montag mit rund 4.396 US-Dollar noch tiefere Stände, was darauf hindeutet, dass die Marktstimmung derzeit von den Bären dominiert wird.
Derzeit ist der Goldpreis bis nahe an die Marke von 4.400 US-Dollar gefallen. Obwohl die Kurse im Tagesverlauf bis auf 4.396 US-Dollar nachgaben, erholten sie sich rasch wieder über 4.400 US-Dollar, was eine gewisse Unterstützung auf diesem Niveau zeigt. Da dieses Niveau zudem nahe dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt liegt, könnte sich eine gebündelte Unterstützungsstruktur bilden, die das kurzfristige bärische Momentum des Goldpreises schwächt.
Zu beachten ist, dass der Goldpreis kurzfristig in eine tiefere Korrekturphase eintreten könnte, falls er heute unter dem gleitenden 20-Tage-Durchschnitt schließt und zugleich die Marke von 4.400 US-Dollar nach unten durchbricht.
Nach unten hin ist die wichtigste zu beachtende Unterstützung für Gold die Marke von 4.400 US-Dollar. Sollte diese Marke nicht halten, könnte der Goldpreis in Richtung der Unterstützung bei 4.330 US-Dollar fallen, und ein weiterer Rückgang könnte die Marke von 4.200 US-Dollar testen.
Nach oben hin dürfte der Goldpreis kurzfristig eine Erholung vollziehen, wenn der heutige Schlusskurs eine nachhaltige Behauptung über 4.400 US-Dollar bestätigt. Das primäre Ziel auf der Oberseite wäre das Testen der Marke von 4.500 US-Dollar, gefolgt von 4.600 US-Dollar. Bei einem erfolgreichen Ausbruch und einer Konsolidierung oberhalb dieses Niveaus könnte der Goldpreis erneut die Marke von 4.700 US-Dollar ins Visier nehmen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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