Micron-Aktienkursprognose: Sturz unter 1.000-Dollar-Marke, weiterer Rückgang um 20 % droht
Am 19. August US-Ostküstenzeit brach die Micron-Aktie um 7,02 % ein und gab im übernachtlichen Handel um weitere 2 % nach, was einen breiten Ausverkauf im Halbleiter- und Speichersektor auslöste. Auslöser waren steigende Makro-Renditen, geopolitische Risiken mit Brent-Ölpreisen über 90 US-Dollar sowie Sorgen um die KI-Finanzierung und steigende Zinsen. Trotz solider Fundamentaldaten drückten institutionelle Positionskürzungen auf den Kurs. Technisch droht nach dem Unterschreiten wichtiger Marken ein weiteres Abwärtsrisiko von rund 20 % Richtung des Julitiefs bei 740 US-Dollar.

TradingKey – Micron-Aktie bricht um über 7 % ein und löst Verkaufsdruck aus; technische Analyse warnt vor möglichem Abwärtsrisiko von 20 %.
Am 19. August US-Ostküstenzeit gab Micron Technology (MU) im übernachtlichen Handel um weitere rund 2 % nach und notierte vorübergehend bei 921,63 US-Dollar. Gestern geriet Micron Technology im Tagesverlauf unter starken Verkaufsdruck; die Aktie brach um 7,02 % ein und schloss bei 940,76 US-Dollar, während der Tagesumsatz auf 35,3 Milliarden US-Dollar hochschnellte und damit die Spitze des US-Aktienmarktes einnahm.
Gestern erlitten der Halbleiter- und der Speichersektor eine breite Positionsbereinigung. Neben dem Einbruch von Micron brachen Seagate Technology (STX), SK Hynix (SKHY) und SanDisk (SNDK) allesamt um über 9 % ein, Marvell (MRVL) verlor über 8 % und Western Digital (WDC) büßte mehr als 7 % ein, was auf einen kollektiven Kapitalabzug hindeutet. Dieser branchenweite Rücksetzer war ein systemischer Risk-Off-Ausverkauf, der durch stark steigende Makro-Renditen, eskalierende geopolitische Risiken und Zweifel bezüglich der KI-Investitionen ausgelöst wurde.
Die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen stieg über 5,3 % und erreichte ein Mehrjahreshoch, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ebenfalls auf nahezu 4,75 % kletterte. Die steigenden risikofreien Zinsen belasteten direkt die künftigen Bewertungsmodelle von Technologieaktien und schürten Sorgen am Markt, dass Tech-Riesen wie Microsoft (MSFT), Meta (META) und Google (GOOG) bei der großvolumigen Anleihenfinanzierung für den Aufbau von KI-Rechenzentren mit deutlich höheren Kosten konfrontiert sein werden, was die künftigen Budgets für Rechenleistung und Speicherbeschaffung dämpft.
Darüber hinaus eskalierten die geopolitischen Spannungen erneut, da das 60-Tage-Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten auslief und US-Präsident Trump sein Verhandlungsteam anwies, die Kontakte zum Iran auszusetzen – mit der Erklärung, dass es „weder jetzt noch in Zukunft Gespräche oder einen Dialog mit dem Iran geben wird“. Dies trieb den Preis für Brent-Rohöl (UKOIL) auf über 90 US-Dollar pro Barrel. Der steile Ölpreisanstieg schürte Befürchtungen vor einer Zweitrundeninflation, wobei das CME FedWatch Tool eine am Markt implizierte Wahrscheinlichkeit einer weiteren Fed-Zinserhöhung vor Jahresende anzeigte, die steil auf fast 70 % kletterte. Damit musste der High-Beta-Halbleitersektor als „Geldautomat“ für Kapitalabflüsse die Hauptlast tragen.
Ein weiterer nicht zu vernachlässigender Faktor ist, dass trotz der soliden Fundamentaldaten von Micron (mit einem erwarteten KGV von rund 21) führende Institutionen wie Bridgewater und das Duquesne Family Office in ihren jüngsten Portfolio-Offenlegungen taktische Positionskürzungen bekannt gaben, was zu Anschlussverkäufen am Markt führte.
Aus Sicht der technischen Analyse steht der Aktienkurs von Micron unter Druck, seine Tiefststände erneut zu testen. Obwohl der Kurs von Micron am Montag über die Marke von 1.000 US-Dollar stieg, deutete der Rücksetzer im späten Handel darauf hin, dass die Verkäufer aktiv wurden. Gestern verschärfte sich der Ausverkauf weiter, sodass die Aktie deutlich schwächer eröffnete und ihren Abwärtstrend fortsetzte. Die nächste Verteidigungslinie ist das Tief von Ende Juli bei 740 US-Dollar, was ein Abwärtsrisiko von rund 20 % gegenüber dem aktuellen Niveau darstellt.
Micron-Aktienkurs-Chart, Quelle: TradingView
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
Empfohlene Artikel













Kommentare (0)
Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.