AMD plant KI-Forschungszentrum in Südkorea zum Aufbau eines offenen Computing-Ökosystems
Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT unterzeichnete am 27. Juli eine Absichtserklärung mit AMD zur Einrichtung eines KI-Forschungszentrums. Ziel ist der Aufbau eines offenen, heterogenen KI-Rechenökosystems, das AMD-CPUs/GPUs mit südkoreanischen NPUs kombiniert. Diese Architektur zielt auf höhere Effizienz bei sinkenden Kosten ab. Die Partnerschaft umfasst neben der Hardware-Integration die Förderung lokaler Talente sowie gemeinsame Forschungen im Bereich „AI for Science“. Durch diese strategische Allianz und den Wettbewerb mit anderen Marktführern wie Nvidia festigt Südkorea seine Position als zentraler Knotenpunkt der globalen KI-Infrastruktur und Halbleiterentwicklung.

TradingKey – Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT gab am 27. Juli bekannt, dass die südkoreanische Regierung eine Absichtserklärung (MOU) mit dem US-Chipriesen AMD ( AMD ) unterzeichnet hat, im Rahmen derer die beiden Parteien ein KI-Forschungszentrum in Südkorea einrichten und gemeinsam ein offenes Ökosystem für KI-Recheninfrastrukturen aufbauen werden.
Im Rahmen der Vereinbarung wird AMD ein „AI Center of Excellence“ in Südkorea einrichten, um die Zusammenarbeit zwischen südkoreanischen Unternehmen, Universitäten und Forschungseinrichtungen in Bereichen wie der KI-Halbleiter-Softwareentwicklung und der Verifizierung von Rechentechnologien zu koordinieren.
Zugleich werden die beiden Parteien eine heterogene KI-Recheninfrastruktur gemeinsam aufbauen, die die CPUs und GPUs von AMD mit inländischen NPUs südkoreanischer Unternehmen kombiniert, die im Bereich der KI-Inferenz wettbewerbsfähig sind, um eine offenere KI-Rechenleistungsplattform zu schaffen.
Das südkoreanische Ministerium für Wissenschaft und IKT erklärte, dass die Kooperation am 23. Juli Ortszeit auf der Veranstaltung „AMD Advancing AI 2026“ in San Francisco vereinbart wurde. Dies fiel zeitlich mit dem USA-Besuch des südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung zusammen, wobei AMD-CEO Lisa Su persönlich an der Unterzeichnungszeremonie teilnahm.
Von der GPU zum heterogenen Computing
Der Kern dieser Partnerschaft ist das "heterogene Computing". Mit der zunehmenden Verbreitung von generativer und agentenbasierter KI steigt die Inferenznachfrage rasant an. Dies veranlasst einen Wandel der KI-Rechenarchitektur: weg von einem rein GPU-dominierten Modell hin zu einem heterogenen Computing-Modell, das verschiedene Chips – wie CPUs, GPUs und NPUs – je nach Bedarf kombiniert.
In der Branche ist man weithin der Ansicht, dass diese heterogene Computing-Architektur nicht nur die Recheneffizienz verbessert, sondern auch die Bereitstellungskosten und den Stromverbrauch senkt und so allmählich in den Mittelpunkt des Wettbewerbs um die Infrastruktur rückt.
Bae Kyung-hoon, Südkoreas stellvertretender Premierminister und Minister für Wissenschaft und IKT, sagte bei der Unterzeichnungszeremonie: "Der globale KI-Wettbewerb verlagert sich in Richtung heterogenes Computing und offene Ökosysteme. Durch unsere Partnerschaft mit AMD werden wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer heimischen KI-Halbleiterindustrie stärken und ein neues Kooperationsmodell etablieren, um auf die Veränderungen der globalen KI-Recheninfrastruktur zu reagieren."
F&E-Umsetzung und Talententwicklung
Neben der Hardware-Kooperation wird AMD auch an den nationalen wissenschaftlichen KI-Forschungsinitiativen Südkoreas teilnehmen. Das Unternehmen wird dem Nationalen Wissenschaftlichen KI-Forschungszentrum Südkoreas Rechenressourcen wie Hochleistungs-CPUs, -GPUs und KI-Software zur Verfügung stellen und gleichzeitig technische Experten entsenden, um die gemeinsame Forschung im Bereich „AI for Science“ voranzutreiben.
Darüber hinaus ist die Talentförderung ein wesentlicher Schwerpunkt der Zusammenarbeit. AMD plant, mit mehreren südkoreanischen Universitäten und Forschungseinrichtungen zu kooperieren, um Studierenden und Forschern Entwicklungsumgebungen und Schulungsressourcen auf Basis der AMD-KI-Plattform bereitzustellen und eine gemeinsame Forschung zu KI-Technologien der nächsten Generation wie der physischen KI durchzuführen, um das lokale Ökosystem zur Entwicklung von KI-Talenten weiter zu stärken.
Lisa Su erklärte bei der Unterzeichnungszeremonie: „Südkorea verfügt über eine globale Wettbewerbsfähigkeit in den Bereichen Halbleiter, KI, Spitzenforschung sowie physische KI und ist ein strategischer Kernmarkt für AMD. Bei dieser Zusammenarbeit geht es nicht nur um die Bereitstellung von Hardware, sondern sie spiegelt auch das langfristige Engagement von AMD wider, durch technologische Kooperation, Talentförderung und eine enge gemeinsame Forschung und Entwicklung zur KI-Innovation und zum Wirtschaftswachstum Südkoreas beizutragen.“
Bemerkenswerterweise hatte vor AMD bereits Nvidia ( NVDA) Partnerschaften mit südkoreanischen Universitäten wie dem KAIST und der Nationaluniversität Seoul geschlossen und seine Investitionen in das KI-Ökosystem Südkoreas kontinuierlich ausgebaut. Da die beiden KI-Chip-Giganten nun sukzessive ihre Zusammenarbeit mit der südkoreanischen Regierung und den dortigen Forschungseinrichtungen stärken, zeigt dies auch, dass Südkorea dank seiner ausgereiften Halbleiter-Lieferkette, seines etablierten Talentpools und der staatlichen Unterstützung schrittweise zu einer zentralen Drehscheibe im weltweiten Wettbewerb um KI-Infrastruktur wird.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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