Kupferpreisprognose: US-Zölle auf raffiniertes Kupfer könnten sich verzögern, Kupferpreise stürzen nach Rekordhoch ab, können sie noch steigen?
Die Kupferpreise fielen am 9. September nach einem Allzeithoch von 14.854 US-Dollar stark um 4,48 % auf 14.169 US-Dollar. Auslöser waren mögliche Verzögerungen bei der US-Zollpolitik für raffiniertes Kupfer, da das Weiße Haus höhere Schutzzölle für die heimische Industrie gegen steigende Kosten für das verarbeitende Gewerbe abwägt. Zスポvrige Zollerwartungen hatten zu massiven US-Importen und Rekordbeständen geführt, wodurch sich Preisspannen zwischen COMEX und LME bildeten. Technisch bleibt der mittel- bis langfristige Trend bullisch, während kurzfristig nachlassendes Momentum eine Konsolidierung zwischen 14.100 und 14.700 US-Dollar erwarten lässt.

TradingKey – Am 9. September erreichten die Kupferpreise ein Allzeithoch von 14.854 US-Dollar, doch spätere Änderungen der US-Zollpolitik für raffiniertes Kupfer lösten am Donnerstag einen kräftigen Rückgang aus, wobei die Preise im Tagesverlauf um 4,48 % einbrachen und bei 14.169 US-Dollar schlossen.
US-Zölle auf raffiniertes Kupfer könnten sich verzögern, da der Kupfermarkt bisherige Zollprämie anpasst
Die US-Regierung hatte zuvor neue Zollmaßnahmen auf Importe von Raffinadekupfer geprüft. Der Markt ging zeitweise davon aus, dass die USA ab 2027 einen Zoll von 15 % auf Raffinadekupfer erheben und die Zollsätze im Anschluss weiter anheben könnten, was Importeure und Händler dazu veranlasste, ihre Kupferlieferungen in die USA frühzeitig aufzustocken.
Einem Bericht von Reuters vom 10. September zufolge hat das Weiße Haus jedoch noch keine endgültige Entscheidung über Zölle auf Raffinadekupfer getroffen. Die US-Regierung wägt die Unterstützung ab, die höhere Zölle dem heimischen Kupferbergbau und der Hüttenindustrie bieten würden, gegenüber den zusätzlichen Kosten, die steigende Kupferpreise für das verarbeitende Gewerbe und die Verbraucher bedeuten könnten. Folglich drohen bei den Zöllen auf Raffinadekupfer, deren rasche Umsetzung am Markt zuvor erwartet worden war, nun Verzögerungen.
Die USA decken derzeit etwa die Hälfte ihres Kupferbedarfs über Importe ab und betreiben im Inland nur zwei Kupferschmelzen. Höhere Einfuhrzölle könnten die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Minen und Hüttenprojekte stärken. Allerdings findet Kupfer auch in Bereichen wie der Energieausrüstung, der Automobilindustrie, dem Baugewerbe, der Klimatechnik und in Rechenzentren breite Anwendung, weshalb weitere Kupferpreissteigerungen die nachgelagerten Herstellungskosten direkt verteuern würden. Bedenken des Weißen Hauses hinsichtlich der „Bezahlbarkeit“ und der Fertigungskosten zählen zu den Hauptgründen, warum die Entscheidung aufgeschoben wurde.
Die Zollerwartungen hatten den weltweiten Kupferhandel zuvor bereits erheblich verändert.
Getrieben von der Sorge vor künftig steigenden Einfuhrkosten für US-Raffinadekupfer haben Händler in den vergangenen Monaten kontinuierlich Kupfer im Voraus in die USA geliefert. Daten von Reuters zeigten, dass die USA allein im ersten Halbjahr 2026 rund 885.000 Tonnen Kupfer importierten und die COMEX-Kupferbestände Ende August zeitweise ein Rekordhoch von etwa 675.000 Tonnen erreichten. Unterdessen verknappte der massive Kupferzufluss in die USA die lieferbaren Bestände an anderen Handelsplätzen wie der LME und führte zu einem spürbaren Preisaufschlag für US-Kupfer gegenüber den internationalen Märkten.
Sollten sich die Zölle auf Raffinadekupfer weiter verzögern oder letztlich gar nicht umgesetzt werden, nimmt die Notwendigkeit für US-Importeure ab, sich im Voraus einzudecken, und die große Preisspanne zwischen der COMEX und der LME könnte sich verengen. Ob die umfangreichen Kupferbestände, die sich bereits in US-Lagerhäusern befinden, künftig wieder in andere Märkte abfließen, wird zudem die globale Struktur des Kassa-Angebots beeinflussen.
Für den Markt bleibt die größte politische Unsicherheit der kommenden Zeit, wie das Weiße Haus letztlich mit den Einfuhren von Raffinadekupfer umgeht. Das US-Handelsministerium hat dem Präsidenten Empfehlungen vorgelegt, eine endgültige Entscheidung wurde jedoch noch nicht bekannt gegeben. Werden Zölle in Zukunft erneut bestätigt, könnten Händler wieder einen starker Anreiz haben, Kupfer in die USA zu liefern. Werden die Zölle hingegen über einen längeren Zeitraum verzögert oder ganz abgesagt, könnten sich der Lageraufbau in den USA und die auf den früheren Zollerwartungen basierenden regionalen Preisunterschiede weiter korrigieren.
Technische Analyse des Kupferpreises

Kupferpreis-Wochenchart, Quelle: TradingView
Beim Blick auf den Wochenchart des Kupferpreises zeigt der Gesamttrend eine deutliche Aufwärtsbewegung. Da zudem die mittel- bis langfristigen gleitenden Durchschnitte SMA60 und SMA144 weiterhin bullisch ausgerichtet sind, bestätigt dies zusätzlich, dass der mittel- bis langfristige Trend bullisch bleibt.
Aktuell erreichte der Kupferpreis in dieser Woche ein Allzeithoch von 14.854 US-Dollar, allerdings könnte der Wochenschlusskurs unter dem 0,5-Fibonacci-Extension-Niveau bei 14.700 US-Dollar liegen und einen langen oberen Schatten ausbilden. Dies deutet darauf hin, dass das bullische Momentum am Markt nachlassen könnte und der Kupferpreis kurzfristig in eine Seitwärtskonsolidierung übergehen könnte.
Auf der Oberseite ist als wichtigste Widerstandszone für den Kupferpreis der Bereich von 14.700–14.854 US-Dollar zu beachten. Gelingt dem Kupferpreis ein nachhaltiger Ausbruch über 14.700 US-Dollar und kann er sich darüber behaupten, wird er nach oben hin weiter die Marke von 15.000 US-Dollar testen. Kann sich der Kupferpreis über 15.000 US-Dollar halten, könnte sich weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung des 0,618-Fibonacci-Extension-Niveaus bei 15.400 US-Dollar eröffnen.
Auf der Unterseite liegt die primäre zu beachtende Unterstützungszone unterhalb des Kupferpreises bei 14.100–14.000 US-Dollar, gefolgt von 13.800 US-Dollar weiter unten. Setzt sich der Rückgang fort, könnte der Kupferpreis das Unterstützungsniveau von 13.350 US-Dollar testen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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