US-Anleiherenditen erreichen Fast-20-Jahres-Hoch und drücken Gold unter 4.300 USD: Fällt Gold weiter?
Am europäischen Handelstag des 15. September kletterten die Renditen 30- und 10-jähriger US-Staatsanleihen nahe 20-Jahres-Hochs, angetrieben durch hohe Ölpreise und Inflationssorgen. Dies verstärkte die Erwartung einer Leitzinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte. Infolgedessen sank der Spot-Goldpreis unter 4.300 US-Dollar. Steigende Opportunitätskosten und ein starker US-Dollar belasten Edelmetalle. Charttechnisch liegt die entscheidende Unterstützung beim gleitenden 60-Tage-Durchschnitt von rund 4.241 US-Dollar. Ein Unterschreiten dieses Niveaus könnte weitere Verluste Richtung 4.200 US-Dollar auslösen, während ein Halten eine technische Erholung auf 3.330 US-Dollar ermöglichen könnte.

TradingKey – Am europäischen Handelstag des 15. September stieg die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen im Tagesverlauf auf 5,3960 %, während die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen zeitweise 5,047 % erreichte – beides Werte nahe an 20-Jahres-Hochs. Da die langfristigen Renditen weiter stiegen, fiel der Gold-Spotpreis (XAUUSD) unter die Marke von 4.300 US-Dollar und gab zeitweise bis auf rund 4.260 US-Dollar nach.

Chart der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, Quelle: Investing
Haupttreiber für den Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen bleiben weiterhin die Inflation und die geldpolitischen Erwartungen. Zuletzt blieben die Ölpreise auf hohem Niveau, wobei Versorgungsrisiken im Nahen Osten die Energiepreise weiter nach oben trieben. Am Dienstag stieg Rohöl der Sorte WTI um rund 1,8 % auf über 103 US-Dollar, während Brent-Rohöl auf über 108 US-Dollar zulegte. Höhere Energiekosten haben das Risiko erhöht, dass die US-Inflation auf hohem Niveau verharrt, und zugleich die Markterwartungen gestärkt, dass die US-Notenbank Federal Reserve ihre Geldpolitik weiter straffen wird.
Der Markt rechnet derzeit auf breiter Front damit, dass die Federal Reserve zum Abschluss ihrer September-Sitzung am Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte anheben wird. Damit würde die Zielspanne für den Leitzins auf 3,75 % bis 4,00 % steigen; die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung liegt bei nahezu 90 %. Morgan Stanley erwartet, dass die Fed die Zinsen dieses Mal um 25 Basispunkte anheben und im Dezember möglicherweise einen weiteren Zinsschritt vornehmen wird.
Ein hohes Zinsumfeld erhöht direkt die Opportunitätskosten der Goldhaltung. Unterdessen sorgt die anhaltende Stärke des US-Dollar-Index für zusätzlichen Abwärtsdruck auf den Goldpreis.

Tageschart des Goldpreises, Quelle: TradingView
Blickt man auf den Tageschart von Gold, bestätigte der Schlusskurs am Montag den Ausbruch nach unten unter die Marke von 4.300 US-Dollar; die Notierung schloss an diesem Tag bei 4.298,86 US-Dollar. Der Rückgang setzte sich heute fort und brachte einen Tiefststand von 4.263,72 US-Dollar. Die wichtigste Unterstützung unterhalb des Goldpreises ist der gleitende 60-Tage-Durchschnitt bei rund 4.241 US-Dollar. Sollte sich der heutige Schlusskurs nachhaltig über diesem Niveau halten, könnte beim Goldpreis eine kurze technische Erholung einsetzen mit dem Potenzial für einen Wiederanstieg in Richtung 4.330 US-Dollar.
Fällt der Goldpreis hingegen unter den gleitenden 60-Tage-Durchschnitt, könnte nach unten die Unterstützungslinie bei 4.200 US-Dollar getestet werden. Hält der Abwärtstrend an, könnte der Goldpreis weiter in Richtung der Marke von 4.000 US-Dollar fallen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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