Goldpreis-Trendprognose: Juni-VPI plus Kongress-Anhörung des Fed-Vorsitzenden, kann sich der Goldpreis über 4.000 $ halten?
Der Goldpreis konsolidiert am 14. Juli im Bereich von 4.000 US-Dollar, belastet durch geopolitische Spannungen am Persischen Golf und daraus resultierende Ölpreisanstiege. Höhere Energiekosten schüren Inflationserwartungen und Renditen von Staatsanleihen, was Gold als zinslose Anlage unter Druck setzt. Marktteilnehmer fokussieren sich auf die US-VPI-Daten für Juni und die Kongressanhörung des Fed-Vorsitzenden. Ein Durchbruch unter die 4.000-US-Dollar-Marke könnte weitere Abwärtsbewegungen in Richtung 3.900 US-Dollar auslösen. Bleibt das Niveau stabil, ist eine technische Erholung bis 4.200 US-Dollar möglich. Die Geldpolitik der Fed bleibt dabei der entscheidende Volatilitätsfaktor.

TradingKey – Im asiatischen Handel am 14. Juli konsolidierte sich der Goldpreis ( XAUUSD) im Bereich der Marke von 4.000 US-Dollar, rutschte im Tagesverlauf kurzzeitig unter 4.000 US-Dollar und markierte ein Tief bei 3.983,23 US-Dollar. Mit Blick auf das Marktgeschehen brach der Goldpreis gestern um 2,87 % ein, belastet durch die eskalierende Krise in der Straße von Hormus. Während der Handelssitzung fielen die Preise kurzzeitig unter 4.000 US-Dollar auf 3.986,64 US-Dollar, doch der Schlusskurs konnte sich über der Marke von 4.000 US-Dollar halten und ging bei 4.001,01 US-Dollar aus dem Handel. Dies deutet darauf hin, dass die Marke von 4.000 US-Dollar zu einem hart umkämpften Niveau für Bullen und Bären geworden ist. Für Anleger wird der Hauptfokus heute auf den US-Verbraucherpreisdaten für Juni liegen.
Eskalierende Spannungen zwischen den USA und dem Iran treiben Ölpreise nach oben, Gold gerät unter starken Abwärtsdruck
Aus fundamentaler Sicht ist der Hauptfaktor, der die Goldpreise in jüngster Zeit nach unten gezogen hat, die erneute Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran, was die Ölpreise nach oben getrieben und die Inflationserwartungen angeheizt hat. Trump erklärte kürzlich, dass die USA die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen werden und planen, Gebühren auf Frachten zu erheben, die diese Region passieren, um die Sicherheitskosten zu decken. Diese Aussage impliziert, dass sich das Engagement der USA in der Straße von Hormus von der „Sicherung der Schifffahrt“ hin zu einer direkteren Kontrolle verschiebt. Unterdessen haben die USA auch wieder eine Seeblockade gegen den Iran verhängt und Maßnahmen ergriffen, die auf die militärischen Fähigkeiten des Irans im Zusammenhang mit der Meerenge abzielen. Auf der anderen Seite beharrt der Iran auf seiner vorherrschenden Autorität über die Transitregeln der Meerenge und betrachtet die US-Maßnahmen als direkte Herausforderung seiner regionalen Interessen.
Infolge dieser Nachrichten verzeichnete der Rohölmarkt einen starken Aufschwung. Am Montag schloss die Sorte WTI ( USOIL)-Rohöl schloss mit einem Plus von 9,08 % bei 77,99 US-Dollar; Brent ( UKOIL)-Rohöl schloss mit einem Plus von 10,76 % bei 83,31 US-Dollar. Während des asiatischen Handels am Dienstag bauten die Ölpreise ihre gestrigen Gewinne weiter aus und stiegen erneut an. Dabei erreichte WTI-Rohöl ein Intraday-Hoch von 80,42 US-Dollar, während Brent-Rohöl auf 85,64 US-Dollar kletterte, womit beide wichtigen Öl-Referenzsorten die Marke von 80 US-Dollar überschritten.
Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise hat an den Märkten die Sorge vor einem sekundären Schock der Energiepreise auf die US-Inflation neu entfacht. Für Gold gilt: Steigende Ölpreise treiben die Inflationserwartungen nach oben, was die Federal Reserve dazu zwingen könnte, die Zinssätze länger auf einem höheren Niveau zu belassen oder sich sogar die Möglichkeit einer weiteren Straffung der Geldpolitik offenzuhalten, was die Renditen von US-Staatsanleihen nach oben treiben könnte. Da Gold selbst eine zinslose Anlage ist, erhöht jeder Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen die Haltekosten für Gold, wodurch der Goldpreis unter Abwärtsdruck gerät.
VPI für Juni und Kongressanhörung des Fed-Vorsitzenden: Wie werden die Goldpreise reagieren?
Bemerkenswerterweise steht heute in den USA die Veröffentlichung der VPI-Daten für Juni an. Der Markt geht allgemein davon aus, dass sich der Gesamt-VPI für Juni im Vergleich zum Mai aufgrund eines vorherigen Rückgangs der Energiepreise abkühlen könnte. Einige Prognosen deuten darauf hin, dass die Gesamtinflationsrate im Jahresvergleich von 4,2 % im Mai auf etwa 3,8 % bis 3,9 % sinken könnte, während sich der Kern-VPI im Vorjahresvergleich leicht auf rund 2,8 % abschwächen dürfte. Worauf sich der Markt jedoch tatsächlich konzentriert, ist die Frage, ob die Kerninflation hartnäckig bleibt und ob eine Erholung der Energiepreise den Inflationspfad in den kommenden Monaten verändern wird.
Sollte der VPI für Juni hinter den Erwartungen zurückbleiben, insbesondere wenn sich der Kern-VPI im Monatsvergleich deutlich verlangsamt, könnte der Markt die Zinserhöhungserwartungen der US-Notenbank Federal Reserve zurückschrauben. Dies könnte den US-Dollar sowie die Renditen von US-Staatsanleihen belasten und dem Goldpreis eine Erholungsdynamik verleihen. Umgekehrt könnte der Markt bei einem über den Erwartungen liegenden VPI oder einer weiterhin hartnäckigen Kerninflation die Zinsen im Sinne von „länger höher“ („higher for longer“) neu einpreisen, was Gold unter Druck halten dürfte. Angesichts der Tatsache, dass die aktuellen Spannungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise bereits nach oben getrieben haben, ist die Sensibilität der Anleger gegenüber Inflationsdaten deutlich gestiegen, und die Bereitschaft, dem steigenden Goldpreis im Vorfeld der VPI-Veröffentlichung hinterherzujagen, ist gering.
Darüber hinaus wird sich der Markt auf die halbjährliche Anhörung des Fed-Vorsitzenden Warsh zum geldpolitischen Bericht vor dem Kongress konzentrieren, die etwa anderthalb Stunden nach der VPI-Veröffentlichung ein wichtiges Zeitfenster für geldpolitische Signale darstellt. Für den Goldmarkt werden die Marktteilnehmer darauf achten, ob Warsh den VPI als „vorübergehende Schwankungen“ oder als „Beleg, der eine weitere Straffung der Geldpolitik rechtfertigt“ interpretiert. Sollte er betonen, dass die Inflation weiterhin über dem Ziel von 2 % liegt und bei den Energiepreisen sowie der Kerninflation im Dienstleistungssektor weiterhin Wachsamkeit geboten ist, könnte der Markt dies als falkenhaftes Signal interpretieren, wobei der steigende US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen Gold weiterhin belasten würden. Wenn er hingegen eine Abkühlung des Arbeitsmarktes und eine nachlassende Wirtschaftsdynamik einräumt und andeutet, dass die Fed die Balance zwischen Inflation und Wachstum neu ausbalancieren muss, könnte Gold kurzfristig Unterstützung finden.
Goldpreistrend-Analyse: 4.000 $ wird zur Schlüsselmarke für Bullen und Bären

Goldpreis-Tageschart, Quelle: TradingView
Im Tageschart von Gold zeigt die jüngste Kursentwicklung einen klaren Trend zu tieferen Hochs und tieferen Tiefs im Candlestick-Chart, was auf eine kurzfristige Abwärtstendenz des Goldpreises hindeutet. Allerdings notiert Gold seit Ende Juni über der Marke von 4.000 US-Dollar; obwohl der Kurs in diesem Zeitraum kurzzeitig unter 4.000 US-Dollar rutschte, hielt sich der Schlusskurs kontinuierlich über dieser Marke. Dies deutet auf eine starke Unterstützung auf diesem Niveau hin, während sich Bullen und Bären hier einen Kampf liefern.
Sollte der heutige Goldpreis-Schlusskurs aktuell einen Durchbruch unter die Marke von 4.000 US-Dollar bestätigen, würde sich weiteres Abwärtspotenzial eröffnen. Dabei dürfte das primäre Abwärtsziel in einem Test der Marke von 3.900 US-Dollar liegen, mit der Option auf weitere Verluste in Richtung der Unterstützung bei 3.500 US-Dollar. Umgekehrt gilt: Wenn sich Gold weiterhin über 4.000 US-Dollar behaupten kann, wäre die Ausbildung eines kurzfristigen Bodens bestätigt. In diesem Fall könnte der Kurs eine technische Gegenbewegung einleiten und zunächst den Widerstand bei 4.200 US-Dollar testen, gefolgt von der nächsten Widerstandsmarke weiter oben bei 4.360 US-Dollar.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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