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GRÖNLAND-TICKER-Trump will mit Nato-Chef Rutte über Grönland sprechen

ReutersJan 21, 2026 6:44 PM

- US-Präsident Donald Trump hat zusätzliche Zölle gegen mehrere Länder Europas angekündigt, sollten die USA Grönland nicht kaufen können. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

19.30 Uhr - US-Präsident Donald Trump will mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über Grönland sprechen. Er werde das Thema bei dem Treffen am Rande des Weltwirtschaftsforums anschneiden, sagt Trump vor der Begegnung. Er sehe einen Preis für die Insel, der vertretbar sei. Zuvor hatte er seine Forderung nach einem Kauf des dänischen Territoriums erneuert.

15.10 Uhr - US-Präsident Donald Trump betont in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, er werde zur Durchsetzung seiner Forderungen "keine Gewalt anwenden".

15.00 Uhr - US-Präsident Donald Trump fordert sofortige Verhandlungen über den Erwerb Grönlands. Grönland liege an einem strategisch wichtigen Ort und sei unverteidigt, sagt Trump in seiner Rede in Davos. Die USA hätten Dänemark im Zweiten Weltkrieg gerettet, nun zeige sich das Land undankbar. Ein Kauf durch die USA würde die Sicherheit der Nato erhöhen und sei keine Bedrohung für das Bündnis. Ihm gehe es dabei nicht wie vielfach behauptet um den Abbau von Rohstoffen wie Seltene Erden, die hunderte Meter unter dem Eis lägen, betont Trump.

14.55 Uhr - US-Präsident Donald Trump bekräftigt in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos, nur die USA könnten die Sicherheit Grönlands garantieren. Er habe großen Respekt vor den Menschen in Grönland und in Dänemark. Aber die USA hätten bereits Stützpunkte auf der Arktis-Insel errichtet und dies allein für Dänemark getan, sagt Trump.

14.40 Uhr - US-Präsident Donald Trump kritisiert in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos Europa. Der alte Kontinent gehe nicht mehr in die richtige Richtung, sagt Trump. "Ich erkenne es nicht wieder." Dabei nennt er erneut eine Masseneinwanderung und den Fokus auf erneuerbare grüne Energien als den falschen Weg.

12.27 Uhr - Wegen der verspäteten Ankunft von US-Präsident Donald Trump in Davos kommt das angedachte bilaterale Treffen mit Kanzler Friedrich Merz nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen nicht zustande.

11.05 Uhr - Der Harvard-Ökonom Kenneth Rogoff geht davon aus, dass Grönland langfristig in den Besitz der USA gelangen wird. "In 100 Jahren wird Grönland zu den USA gehören", sagt er im Interview mit der "Zeit". Wenn die USA die zu Dänemark gehörende Insel haben wollten, dann werde Europa es nicht schaffen, es hundert Jahre lang bei sich zu behalten. "Die Welt verändert sich, und damit auch Landesgrenzen." Rogoff betont, dass er den Besitzanspruch von US-Präsident Donald Trump nicht unterstütze, weil dies gegen internationales Recht verstoße. Der Ökonom empfiehlt der EU, auf Trumps jüngste Zolldrohungen gezielt und auf Augenhöhe zu reagieren. "Europas Antwort muss nicht allumfassend sein, sondern smart. Es muss Amerika da treffen, wo es verletzlich ist." Das könnten etwa Handelsbeschränkungen für Maschinen oder Zulieferteile für Halbleiter sein. Deutschland sei außerdem führend bei der Herstellung von Industrieklebern, die in fast allen Produkten vorhanden seien. "Come on, es wird doch nicht so schwer sein, etwas zu finden, auf das die US-Industrie wirklich nicht verzichten kann", sagt Rogoff.

10.30 Uhr - Nato-Generalsekretär Mark Rutte will sich nicht öffentlich zu den Spannungen äußern, die durch die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einer Übernahme Grönlands ausgelöst wurden. Er arbeite hinter den Kulissen an dem Thema, könne dies aber nicht in der Öffentlichkeit tun, sagt Rutte bei einer Podiumsdiskussion auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Präsident Trump habe jedoch Recht, dass mehr getan werden müsse, um die Arktis vor russischem und chinesischem Einfluss zu schützen. Die Nato arbeite daran, die Arktis-Region gemeinsam zu verteidigen.

09.45 Uhr - Die jüngsten Spannungen zwischen den USA und Europa mit den Zolldrohungen von US-Präsident Trump schaden nach den Worten von Joe Kaeser, Aufsichtsratschef von Siemens EnergyENR1n.DE, der Weltwirtschaft. Die ständigen politischen Richtungsänderungen seien für Unternehmen eine Herausforderung, sagte Kaeser zu Reuters in Davos. "Sie ermöglicht kein echtes Vertrauen. Und wenn es wenig Vertrauen gibt, halten sich die Leute mit Investitionen zurück. Und das ist letzlich nicht gut für die globale Wirtschaft." Die USA seien einer der wichtigsten Märkte für Siemens Energy, auch wenn das von Zöllen zunächst nicht übermäßig betroffen sei. Vorstandschef Christian Bruch werde an dem für Mittwoch geplanten Treffen von Unternehmenslenkern mit US-Präsident Donald Trump teilnehmen.

09.39 Uhr - Die Europäische Union muss ihre Bemühungen um Unabhängigkeit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge beschleunigen. Dies sei nötig, um sich in einer sich schnell verändernden Welt verteidigen zu können. "Wir stehen an einem Scheideweg. Europa bevorzugt Dialog und Lösungen – aber wir sind vorbereitet, wenn nötig, mit Einigkeit, Dringlichkeit und Entschlossenheit zu handeln", sagt sie im Europäischen Parlament. "In dieser zunehmend gesetzlosen Welt braucht Europa seine eigenen Hebel der Macht." Es sei wichtiger denn je, sich weiterhin auf die Ukraine zu konzentrieren. Zugleich werde die EU mit den USA und anderen Partnern zusammenarbeiten, um die Sicherheit in der Arktis zu stärken.

09.22 Uhr - Die Europäische Union wird sich Ratspräsident Antonio Costa zufolge gegen jede Form von Zwang verteidigen und die auf internationalen Regeln basierende Ordnung sowie das Völkerrecht schützen. "Wir sind bereit, uns selbst, unsere Mitgliedstaaten, unsere Bürger und unsere Unternehmen gegen jede Form von Zwang zu verteidigen. Und die Europäische Union verfügt über die Macht und die Instrumente, dies zu tun", sagt Costa vor dem Europäischen Parlament. "Wir können nicht akzeptieren, dass das Recht des Stärkeren Vorrang vor den Rechten der Schwächeren hat." Bei internationalen Regeln handele es sich nicht um Optionen.

08.40 Uhr - Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau fordert die Europäer angesichts der Zolldrohungen aus den USA zur Gegenwehr auf. "Europa muss standhaft bleiben und sich verteidigen, und Europa kann auch endlich aufwachen und seine eigenen Karten ausspielen", sagt das EZB-Ratsmitglied im französischen Fernsehen. Laut Villeroy würden die neuen US-Zölle das Wirtschaftswachstum aller Beteiligten zwar schwächen, ihre Auswirkungen auf die europäische Inflation dürften jedoch eher gering ausfallen.

08.20 Uhr - Die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner hat angesichts der Spannungen mit der US-Regierung einen Plan B für ein Verteidigungsbündnis vorgeschlagen. Zwar bleibe die Nato für die transatlantische Sicherheit wichtig, sagt sie dem "Handelsblatt". "Gleichzeitig müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass Trump das anders betrachtet." Brantner plädiert dafür, dass die sogenannte "Koalition der Willigen" für die Ukraine-Unterstützung ein Ausgangspunkt werden könnte. Daraus könne eine europäische "Fähigkeitskoalition" werden, "eine Gruppe derjenigen, die vorangehen wollen". Sie nannte neben Deutschland etwa Polen, Frankreich, Italien, die baltischen Staaten, Großbritannien und Norwegen. Das Bündnis solle erst ergänzend zur Nato existieren, aber dann funktionieren, wenn US-Präsident Donald Trump die Nato blockiere.

07.50 Uhr - Unionsfraktionschef Jens Spahn hat davor gewarnt, dass die Europäer von sich aus die Nato wegen des Vorgehens von US-Präsident Donald Trump infrage stellen. "Ich halte es für sehr klug, klar auf die Zolldrohung zu reagieren und sich vorzubereiten", sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. "Aber aus der schwierigen Zolldebatte sollten wir nicht gleich auch die Nato infrage stellen. Wir jedenfalls sind auf die Nato für unsere Sicherheit angewiesen", fügt er hinzu. Spahn hatte bereits am Dienstag im Reuters-TV-Interview betont, dass Trumps Annexionsansprüche auf Grönland und die Zolldrohungen gegen die Europäer "inakzeptabel" seien.

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