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Zoll-Schock! Wie es jetzt mit dem S&P 500 weitergeht

Investing.comApr 4, 2025 11:29 AM
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Investing.com - Die Aussicht auf sich bald erholende Kurse beim S&P 500 hat nach Einschätzung von Morgan Stanley (NYSE:MS) einen deutlichen Dämpfer erhalten. In einer aktuellen Analyse schreiben die Experten, dass entweder ein deutlich moderaterer Ton der US-Notenbank oder spürbare Fortschritte bei den laufenden Zollverhandlungen nötig wären, um dem Markt frischen Schwung zu geben.

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Die Ankündigung neuer Handelszölle am Mittwoch sei dabei „klar restriktiver als erwartet“ ausgefallen, so die Experten. Etwas Entlastung gebe es zwar durch Ausnahmen für Kanada und Mexiko im Rahmen des USMCA-Abkommens - doch das Gesamtbild bleibe angespannt.

„Mit dem S&P 500 unterhalb von 5500 Punkten dürften die direkten Auswirkungen der Zölle inzwischen weitgehend eingepreist sein“, hieß es. Sorgen bereitet der Bank allerdings, was noch folgen könnte: Sollten sich die Verhandlungen hinziehen oder gar weitere Maßnahmen gegen wichtige Handelspartner ergriffen werden, steige das Risiko einer Rezession merklich.

Auch mit Blick auf die Unternehmensgewinne und den Arbeitsmarkt rät Morgan Stanley zur Vorsicht. Beides seien wichtige Frühindikatoren für die weitere Marktentwicklung. Besonders anfällig für Rückschläge bleibe dabei der Konsumgüterbereich. Zyklische Werte und kleinere Unternehmen ohne starke Preismacht könnten zusätzlich unter Druck geraten.

Stattdessen rät die Bank derzeit zu Qualitätsaktien mit defensivem Profil - also Titeln, die auch in schwierigem Umfeld stabil bleiben.

Ein Kurssprung nach oben sei in der aktuellen Lage wenig wahrscheinlich, meinen die Analysten. „Dazu bräuchte es entweder eine deutlich lockerere Fed oder sichtbare Fortschritte bei den Zöllen“, schreiben sie. Doch beides scheint derzeit nicht in Sicht: Morgan Stanleys Ökonomen rechnen inzwischen nicht mehr mit Zinssenkungen in diesem Jahr, und auch bei den Handelsgesprächen bleibt vieles offen.

Fällt der S&P 500 unter die Marke von 5450 bis 5500 Punkten, sehen die Experten die nächste charttechnische Unterstützung erst wieder im Bereich von 5100 bis 5200 Zählern.

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