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Die US-Notenbank wird laut Lyn Alden schrittweise in eine Phase der Geldschöpfung eintreten

CryptopolitanFeb 9, 2026 12:17 AM

Die Ökonomin und Bitcoin Befürworterin Lyn Alden meint, die US-Notenbank Federal Reserve könnte in eine Phase der schrittweisen Geldschöpfung eintreten und die Liquidität stetig statt schlagartig erhöhen. Sie erwartet, dass dieser Prozess die Vermögenspreise in die Höhe treiben wird, wenn auch nicht so stark, wie manche Bitcoin Fans erwartet hatten. 

Aldens Ansicht ist, dass die Fed dies nicht in großem Umfang beschleunigen, sondern ihre Bilanz schrittweise während einer Phase allgemeiner wirtschaftlicher Expansion und Banktätigkeit ausweiten wird.

In ihrem Newsletter zur Anlagestrategie vom 8. Februar erklärte Alden, ihre wichtigste Erwartung an die Fed sei, dass diese ihre Bilanzsumme in einem ähnlichen Maße wie das Wachstum der gesamten Bankaktiva oder des nominalen nationalen BIP ausweite. Dies deute darauf hin, dass die Zentralbank dem Finanzsystem weiterhin Liquidität zuführen würde. 

Eine solche Ausweitung der Geldmenge wird oft als „Gelddrucken“ bezeichnet, obwohl sie primär durch digitale Finanztransaktionen und nicht durch physisches casherfolgt. Wenn die Fed ihre Bilanz ausweitet, kauft sie typischerweise Staatsanleihen oder andere Finanzanlagen. 

Dies führt dem Bankensystem Liquidität zu, erhöht die Kreditverfügbarkeit und fördert Investitionen. Alden merkte an, dass dieses Umfeld dazu beiträgt, „hochwertige, knappe Vermögenswerte“ zu halten. Darunter versteht man Anlagen mit begrenztem Angebot undtronWertspeicherwirkung. 

Rohstoffe wie Gold, bestimmte Aktien und Kryptowährungen wie Bitcoin sind gängige Beispiele. Sie warnte Anleger jedoch auch davor, überhitzte Marktsegmente zu meiden und stattdessen auf unterbewertete oder vernachlässigte Vermögenswerte zu achten. 

Ihre Äußerungen erfolgten kurz nachdem US-Präsident dent Trump Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve ernannt hatte. Diese Ankündigung sorgte für erhebliche Unsicherheit an den Finanzmärkten, da einige Anleger der Ansicht sind, Warsh stehe einer restriktiveren Geldpolitik näher als andere Kandidaten.

Die Märkte sind sich vor der Fed-Sitzung weiterhin unsicher über die Zinssätze

Die Zinspolitik ist ein entscheidender Faktor an den Finanzmärkten (einschließlich Kryptowährungen). Bei niedrigen Zinsen und hoher Geldmenge wenden sich viele Anleger risikoreicheren Anlagen , um höhere Renditen zu erzielen. Dies kann die Kurse von Aktien, Kryptowährungen und anderen Anlagen in die Höhe treiben.

Wenn die Zinsen steigen und es schwieriger wird, Kredite zu erhalten, können die Vermögenspreise sinken oder sich verlangsamen. Jüngste Marktanalysen deuten auf unterschiedliche Erwartungen hinsichtlich des nächsten Schritts der US-Notenbank (Fed) hin. Laut CME FedWatch gehen rund 19,9 % der Händler davon aus, dass die Fed die Zinsen im nächsten Monat auf ihrer nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) senken wird. 

Das ist weniger als die 23 %, die noch vor wenigen Tagen mit einer Zinssenkung gerechnet hatten, was auf ein schwindendes Vertrauen in eine kurzfristige Lockerung der Geldpolitik hindeutet. Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hat sich vorsichtig gezeigt und mitunter widersprüchliche Signale hinsichtlich der künftigen Geldpolitik gesendet. Die Fed senkte die Zinsen im Jahr 2023 mehrmals, doch Powell warnte, dass die Inflationsrisiken fortbestehen. 

Gleichzeitig äußerte er Bedenken hinsichtlich der Beschäftigungslage. Dies verdeutlicht, wie heikel das Gleichgewicht sein muss, das die Fed wahren muss. Powell erklärte, er gehe davon aus, dass nach der Sitzung des Offenmarktausschusses im Dezember die Inflationsrisiken weiterhin überwiegend hoch und die Beschäftigungsrisiken überwiegend niedrig seien.

Der Führungswechsel bei der US-Notenbank erhöht die Marktunsicherheit

Der Führungswechsel bei der US-Notenbank Federal Reserve ist ein weiterer Faktor, der die Markterwartungen prägt. Powells Amtszeit als Fed-Chef endet im Mai 2025, und Kevin Warsh wurde als möglicher Nachfolger nominiert. 

Warsh wurde jedoch noch nicht vom Senat bestätigt, was Unsicherheit über die zukünftige Ausrichtung der Geldpolitik zur Folge hat. Verschiedene Fed-Vorsitzende können unterschiedliche Prioritäten setzen. Einige befürworten eine restriktivere Geldpolitik zur Inflationsbekämpfung, während andere eine expansivere Geldpolitik zur Ankurbelung von Wachstum und Beschäftigung unterstützen. 

Anleger beobachten Führungswechsel genau, da diese Auswirkungen auf Zinssätze, Liquidität und die allgemeine Marktlage haben können. Doch selbst angesichts der anhaltenden Unsicherheit deutet Aldens Prognose darauf hin, dass die Fed die Geldmenge in absehbarer Zeit nicht wesentlich erhöhen wird. 

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