
Die weltweiten Suchanfragen nach „Krypto“ bei Google befinden sich auf dem niedrigsten Stand seit fast einem Jahr – ein Zeichen für das nachlassende Interesse der Anleger angesichts der weltweiten Marktprobleme.
Die Gesamtmarktkapitalisierung von Kryptowährungen ist von einem Rekordhoch von 4,2 Billionen US-Dollar um 43 % auf aktuell rund 2,4 Billionen US-Dollar eingebrochen. Der Rückgang der Suchanfragen und des Marktwerts deutet auf Verunsicherung der Anleger angesichts der anhaltenden Unsicherheit hin.
Das weltweite Suchvolumen für „Krypto“ liegt bei Google Trends bei 30 von 100 Punkten, wobei 100 das höchste Suchvolumen darstellt. Der letzte Höchststand wurde im August 2023, dem Jahr mit dem höchsten Marktkapitalisierungswert, erreicht – dem 12-Monats-Tiefststand von 24 Punkten. Dies deutet darauf hin, dass das weltweite Interesse an Kryptowährungen sinkt und die Aufmerksamkeit dafür weiter abnehmen wird.
Der Rückgang des Online-Interesses geht einher mit deutlichen Preisrückgängen bei wichtigen Anlageklassen. Bitcoin kürzlich unter 64.000 US-Dollar . Auch andere führende Kryptowährungen verzeichneten starke Kursverluste, was das Marktvertrauen weiter schwächte.
Die Suchtrends in den USA zeichnen ein etwas anderes Bild. Das US-Suchinteresse lag im Juli 2025 bei 100, fiel aber bis Januar 2026 unter 37. Anfang Februar erreichte es jedoch wieder 56, was darauf hindeutet, dass einige amerikanische Investoren ihre Positionen neu bewerten.
Die USA verzeichneten mit rund 32 das niedrigste Suchvolumen während des Börsencrashs im April 2025, der durch die Zollpolitik vondent Donald Trump beeinflusst wurde.
Marktanalysten zufolge zeigt das Interesse in den USA zwar wieder etwas mehr Begeisterung, doch die weltweiten Suchanfragen deuten darauf hin, dass die Begeisterung für Kryptowährungen deutlich geringer ist als in früheren Hochphasen. Die Marktentwicklung spiegelt dies wider.
Das tägliche Handelsvolumen von Kryptowährungen ist laut CoinMarketCap von über 153 Milliarden US-Dollar am 14. Januar auf rund 87,5 Milliarden US-Dollar am vergangenen Sonntag eingebrochen. Die rückläufige Handelsaktivität und das sinkende Suchinteresse unterstreichen die allgemeine Marktverlangsamung.
Die Anlegerstimmung ist äußerst vorsichtig. Der Crypto Fear & Greed Index , der die Marktstimmung misst, erreichte am Donnerstag einen Tiefststand von 5 und stieg bis Sonntag leicht auf 8.
Beide Messwerte deuten auf „extreme Angst“ hin, vergleichbar mit dem Ausmaß nach dem Zusammenbruch des Terra-Ökosystems und des von ihm im Jahr 2022 geschaffenen, an den Dollar gekoppelten Stablecoins. Analysten zufolge tracsich Anleger zunehmend an sozialen Signalen und Online-Diskussionen, um den richtigen Kaufzeitpunkt zu bestimmen.
Die Marktstimmungsplattform Santiment erklärt: „Die Stimmung der Marktteilnehmer ist ausgesprochen pessimistisch. Das Verhältnis von positiven zu negativen Kommentaren ist eingebrochen; die negativen Kommentare haben den höchsten Stand seit dem 1. Dezember erreicht.“
Viele Händler warten ab, ob der Markt seinen Tiefpunkt erreicht hat, bevor sie neue Positionen eröffnen. Das geringe Handelsvolumen, die Angst und das sinkende Suchinteresse deuten darauf hin, dass sich der Markt weiterhin in einer Schwächephase befindet. In der Vergangenheit spiegelten Google-Suchanfragen im Allgemeinen die Höchst- und Tiefststände des Marktes wider.
Beispielsweise deuten viele Suchanfragen in der Regel auf einen Aufwärtstrend hin, während das Interesse bei einem Abschwung meist nachlässt. Der Kryptomarkt dürfte sich nun abkühlen, und die Optimismuswelle lässt noch auf sich warten. Langfristig orientierte Anleger sehen den Markt zwar weiterhin als Kaufgelegenheit bei niedrigeren Preisen, sollten aber wachsam bleiben.
Experten empfehlen, sowohl Stimmungsindikatoren als auch Suchtrends zu beobachten, um mögliche Erholungsphasen frühzeitig zu erkennen. Ein Anstieg des Suchinteresses oder eine Flut von Kommentaren in den sozialen Medien könnten ein Signal für eine bevorstehende Erholung sein. Aktuell wird erwartet, dass die Volatilität längerfristig anhält, während viele Anleger weiterhin abwarten.
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